Schlagwort: Alternative Rock

Greg Puciato

Greg Puciato – Child Soldier: Creator Of God

Irgendwann musste diese Platte erscheinen. 16 Jahre rackerte sich Greg Puciato mit The Dillinger Escape Plan an vorderster Mathcore-Front ab, bevor sich die Band auflöste. Neben dem All-Star-Schauplatz Killer Be Killed zeigt er mit The Black Queen zudem eine komplett andere, elektronische Seite. Nun wirft der Sänger und Multi-Instrumentalist einfach alles in einen Topf und präsentiert das Ergebnis als Soloplatte. Für „Child Soldier: Creator Of God“ spielte Puciato bis auf das Schlagzeug (hier halfen aktuelle und ehemalige Weggefährten aus) alles selbst ein und versucht erst gar nicht, sich auf einen Sound festzulegen.

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King Mothership

King Mothership – The Ritual

Zwischen den ersten beiden Alben seiner Hauptband Periphery begann Sänger Spencer Sotelo still und heimlich mit den Arbeiten an einem Soloprojekt. Sotelo veröffentlichte ein paar Demos über Soundcloud, bevor er keinen Bock mehr auf die eingeschlagene Richtung hatte und die Songs ins Archiv packte. Immer wieder von Fans darauf angesprochen, grub er die Sessions vor ein paar Jahren erneut aus und entschloss sich, das King Mothership getaufte Soloprojekt zu komplettieren und neu abzumischen. Neun Jahre nach der ersten geschriebenen Note landet „The Ritual“ nun endlich.

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Sophia

Sophia – Holding On / Letting Go

Nach einem knappen Vierteljahrhundert – erstmals seit dem Debütalbum „Fixed Water“ – gibt es Sophia wieder im Bandformat. Der mittlerweile in Berlin wohnhafte Robin Proper-Sheppard hat sein Kollektiv aus wechselnden Musikern in ein halbwegs festes Line-up gepackt. Sicherlich mag das nur eine Momentaufnahme sein, doch das neue Basislager des musikalischen Nomaden und das frische kreative, personelle Umfeld bekommt Proper-Sheppard, wie auch Sophia, offenkundig gut. Ursprünglich für April angekündigt und aus bekannten Gründen mehrmals verschoben, entdeckt „Holding On / Letting Go“ das ‚Wir‘ des Lebens für sich und erkennt, dass man doch nie so ganz alleine ist.

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Jamie Lenman

Jamie Lenman – King Of Clubs

Hat da jemand ‚Trilogie‘ gesagt? Eine solche beschließt Jamie Lenman aktuell, obwohl entsprechende Pläne erst jetzt bekannt werden. Das Überalbum „Devolver“ und die experimentelle Cover-Platte „Shuffle“ erschienen nämlich ohne einen solchen Überbau. Nun liefert Lenman also das, wie er es nennt, Abschiedskapitel einer besonders kreativen und unterhaltsamen Zusammenarbeit mit Space, der unter anderem bereits für Idles und Black Futures produzierte. Das wütende und politische „King Of Clubs“ präsentiert sich bewusst als Minialbum, da der Musiker kein komplettes Album in diesem verstärkt an sein altes Betätigungsfeld Reuben erinnernden Stil hätte durchdrücken können.

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Delta Spirit

Delta Spirit – What Is There

Über die Jahre waren Delta Spirit zur Familie gewachsen. Wie sich das für Familien so gehört, braucht man gelegentlich Abstand voneinander. So gab es nach dem 2014 veröffentlichten Album „Into The Wide“ erst einmal eine Auszeit. Frontmann Matthew Logan Vasquez veröffentlichte mehrere Soloplatten, Kelly Winrich produzierte unter anderem Nathaniel Rateliff und Jonathan Jameson, Will McLaren und Brandon Young gingen mit diversen Musikern auf Tour. Bei einer gemeinsamen Jam-Session 2018 fand die Familie wieder zusammen, die Reise geht endlich weiter. „What Is There“ knüpft an frühere Werke an und zeigt sich zugleich durch die Bandpause gereift.

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Linhay

Linhay – On How To Disappear

Linhay haben ein typisches Emo-Album aufgenommen, so schallt es von den Bäumen. Die vier Kieler, seit Ende 2016 unterwegs, verstehen sich vor allem auf die Midwestern-Schiene des Sounds und liefern doch alles andere als Stangenware – siehe und höre die gemeinsame Split-EP „&“ mit der Band East aus dem vergangenen Jahr. Eine gewisse Eigenständigkeit ist ebenso wenig zu leugnen wie die offenkundigen Referenzen, und so findet der Full-Length-Einstand „On How To Disappear“ frische Ansätze in einem vertrauten Umfeld.

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Aua

Aua – I Don’t Want It Darker

Fabian Bremer und Henrik Eichmann machen seit beinahe zwei Jahrzehnten gemeinsam Musik, unter anderem als eine Hälfte der Instrumental-Band Radare bekannt. Es geht aber auch anders, wie sie mit Aua beweisen. Krautige Sounds, mit Lo-Fi, Alternative und Electro kollidierend, gehen auf forschende Klangreise zwischen betonter Lässigkeit und understatetem Antrieb. Über einige Wochenenden in einer mit Equipment vollgepackten Hütte aufgenommen, bewegt sich „I Don’t Want It Darker“ durch nicht enden wollende Weiten.

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Oceanator

Oceanator – Things I Never Said

Kann Liebe immer über die dunkelsten Momente des Lebens siegen? Das ist eine der Fragen, mit der sich Elise Okusami auf ihrem Debütalbum als Oceanator auseinandersetzt. Die New Yorker Singer/Songwriterin bemüht sich um Offenheit und setzt sich direkt mit ihren Ängsten, mit Zweifeln, mit Sorgen auseinander. „Things I Never Said“ befasst sich mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens und nimmt physische sowie emotionale Einsamkeit als Eckpfeiler für Abhandlungen über das Hier und Jetzt.

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Narrow Head

Narrow Head – 12th House Rock

Erleben die 90er Jahre aktuell ein weiteres Revival oder sind sie bloß unzerstörbar? Diese und ähnliche Fragen stellt man sich unweigerlich, wenn Narrow Head das Parkett betreten. Das Quintett aus Texas stoppelt seinen Sound aus Versatzstücken von Alternative Rock, (Post-)Grunge und Shoegaze zusammen, rifflastig und schonungslos ehrlich. Ihr zweites Album „12th House Rock“ produzierten die US-Amerikaner ein weiteres Mal selbst und ohne Hilfsmittel.

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KID DAD

KID DAD – In A Box

Das ewige Gedankenexperiment um Schrödingers Katze – lebt sie noch oder rastet sie bloß ihre Augen? – beschäftigt nach wie vor und dient als vielfältiger Quell der Inspiration. KID DAD vertonen das Paradoxon auf Albumlänge, für ein Debüt gleichermaßen mutig wie faszinierend. Das Paderborner Quartett, ursprünglich als Grunge-Band gestartet, ist mittlerweile in den verschiedensten Alternative- und Rock-Gefilden verhaftet und lässt eine Pluralität packender wie abwechslungsreicher Einflüsse von Punk über Prog bis Post-Hardcore zu. „In A Box“ versucht aus der Katzenschachtel auszubrechen.

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