Schlagwort: Alternative Rock

Citizen

Citizen – Life In Your Glass World

Eigentlich bereuen Citizen nichts, auch wenn sie sich nach eigenen Angaben in manchen Momenten machtlos fühlten. Das Trio aus Toledo, Ohio wollte komplett auf eigenen Beinen stehen und den gesamten Kreativprozess vom Songwriting bis zu den Aufnahmen autark gestalten. Also baute man sich ein eigenes Studio und verlegte den gesamten Entstehungsprozess in die Heimat. Begleitet von einer deutlich beateskeren Arbeitsweise, bei der jeder Song auf einem möglichst anderen Bass-und-Schlagzeug-Korsett basiert, klingt das vierte Album „Life In Your Glass World“ angenehm anders und doch irgendwie vertraut.

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'68

’68 – Give One Take One

Josh Scogin und Nikko Yamada hatten plötzlich ganz viel Zeit und investierten diese in frische Songs. Erst im September erschien die EP „Love Ain’t Dead“, produziert von Grammy-Preisträger Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Alice In Chains, Rush), nun legt das Duo ’68 auch schon wieder nach. Abermals gemeinsam mit dem Produzenten-Urgestein aufgenommen, holt „Give One Take One“ den Sound der Beiden wieder auf Albumlänge. Für Scogin hat diese neue Platte beinahe etwas Therapeutisches an sich und soll die bloße, unverfälschte Freude an der Musik an sich symbolisieren. Besagte Musik zeigt eine weitere dezente Häutung.

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24/7 Diva Heaven

24/7 Diva Heaven – Stress

Punk mit Herz, Witz und Verstand – es kann so einfach sein. Wobei, wird das allein dem Auftreten von 24/7 Diva Heaven tatsächlich gerecht? Die drei Berlinerinnen haben einiges zu sagen, bekennen zu so vielfältigen Themen wie Feminismus, Ungleichheit, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Umweltproblemen ganz klar Stellung, begleitet von einem kantigen 90s-Sound zwischen Alternative, Punk und Grunge. „Stress“ ist das Debütalbum des Trios, das bei aller Ernsthaftigkeit nie auf das gewisse Augenzwinkern vergisst.

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New Pagans

New Pagans – The Seed, The Vessel, The Roots And All

Lyndsey McDougall kam über Umwege zur Musik. Eigentlich wollte sie bereits in den frühen 2000ern in einer Band spielen, doch die Belfaster Szene war damals ein reiner Jungsclub. McDougall startete daher erst spät durch. Mit 32 gründete sie New Pagans und zeigt seither, dass sich Mutterschaft und Berufsmusikerin unter einen Hut bringen lassen können. Das Quintett tritt für Frauenrechte ein, für Sichtbarkeit und Inklusion in der Musikwelt, begleitet von schrammelndem Rock der Indie- und Alternative-Ausprägung. Für das Debütalbum „The Seed, The Vessel, The Roots And All“ vereinen die Nordiren die sechs Songs ihrer ersten EP mit fünf brandneuen Tracks.

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Dead Poet Society

Dead Poet Society – -!-

Gäbe es Dead Poet Society nicht, man müsste sie erfinden. Der Rock-Ansatz des US-Quartetts ist irgendwie anders. Mit einer gewissen Verachtung für den sogenannten modernen Output des letzten Jahrzehnts ausgestattet, wollte die Band alles anders machen. Dazu gehört eine eigentlich kaputte siebensaitige Gitarre, der sämtliche Bünde mit einem Lötkolben entfernt wurden, und die keine traditionellen Akkorde spielen kann. Sie ist einer der Motoren des Debütalbums „-!-„, das sich irgendwo zwischen Hard Rock, Alternative-Klängen, ein wenig Classic- und sogar Metal-Wahnsinn bewegt. Und trotz aller Widrigkeiten kommt der Sound der nach eigenen Angaben einst schlechtesten Band ihrer Hochschule prächtig zusammen.

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Mason Hill

Mason Hill – Against The Wall

Obwohl Mason Hill, einst ein kühner Wunschtraum der beiden Schüler Scott Taylor und James Bird, seit 2013 Form annehmen, dauerte es bis heute für das Debütalbum. Die Herren aus Glasgow wollen nicht ins Detail gehen und erklären, dass sie falschen Versprechungen aufgesessen seien, dass die Zerstörung großer Erwartungen beinahe zur Auflösung geführt hätte. Glücklicherweise kam es dazu nicht und die fünf Schotten haben nun endlich einen anständigen Deal, eine starke Platte und sogar ein klein wenig Hype am Start. „Against The Wall“ erinnert ein wenig an die großen US-Alternative-Rock-Bands der letzten 20 Jahre.

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Glitterer

Glitterer – Life Is Not A Lesson

Ned Russin war eigentlich immer schon Glitterer. Man merkte bloß nichts davon, als er über ein Jahrzehnt mit Title Fight drei packende Alben veröffenlichte und fleißig tourte. Nach dem Verschwinden stürmte der Solo-Schauplatz ins Rampenlicht, ging auf Tour und veröffentlichte sogar ein erstes Album. Die Ernüchterung und Verzweiflung des vergangenen Jahres hält natürlich Einzug in die neue, in Eigenregie aufgenommene Platte „Life Is Not A Lesson“, was man den unverschämt eingängigen Songs zunächst jedoch nicht anhört.

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Timelost

Timelost – Gushing Interest

Ursprünglich schickten sich Shane Handal und Grzesiek Czapla, mit ihren Hauptbands in brachialen Gefilden unterwegs, ein paar Ideen über tausende Kilometer hin und her und machten daraus Songs. Timelost entstanden aus diesem Prozess heraus, veröffentlichten im Oktober 2019 ihr grandioses Debüt „Don’t Remember Me For This“ und wuchsen plötzlich zur Band an, die sogar ein wenig tourte, zumindest bis die Pandemie ihnen ein Strich durch die Rechnung machte. Als ‚Beschäftigungstherapie‘ schrieb man einfach ein neues Album. „Gushing Interest“ ist nun über die neue Heimat Church Road Records erhältlich.

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XIXA

XIXA – Genesis

Lateinamerikanische Klänge, Gitarren mit Desert-Note und metaphysische bis psychedelische Zwischentöne begleiten den Klangkosmos von XIXA. Das Sextett aus Tucson in Arizona borgt seinen Namen von Chicha, eine peruanische Musikform, die Anden-Rhythmik und kolumbianischen Cumbia mit Rock vermengt. Was für sich bereits spannend anmutet, erhält bei der US-Band noch einen Überzug aus Indie, Psych, Desert, Goth und Western-Soundtrack – wie deutlich kompaktere, direktere Khruangbin, stark vereinfacht gesagt. „Genesis“ befasst sich zudem mit der Mystik ihrer Heimat im amerikanischen Südwesten.

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Teenage Wrist

Teenage Wrist – Earth Is A Black Hole

Nach einem guten Debüt verließ Bassist und Sänger Kamtin Mohager Teenage Wrist und machte die Band zum Duo. Marshall Gallagher und Anthony Salazar spielten sich in weiterer Folge vor allem live frei, tourten extensiv mit Thrice und entwickelten ihren Sound weiter. Colin Brittain, der an zwei Tracks mitschrieb, wurde zum Produzenten, zudem hielten ein paar elektronische Elemente Einzug in dem Mix aus Alternative, Grunge und Shoegaze. „Earth Is A Black Hole“ fällt etwas synthetischer aus und unterstreicht zugleich den Wunsch des Duos, wie eine Rock-Band klingen zu wollen.

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