Schlagwort: Alternative Rock

Killer Kid Mozart

Killer Kid Mozart – Crying In Overdive

Die Gitarren sind laut, die Gefühle liegen brach: Killer Kid Mozart gelten in ihrer norwegischen Heimat seit geraumer Zeit als Geheimtipp. Ihr 90s-lastiger Sound, der Emo, Alternative, Grunge und etwas College Rock zusammenbringt, verbindet kratzbürstigen Charme mit einem Überangebot an Melodien. Für ihren neuesten Streich ließ sich das Quartett nicht nur viel Zeit, es sicherte sich auch den nötigen Freiraum. Während der Pandemie hatten sie das Rathaus ihrer Heimatstadt Elverum komplett für sich und nützen die ungewohnte Umgebung, um zu jammen und Songs zu schreiben. Drei Jahre später steht ihr neues Album „Crying In Overdrive“ endlich in den Startlöchern.

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Holy Esque

Holy Esque – Lay My Head Down Slow

Schluss, aus, vorbei: Die sträflich unterschätzten Holy Esque machen nach mehreren Jahren relativer Funkstille Nägel mit Köpfen und lösen sich auf. Das schottische Quartett um Charakterstimme Pat Hynes veröffentlichte zwei Alben und mehrere Kleinformate, doch blieb der große Wurf für den Mix aus Post Punk, Art- und Alternative Rock trotz Radio-Airplay und einigen Gigs aus. Begleitet wurde die Nachricht des Abschieds von der Ankündigung eines neuen Albums. „Lay My Head Down Slow“ macht noch einmal schmerzlich bewusst, dass die Herren mit absoluter Sicherheit fehlen werden.

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Hi! Spencer

Hi! Spencer – oben

Manchmal reicht es, einfach nur den Blickwinkel zu ändern. Exakt das versuchen Hi! Spencer auf ihrem neuen Longplayer. Verharrten sie in ihren Songs bislang inhaltlich in ihrem Themenbereich, so dürfen und sollen sich diese jetzt entwickeln, Ausblicke und Lösungen aufzeigen, sich an einer anderen Sicht versuchen. Auch wenn es der Titel vermuten lässt, ist das Quintett mit diesem Ansatz nicht „oben“ angekommen, sondern münzt das Wörtchen auf den Versuch um, sich oben zu halten, Tatsachen zu akzeptieren, eine Herangehensweise für sich ändernde Umstände zu finden. Diese aktive thematische Bewegungsfreude schlägt sich im nicht minder bunten Sound dieser Platte nieder.

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Velcros

Velcros – Strange News From The Vault

Vergangenen Sommer tauchten Velcros aus dem gefühlten Nichts auf, um mit zeitlosem Sound frische Rock-Impulse zu setzen. Ihre erste EP „Spit Takes“ war ein Volltreffer, der mit wachsender Begeisterung Rock und Pop, Indie und Alternative, Punk und Garage mitnahm, daraus eine herrlich eigenwillige Mischung klöppelte. Mit etwas Verzögerung landet nun das damals angekündigte Album, insgesamt mit mächtiger 90s-Schlagseite versehen und doch alles andere als eine Zeitgeist-Kopie. „Strange News From The Vault“ serviert Hits in rauen Mengen.

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Kassettenricardo

Kassettenricardo – Angesichts der Lage

‚Geh doch nach Berlin‘ sangen Angelika Express vor nunmehr 21 Jahren. Exakt das taten die vier Musiker hinter Kassettenricardo 2018 und tauschten das Kleinstadt-Idyll gegen die Metropole ein. Während der Bandname einem Versprecher entstammt, überließ man musikalisch nichts dem Zufall und arbeitete mit Elan am eigenen Sound, der sich irgendwo zwischen Indie, Punk und Alternative abspielt. Eine erste EP erschien 2020, nun setzt es ein komplettes Album in Form von „Angesichts der Lage“. Hier treffen durchaus vertraute Klänge auf eine immer prominenter hervortretende eigene musikalische Identität.

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Grieving

Grieving – Everything Goes Right, All At Once

Manchmal tauchen Platten auf, die gefühlt schon immer da waren und doch kaum frischer sein könnten. Der Sound von Grieving aus Cambridge, die seit Jahren britische Bühnen beackern, passt perfekt in diese Kategorie. Mit ihrem Mix aus Spät-90er-Emo, klassischem Dischord-Post-Hardcore sowie nervös schrammelndem Indie und Alternative erinnern sie an zahlreiche Bands, ohne dabei ihre eigene Identität aufzugeben. Bei den famosen By Time Time It Gets Dark, die nach diesem Release wohl leider ihren Betrieb einstellen werden, landet nun der vertraute und doch so neue Erstling „Everything Goes Right, All At Once“.

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The Fourth Wall

The Fourth Wall – Return Forever

The Fourth Wall nennen ihren Sound ‚Melodic Noise Rock‘ und liegen damit gar nicht so verkehrt. Das Quintett aus Portland, Oregon verbindet die eingängigen Sensibilitäten von Arcade Fire zwischen Folk, Alternative und Pop mit übermäßig lauten, gerne mal kratzbürstigen und elektronisch angehauchten Zwischenwelten, die sich letztlich nur auf dem Papier widersprechen. Mit ihrem bereits vierten Album ist die Band bei DevilDuck gelandet. Auf „Return Forever“ thematisiert das Quintett um Stephen Agustin die Erfahrungen von Einwanderern in neun Kapiteln, wobei der Mastermind dafür unter anderem auf seine eigene Familiengeschichte zurückgreift.

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Midas Fall

Midas Fall – Cold Waves Divide Us

Midas Fall können eigentlich nur aus Schottland kommen, möchte man glauben und meinen. Der gerne mal kühle, dennoch stets emotional aufgeladene Sound des Trios baut Brücken zwischen fragilen, progressiven und aufbrausenden Gefilden, als würden Mogwai, Chelsea Wolfe und Sigur Rós gemeinsame Sache machen. Und doch wird man den Veteranen, die aktuell bereits ihr fünftes Studioalbum veröffentlichen, mit dieser Beschreibung nicht annähernd gerecht. Auch ihr neuester Streich „Cold Waves Divide Us“ spielt mit widersprüchlichen Gefühlen, mit komplexen Rock-Gefilden und unterkühlter Elektronik.

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Pawn Painters

Pawn Painters – Pawn Painters 1

So schnell ihr Stern aufgegangen war, so schnell wäre er beinahe wieder verglüht. Pawn Painters fanden sich 2016 und erarbeiteten sich in kürzester Zeit einen guten Ruf als kompetente Liveband. Vier Jahre später sah die Situation schon ganz anders aus. Man suchte nach einem neuen Sound, experimentierte zunehmend und verrannte sich. Irgendwann macht es ‚Klick‘, „Pawn Painters 1“ war entstanden. Der rocklastige Sound in diesen 44 Minuten versucht bewusst viel, gibt sich ungeschönt und lässt das bayrische Quartett auf eine Rundreise durch verschiedenste ruppige bis kunstvolle Ideen gehen.

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Another Sky

Another Sky – Beach Day

Es gibt Alben, auf die man ein ganzes Leben lang gewartet hat, ohne es zu wissen. Gefühlt nehmen Another Sky andauernd solche Musik auf. Das erste Full-Length-Werk versuchte den ungewöhnlichen Sound zwischen Alternative, Indie, Prog, Post und Shoegaze abzustecken, begleitet von einer der interessantesten Stimmen der Gegenwart. Weitere EPs davor und danach trieben die Entwicklung voran. „Beach Day“, der Nachfolger, entstand unter widrigsten Umständen, nachdem die Band ihr altes Studio verlor und mit einem schwerwiegenden Zwischenfall auf persönlicher Ebene zu kämpfen hatte.

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