Schlagwort: Alternative Rock

Lehnen

Lehnen – Negative Space

Vor einigen Jahren schrieben Die Ärzte ein Lied vom Scheitern. Lehnen machen ein ganzes Album daraus. Die drei Wiener klopfen nach gut sechs Jahren endlich wieder an und betrachten, wie sich die Angst vorm Scheitern in der heutigen Gesellschaft gestaltet, wie man im Konflikt mit sozialen Konstrukten und Erwartungen einen Platz sucht, ob und wie man das eigene Schicksal ändern kann und will. Dabei verbleibt stets etwas leerer Raum, ein „Negative Space“, der gefüllt werden will. Und genau das tun Lehnen mit ihren zehn neuen Tracks.

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Iron Lizards

Iron Lizards – Hungry For Action

Einfach mal auf die Kacke hauen und Dampf machen: So oder so ähnlich starten Iron Lizards durch. Das französische Power Trio mag es gerne laut und schnell, lose zwischen Garage Rock, 90s-Alternative-Klängen und ruppigem Punk mit Hardcore-Einschlag angesiedelt. Eine erste EP erschien 2016, später spielte man unter anderem mit Zeke und Mammoth Mammoth. Bei The Sign Records, ohnehin ausgewiesene Retro-Feinschmecker, finden die eisernen Echsen nun ein neues Zuhause und veröffentlichen ihr Debütalbum. Der Titel „Hungry For Action“ ist Programm.

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I Feel Fine

I Feel Fine – The Cold In Every Shelter

I Feel Fine richten den Blick nach innen und tragen das Er- sowie Gelebte nach außen. Das Quartett aus Brighton macht seinem mehrdeutigen Namen, der sowohl Zufriedenheit ausdrücken, aber auch zwischen Sarkasmus und Abtun des aufgewühlten Gemütszustands pendeln kann, alle Ehre. Und genau das spiegelt sich in den Lyrics von Gitarrist Nathan Tompkins widerspiegeln. Entsprechend fragil und kraftvoll zeigt sich der Sound, der Alternative Rock, Emo, Math, Post Rock und neuerdings sogar ein wenig Alternative Country mitbringt. Nach einer kurzweiligen EP ist „The Cold In Every Shelter“ das Debütalbum der vier Briten.

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The Shattered Mind Machine

The Shattered Mind Machine – Apparatschik

Ein literarisches Konzeptalbum mit musikalischer Kälte gepaart – was wie ein beklemmender Albtraum klingt, gestalteten The Shattered Mind Machine zum Achtungserfolg mit Post Punk-, Wave- und Alternative-Einschlag. Nun meldet sich das Trio aus Winterthur zurück mit, so die vollmundige Ankündigung, definierteren Songs und durchaus eingängigen Momenten, ohne jedoch die frostigen Wurzeln zu vernachlässigen. „Apparatschik“ spielt mit dem Konzept einer Gesellschaft, die stets uniformer und restriktiver wird, die immer weniger Ausbruchsmöglichkeiten bietet.

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Pil & Bue

Pil & Bue – The World Is A Rabbit Hole

Nach dem Ausstieg von Aleksander Kostopoulos gab es Pil & Bue geraume Zeit nicht als Band. Das letzte Album erschien Anfang 2016, Sänger und Gitarrist Petter Carlsen kümmerte sich vornehmlich um seine Solo-Exkurse. Dann übernahm Carlsens alter Kumpel Gøran Johansen Schlagzeug und Percussion, und schon hob das Power-Duo erneut ab. Ob man nun besser oder bloß etwas anders klänge, kann und will der Frontmann nicht sagen, doch zumindest hat man an Qualität nichts eingebüßt. „The World Is A Rabbit Hole“ klingt, als wäre die Zeit seit „Forget The Past…“ stehen geblieben.

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Gloo

Gloo – How Not To Be Happy

Das Leben ist scheiße, also sollte man darüber lachen – so oder so ähnlich gehen Gloo an ihre Musik heran. Zwischen Punk, Power-Pop und Alternative widmet sich das britische Trio einer Art von Eskapismus. Ab und an muss man einfach das Hirn auslüften und der Welt die schmunzelnde Stirn bieten. Genau das vertonten die Brüder Thomas und Mark Harfield sowie Simon Keet bereits auf ihrem ersten Album und dem einen oder anderen Kleinformat. Ihren Nachfolger „How Not Be Happy“ nahmen sie zwischen zwei Lockdowns auf und kümmerten sich über Distanz um das Finetuning. Diese spontane, dennoch durchdachte Energie hört man den zehn Tracks an.

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Mouse Rat

Mouse Rat – The Awesome Album

Im Februar 2015 flimmerte die letzte Folge der Kultcomedy „Parks and Recreation“ über US-Bildschirme. Die Serie über ein fiktives Grünflächenamt hallt mit ihrem liebenswert-schrulligen Blick auf Freundschaft und Kommunalpolitik bis heute nach, und das gilt auch für die von Andy Dwyer („Jurassic World“- und „Guardians of the Galaxy“-Darsteller Chris Pratt) intonierten Songs seiner Band Mouse Rat. Mit „The Awesome Album“ geht ein großer Fanwunsch in Erfüllung, denn erstmals gibt es die kultigen Tracks aus der Serie auf Platte.

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The Joy Formidable

The Joy Formidable – Into The Blue

Zwischen dem walisischen Norden und den Untiefen Utahs schreiben sich prächtige Songs wie von selbst. The Joy Formidable verbringen ihre Zeit mittlerweile dies- und jenseits des Atlantiks. Ritzy Bryan, Rhydian Dafydd und Matthew James Thomas mögen räumlich voneinander getrennt sein – ein Erlebnis, das nicht erst durch die Pandemie befeuert wurde – finden sich mit ihrem kraftvollen Mix aus Indie und Alternative dennoch immer wieder und scheinen sich beinah blind zu verstehen. Zumindest klingt das bereits fünfte Studioalbum „Into The Blue“ nach einer Verbindung, die Grenzen mühelos einreißt.

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Press To MECO

Press To MECO – Transmute

Das Unterfangen Press To MECO war beinahe zum Scheitern verurteilt. Luke Caley und Lewis Williams waren frustiert und begannen an sich selbst zu zweifeln, denn während andere Bands und Weggefährten plötzlich durch die Decke ging, trat man auf der Stelle. Ein paar neue Songs sollten zeigen, ob die britische Band eine Zukunft hatte. Mittendrin musste der Tieftöner neu besetzt werden, das übernahm mit Jake Crawford ein guter Freund. Dann waren noch ein paar Aufnahmehürden zu überwinden – wenige Tage vor der Reise nach Texas ins Studio schloss Corona die Grenzen – zum Abschluss gab es sogar eine Albumverschiebung. Nun ist „Transmute“ endlich da und tatsächlich mehr als nur ein Ansporn für das Trio, weiterzumachen.

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Jade Bird

Jade Bird – Different Kinds Of Light

Mit ihrem erfrischend direkten, furchtlosen Debütalbum katapultierte sich Jade Bird aus dem Stand in die versammelten Indie- und Folk-Herzen. Gut zwei Jahre später trifft der gesammelte Schatz an Erfahrungen auf den ach so schwierigen Nachfolger. Und, siehe bzw. höre da, trotz ihrer gerade einmal 23 Jahre wirkt Bird fokussiert und selbstsicher. „Different Kinds Of Light“ ist ein Album der Selbstentdeckung und der Entwirrung, das Liebe, Beziehnungen und Erinnerungen in ein neues Licht rückt und dabei sympathische Geschichten erzählt.

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