Schlagwort: Alternative Rock

Velcros

Velcros – Spit Takes

Ein Konzert der texanischen Punker Radioactivity in Leipzig legte den Grundstein für eine spannende neue Band. Aktuelle und ehemalige Musiker von Aua, Radare, Spit, Wayste und Okta Logue riefen unter diesem Eindruck Velcros ins Leben, die punkigen Esprit mit allerlei Rock-Spielarten – Garage, Indie, Alternative, College und Power Pop – kreuzten und daraus ein musikalisches Happening klöppelten. Noch im Winter soll ein erstes Album erscheinen, bis dahin verkürzt die EP „Spit Takes“ die Wartezeit mit einem kräftigen Ausrufezeichen.

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Blur

Blur – The Ballad Of Darren

Blur-Alben mögen eine seltene Freude geworden sein, doch wenn die Terminkalender von Damon Albarn, Graham Coxon, Alex James und Dave Rowntree einmal zueinanderfinden, entsteht bei den Britpop-Großmeistern immer noch Magie. Acht Jahre nach „The Magic Whip“ wollen es die Mitt- bis Endfünfziger noch einmal wissen. Demos entstanden während einer Gorillaz-Tour, bei den Aufnahmen konnte man sich wiederholt gegenseitig überraschen. „The Ballad Of Darren“ geht für die Band als Kommentar und Reflektion zur Gegenwart durch, ein Spiel mit den richtigen Emotionen und Absichten.

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Tristesse

Tristesse – Die Sonne ging unter, auch ich hatte vergessen

Mit einem musikalischen Paukenschlag stellten sich Tristesse Ende 2021 vor. Ihre erste EP „Im schwächsten Licht“ erwies sich als packender Volltreffer, der Indie- und Alternative-Sounds mit Dream-Pop und Shoegaze sowie aufwühlenden deutschen Texten vermischte. Ob das auch auf Albumlänge funktionieren kann? Ambitioniert ist das Berliner Quintett allemal und wagt sich auf „Die Sonne ging unter, auch ich hatte vergessen“ in neue und zugleich bestens bekannte Welten vor, von Hall, Emotionalität und unkonkret Handfestem gekonnt begleitet.

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Itchy

Itchy – Dive

Mit über 20 Jahren im Geschäft und insgesamt drei Alben in den Top 20 haben Itchy mittlerweile so etwas wie Veteranenstatus inne. Anfang 2020 wagten sie einen mehr als erfolgreichen Ausflug in deutschsprachige Gefilde, im Folgejahr erschien eine überaus sympathische Biographie samt Compilation-Werk. Zurück von einer erfolgreichen, mehrfach verschobenen Tour meldet sich das Trio auf Albumlänge zurück. „Dive“ greift wieder auf englische Texte zurück, setzt ansonten auf bewährte Qualitäten zwischen Punk und Rock. Und das klappt hervorragend.

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Von Grambusch

Von Grambusch – Licht x Schatten

Touren, touren, touren: Auf Konzertreisen gefällt es Von Grambusch gefühlt am besten, und so sind die Bremer möglichst oft, möglichst durchgehend unterwegs. Neben ein paar Sommerkonzerten geht es ab Ende Oktober wieder auf Deutschland-Tour, großes Jahresfinale in der Heimat inklusive. Mit dabei haben sie ihre neue EP, die einmal mehr Alternative, Punk, Indie und Pop-Charme mit semi-akustischer Instrumentierung und eloquenter Kante vermengt. „Licht x Schatten“ bringt die Stärken der Nordlichter einmal mehr auf den Punkt.

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Militarie Gun

Militarie Gun – Life Under The Gun

Volltreffer über Volltreffer: Mit sämtlichen bisherigen Releases, darunter die Deluxe-Ausgabe von „All Roads Lead To The Gun“ im vergangenen Herbst, schafften Militarie Gun eine Punktlandung. Dabei wollte Ian Shelton eigentlich die Musik zugunsten seiner Film-Leidenschaft aufgeben, bis Lockdowns die Liebe zum Songwriting neu entfachten und diese Band ins Leben riefen. Auf dem ersten regulären Album bleibt der Mix aus Punk, Rock und etwas Hardcore erhalten: „Life Under The Gun“ dreht sämtliche Regler auf Elf und klingt dabei catchy as fuck.

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Billy Talent

Billy Talent – Live At Festhalle Frankfurt

Endlich wieder auf die Bühne, endlich wieder Vollgas: Nachdem sie den Release ihres jüngsten Albums „Crisis Of Faith“ bereits zurückgehalten hatten, bis eine Konzertreise möglich war, gestaltete sich die jüngste Tour von Billy Talent als überaus umjubelte Angelegenheit. Deutschland gilt seit jeher als zweite musikalische Heimat der Kanadier, hier feiern sie seit Jahren und Jahrzehnten große Erfolge und spielen regelmäßig in ausverkauften Häusern. So war es auch im November des Vorjahres, als man Frankfurt einen Besuch abstattete und den Gig für die Nachwelt festhielt. Das recht kurzfristig angekündigte „Live At Festhalle Frankfurt“, ihre erste Live-Platte seit mehr als 15 Jahren, zeigt das Quartett in Bestform.

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De Staat

De Staat – Red, Yellow, Blue

Drei Primärfarben brechen das gängige Albumformat auf. Während den Lockdowns experimentierten De Staat mit verschiedenen Releasemöglichkeiten und entschlossen sich letztlich dazu, drei EPs bzw. Songzyklen zu basteln, nach den drei Primärfarben benannt. Die roten Tracks sind eher aggressiv und ruppig, auf der gelben Seite wird es beschwingt und tanzbar, während im blauen Umfeld melodische Introspektive dominiert. Nach dem häppchenweisen Release über zig Monate stellt das Quintett diese Sammlung nun fertig und veröffentlicht sie zugleich als CD- und Vinyl-Sammelbox. „Red, Yellow, Blue“ holt alle 15 Exkurse unter ein Dach.

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Lausch

Lausch – Love & Order

Längere Studio-Pause, längere Live-Pause, aber alles andere als eine kreative Pause. Zwar machten sich Lausch in jüngerer Vergangenheit etwas rar – ihr letztes reguläres Album erschien im Herbst 2017 – doch zeigt sich ihr vertrackter, intelligenter Rock-Ansatz so energisch und kreativ wie eh und je. Das Wiener Trio ist mittlerweile bei Noise Appeal Records gelandet und präsentiert nach einigen Singles nun ihr sechstes Studioalbum. „Love & Order“ konsolidiert vertraute Stärken, die handfesten Alternative-Sound erneut in Richtung Prog und Post verschrieben, Anspruchsvolles mit Eingängigem verbinden.

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Bully

Bully – Lucky For You

Auf „Sugaregg“ fand sie sich und ihren Sound endgültig, nun folgt die kreative Bestätigung: Bully aka Alicia Bognanno weiß mittlerweile, wie sie mit sich selbst, ihrem Schmerz und ihren Problemen umgehen muss, und findet endlich Zeit und Muße, um sich musikalisch auszutoben. Ihr viertes Album soll die aufrichtige Ehrlichkeit der Vorgänger beibehalten und zugleich deutlich mehr wagen, den ohnehin spannenden wie vielschichtigen Sound entsprechend ausbauen, so die Mission. „Lucky For You“ rattert in einer guten halben Stunde durch und serviert charmantes neues Selbstbewusstsein auf dem Silbertablett.

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