Underworld – Barking

Bei Underworld gibt es keine sichere Seite, sondern fast durch die Bank hohes Risiko und Überraschung. So dürfte auch das brandneue Studioalbum „Barking“ nicht verwundern, für das neun Songs aufgenommen wurden, derer acht an Kollegen wie Paul van Dyk, High Contrast und Dubfire für einen etwas anderen Anstrich geschickt wurden. Herausgekommen ist eine etwas andere Underworld-Platte, die bei genauem Hinhören doch wieder typisch für Karl Hyde und Rick Smith geworden ist.

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Deine Lakaien – Indicator

Ein Indikator kann vieles sein: Messinstrument, Hinweis, chemische Substanz, Tendenz und Auslöser für Interpretation. Ein bewusst gesetzter Titel für ein Album, der dem Hörer einerseits genügend Raum für die eigene Deutung lässt und andererseits die neue Zeit einleitet. Seit mehr als 20 Jahren sind Alexander Veljanov und Ernst Horn nun bereits gemeinsam musikalisch aktiv, die Historie ihres Schaffens liest sich so eindrucksvoll wie erfolgreich. Bisher schimmerte in allen Werken das geniale Spiel mit Metaphorik und musikalischer Vertracktheit durch, auch wenn über die Jahre die Leitmotive wechselten. Mit „Indicator“ macht die Band nach den großartigen Ausflügen in die Crossover-Klassik und der eigenen Retrospektive nun einen merklichen Cut.

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Lordi – Babez For Breakfast

„Babez For Breakfast and Bitches For Brunch“ klingt eindeutig – nach ‚Mahlzeit‘ in der Monster-WG. Und sind derartige Kreaturen einmal hungrig, hört der Spaß auf. Wobei, nicht ganz, denn für die monströs bis kitschig inszenierten Hard-Rocker Lordi fängt selbiger ja jetzt erst an. Ihr fünftes Studioalbum soll das zeigen, allerdings mit dem Schritt zurück zu den bodenständigen Wurzeln zugleich für frischen Wind sorgen. Dieser scheint bitter nötig, verließ man sich zuletzt doch fast ausschließlich auf die eigene Show.

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Silly – Alles rot

Nach dem Tod ihrer Sängerin Tamara Danz in den 90ern legten Silly eine jahrelange Zwangspause ein. Einfach mit einer anderen Sängerin weitermachen, das hätte nicht gepasst. Zudem hatte sich die Stimmung in der Band deutlich verschlechtert. Als auch noch Schlagzeuger Herbert Junck verstarb, schien das Schicksal der Band besiegelt. Umso überraschender kam 2006 die Meldung, dass man mit der Sängerin Anna Loos neu durchstarten wolle. Anfang diesen Jahres erschien dann das Album „Alles rot“, aus dem jetzt der Titeltrack ausgekoppelt wird.

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Interpol – Interpol

Eine Ende kann auch ein Anfang sein, zumindest bauen Interpol darauf. Bassist und Keyboarder Carlos Dengler hat zwar noch mit den New Yorkern und Produzent Alan Moulder (Nine Inch Nails, Smashing Pumpkins) das neue Album „Interpol“ geschrieben und aufgenommen, gehört aber mittlerweile nicht zum Lineup. Wie die Veteranen der Düsternis in Zukunft klingen ohne den ikonischen Mann mit dem Schnauzbart klingen werden, wird sich zeigen. Das gemeinsame ‚Requiem‘ sorgt jedenfalls für Gänsehaut.

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Enrique Iglesias – Euphoria

35 ist der „junge“ spanische Musiker Enrique Miguel Iglesias Preysler vor kurzem geworden. Sein Leben besteht dabei zur Hälfte aus erfolgreichen Pop-Hits, ist er doch seit 15 Jahren im Musik-Business aktiv und überzeugt sowohl mit Tanz-Hymnen, als auch gefühlvollen Stücken. Nach einer kurzen Pause und einer Greatest Hits Sammlung im letzten Jahr kehrt Enrique jetzt mit dem neuen Studioalbum „Euphoria“ zurück.

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John Legend & The Roots feat. Common & Melanie Fiona – Wake Up Everybody

John Legend & The Roots – gesucht und gefunden. Der scheinbar rund um die Uhr kreative Soul-Singer/Songwriter und die einzig relevante US-HipHop-Band haben ihr Album „Wake Up!“ im Vorfeld der Wahl Barack Obamas zum Präsidenten konzipiert und vertonen darauf ihr persönliches Streben nach Freiheit, ausgehend von einer Fülle an Soul-Klassikern, die zu einer Art neuem politischen Manifest reifen, die Pluralität der neu gefundenen Stimme des jungen Amerikas in die musikalische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft transferieren.

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Underworld – Always Loved A Film

Auch wenn so mancher wohl noch den Zeiten von „Born Slippy“ nachtrauert, sind Underworld längst gefühlte 30 Schritte voraus und erfinden sich ein weiteres Mal neu. Auf ihrem achten Studioalbum „Barking“ arbeiten sie unter anderem mit High Contrast und Paul van Dyk  zusammen, um dem eigenen Sound einen neuen Anstrich zu verleihen. „Scribble“ war eine kleine Überraschung in Richtung Drum’n’Bass, während das housige „Always Loved A Film“ über weite Strecken beinahe traditionell klingt.

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