Schlagwort: Alternative Rock

Sinoptik

Sinoptik – The Calling

Sinoptik sind Fremde im eigenen Land. Die drei ukrainischen Musiker stammen aus der Region Donetsk und mussten aus Sicherheitsgründen nach Kiev ziehen. Dort werden sie, wie auch andere Mitbürger*innen aus dem konfliktreichen Gebiet, für den Ausbruch des Kriegs mit Russland beschuldigt. „The Calling“, das bereits fünfte Album der Band, thematisiert dieses paradoxe Gefühl und versucht Eskapismus durch die Musik zu schaffen. Rock-Sounds mit deutlichem 70s-Einschlag zwischen Progressive, Alternative und semi-okkulter Finsternis begleiten dieses Unterfangen.

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cleopatrick

cleopatrick – Bummer

Die Suche nach kompetenten Musikern in einer Kleinstadt bringt gewisse Schwierigkeiten mit sich. cleopatrick können ein Lied davon singen. Luke Gruntz und Ian Fraser aus Coburg, Ontario sind beste Freunde seit dem Kindergarten, ein anständiger Bassist ließ sich aber partout nicht finden. Also geht es ohne, schon ging man als cleopatrick durch die Decke. Das Duo widmet sich klassischen Hard-Rock-Klängen mit Retro-Elementen, fühlt sich aber ebenso dem HipHop zugetan. Dessen Wucht und Kniffe halten auf dem Debütalbum „Bummer“ Einzug.

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latewaves

latewaves – Hell To Pay

Nach einer langen Nacht im Jahr 2016 wachten Shawna Grabowski und Mike Pellegrino an einem Strand in New Jersey auf und beschlossen, ihren alten Pakt endlich in die Tat umzusetzen. Sie gründeten latewaves, holten ihren alten Freund Howie Cohen ins Boot und siedelten sich irgendwo zwischen Alternative Rock, Emo und etwas Punk an. Einige Tourneen und EPs später steht nun das erste Album in den Startlöchern. Unterstützt von Szeneveteranen wie Brett Romnes (u. a. Produzent für Seaway und Free Throw) sowie Vinnie Caruana (The Movielife, I Am The Avalanche) entstand „Hell To Pay“.

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Superbloom

Superbloom – Pollen

Grunge lebt, nicht etwa im Kühlregal. Superbloom halten die 90s-Flagge hoch und streuen noch ein wenig Alternative Rock drüber. Das Quartett aus Brooklyn, New York gilt in Kennerkreisen schon länger als aufgehender Stern, die bisherigen Singles und eine vergriffene EP sprechen eine deutliche, energische Sprache. Jetzt geht es also ans Albumformat mit allen Zutaten, die bereits vor zwei bis drei Jahrzehnten Erfolg einbrachten. „Pollen“ ist allerdings kein bloßer Abklatsch alter Größen, das zeigt sich im Laufe dieser zwölf Tracks immer wieder.

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Fiddlehead

Fiddlehead – Between The Richness

Sie haben es tatsächlich ein weiteres Mal getan. Eigentlich sollte es mit „Springtime & Blind“ bei einem One-Off bleiben, und selbst diese Platte entstand in einer Zeit, die Sänger Patrick Flynn als ‚lächerlich depriminierend‘ beschreibt. Die Auseinandersetzung mit dem Tod seines Vaters und der Trauer der Mutter erweckte Fiddlehead in einer bitter Ironie des Schicksals zum Leben, und die Texte wurden bei den wenigen Shows verzweifelt mitgesungen. Also gibt es doch noch ein neues Album dieser prominent besetzten Band um aktuelle und ehemalige Mitglieder so ikonischer Acts wie Have Heart, Basement und Youth Funeral: „Between The Richness“.

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Manchester Orchestra

Manchester Orchestra – The Million Masks Of God

Bei Manchester Orchestra lag etwas in der Luft, das zeigten unter anderem Andy Hulls Gastauftritte bei diversen von Bands und Musikern in den vergangenen Monaten. Tatsächlich ist die Hauptband wieder da mit dem ersten Album seit vergleichsweise langen vier Jahren. Hull und Co-Songwriter Robert McDowell verarbeiten ein einschneidendes Erlebnis, begleitet von tiefer Trauer und der Erkenntnis, das man sich mit dieser intensiv und konzentriert auseinandersetzen müsse, um wieder nach vorne blicken zu können. „The Millions Masks Of God“ zeigt das Indie-Orchester so druckvoll und feinsinnig wie schon lange nicht mehr.

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The Pighounds

The Pighounds – Hilleboom

Einst tourten Peter und Sandro mit Fitches durch die Lande, veröffentlichten zwei Alben und zwei EPs, bis sich das Quartett mehr oder minder auflöste. Das Duo blieb sich jedoch verbunden und machte nahtlos zu zwei als The Pighounds weiter. Man spielte live in Deutschland, der Schweiz und Italien, supportete The Libertines und lag, wie so viele andere Bands, ab Frühjahr 2020 auf dem Trockenen. Kurzerhand schnappte man sich das komplette Equipment und nahm das Debütalbum „Hilleboom“ in nur einer Sommerwoche auf einem alten Bauernhof an. Der spontane und doch geschickt ausgeklügelte Charakter dieser Platte ist stets greifbar.

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Lazy Queen

Lazy Queen – Get Home Or Die Trying

Die individuellen Kämpfe der Mitglieder von Lazy Queen mit psychischen Problemen und der Stigmatisierung selbiger treibt seit jeher den Sound des norwegischen Quartetts mit New-York-Bezug an. Bislang veröffentlichte man zwei EPs mit krachenden, punkig-rockigen Arschtritten und tourte mit wachsender Begeisterung durch die nordischen Staaten und darüber hinaus. Unterwegs ist aktuell niemand, und diese Zäsur dient als Leitmotiv für die neueste Mini-Scheibe „Get Home Or Die Trying“ mit sechs neuen Songs, teils bereits im vergangenen Jahr unters Volk gebracht.

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The Offspring

The Offspring – Let The Bad Times Roll

The Offspring und neue Musik, das hatte zuletzt Seltenheitswert. Das letzte reguläre Album „Days Go By“ erschien 2012, die Single „Coming For You“ liegt immerhin sechs Jahre zurück. Seither gab es diverse Touren, Album-Verschiebungen und den unrühmlichen Abgang von Gründungsmitglied Greg K. Und doch wollen es die Cali-Punk-Urgesteine noch einmal wissen. „Let The Bad Times Roll“ vereint zwölf mehr oder minder neue Tracks, über die letzten Jahre gesammelt und abermals mit Produzenten-Veteran Bob Rock aufgenommen. Kann das gut gehen?

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Major Murphy

Major Murphy – Access

Der Weg gabelt sich und führt das Leben in unterschiedliche Richtungen. Welchen Pfad soll man ergreifen? Solch existenzielle Fragen vertonen Major Murphy aus Grand Rapids, Michigan. Das zweite Album des US-Quartetts verarbeitet eine Geschichte von frischgebackenen Eltern, sicherlich von ‚Bandpaar‘ Jacob Bullard und Jacki Warren inspiriert. „Access“ befasst sich mit Unsicherheiten, mit Sehnsüchen, mit der erzwungenen Trennung von den Liebsten auf Tour und im Studio. Begleitet wird diese introspektive Schwere von einem eng verwobenen Gitarrenteppich zwischen Alternative Rock, Indie und ein wenig Art-Pop.

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