Schlagwort: Ambient

Blank & Jones present Chilltronica N°4

Wenn die weihnachtliche Hektik einsetzt, suchen Piet Blank und Jaspa Jones nach Entspannung. Urspünglich planten die beiden ein entspanntes Artistalbum unter dem Arbeitstitel „The Chilltronica Sessions“, was ihnen letztlich nicht zeitgemäß erschien. Die acht neuen Songs und Versionen bilden dafür nun das Rückgrat des vierten Teils der „Chilltronica“-Sampler-Reihe, erneut mit dem passenden Untertitel „night music for the cold & rainy season“ versehen, erneut eine atmosphärische Alternative zum Trubel des Alltags.

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Architect – Mine

Als IDM-Baumeister ist Daniel Myer seit mittlerweile 15 Jahren unter dem Pseudonym Architect tätig. Seinen Durchbruch hatte der Leipziger durch die Zusammenarbeit mit Alan Wilders Recoil, die ihm eine gemeinsame Tour sowie einen Remix für Depeche Mode einbrachte. Auf dem mittlerweile sechsten Album „Mine“ bewegt sich Architect irgendwo zwischen IDM, Ambient, Electronica und einer Prise TripHop, unterstützt von Ben Lukas Boysen, Paul Kendall, Comaduster, der ungarischen Sängerin Emese Arvai-Illes und vielen mehr.

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Goldfrapp – Tales Of Us

Goldfrapp sind stets für eine Überraschung gut. Als sich das britische Duo um Alison Goldfrapp und Will Gregory nach ihrem entspannten, geradezu Ambient-haften Debüt mit „Black Cherry“ quasi aus dem Nichts tanzbaren Disco-Klängen zugewandt hatten, war die Verwunderung groß. Nachdem im vergangenen Jahr die Werkschau „The Singles“ erschien, entdeckten die Briten offensichtlich die butterweiche Anfangszeit um „Felt Mountain“ wieder. „Tales Of Us“ widmet sich wieder dem Sound des Erstlings und betont jene Schizophrenie, für die Goldfrapp seit Jahren stehen.

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The xx – Fiction

Während den drei Jahren zwischen dem Release des prämierten Debütalbums „xx“ und seinem Nachfolger profilierte sich in einer kleinen Bandpause ausgerechnet mit Jamie Smith aka Jamie xx das ruhigste Mitglied von The xx. Die Texte von Gil Scott-Heron brachte er zurück ins Rampenlicht, für Drake produzierte er einen Song auf „Take Care“ und erarbeitete einen Remix von Adeles „Rolling In The Deep“. Seit September 2012 steht aber wieder die Band im Mittelpunkt mit dem starken zweiten Album „Coexist“. Die neue Auskopplung „Fiction“ eignet sich perfekt als Antithese zu Strandfeten jeder Art.

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Blank & Jones – Milchbar // Seaside Season 5

Piet Blank und Jaspa Jones können sich nicht über Langeweile beklagen. Ihre „so80s“-Compilations wurden mit Edelmetall ausgezeichnet, die Zusammenarbeit mit 80s-Ikone Sandra war fruchtbar und „Relax – jazzed“, eine Zusammenstellung von Jazz-Versionen ihrer bekanntesten Songs, zählt zu den meistverkauften Alben 2012 dieses Genres. Nebenbei geht ihre Kollaboration mit der Milchbar auf Norderney in die nächste Runde. Seit 2008 begleiten die Soundtracks des Duos die Besucher durch Tag und Nacht, die exklusiven, jährlichen Sunset Sessions sind legendär. Die dazugehörige Compilation geht nun bereits in die fünfte Runde und kann mit einer gewohnt feinen Mischung aus Chill Out, Lounge und Downbeat aufwarten.

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deadmau5 & Imogen Heap – Telemiscommunications

Nicht zuletzt durch seinen opulenten Helm ist der kanadische DJ deadmau5 weltweit ein Begriff. Zwar schlägt sich das außerhalb von Nordamerika und Großbritannien selten in guten Chartpositionen nieder, zeigt jedoch, dass man präsent sein kann, ohne eine repetitive Fließband-Produktion nach der anderen abzuwerfen. Einmal mehr kreativ ist der Titel seines aktuellen Albums, „> album title goes here <„, auf dem er unter anderem mit Cypress Hill und Gerard Way von My Chemical Romance kollaboriert. Für die vierte Auskopplung „Telemiscommunications“ lud sich deadmau5 Imogen Heap ins Studio ein.

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Blank & Jones: Relax – jazzed

Jazz, so die faszinierend pointierte These der Ärzte, sei anders; anders als, nun, als was? Auf eine Erklärung wartet man bis heute, den entsprechenden Beweis für diese Aussage treten nun Blank & Jones an. Die umtriebigen Trance-Urgesteine, die neben Eigenproduktionen mit ihren „so80s“-Compilations und den Arbeiten für Sandra unheimlich erfolgreich und präsent sind, erfreuen sich insbesondere mit ihrer „Relax“-Reihe großer Beliebtheit. So schaffte es die aktuelle siebte Auflage in diesem Jahr sogar auf Platz 12 in den Albumcharts. Hier schließt sich nun der Kreis: Für die Spezialausgabe „Relax – jazzed“ ließen Piet Blank und Jaspa Jones Jazz-Versionen ihrer eigenen Klassiker durch die Brüder Julian und Roman Wasserfuhr erarbeiten.

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Fritz Kalkbrenner – Get A Life

115 Wochen: Über zwei Jahre konnte sich „Sky And Sand“ der Gebrüder Paul und Fritz Kalkbrenner in den deutschen Single-Charts halten, schaffte es bis in die Top 30 und gehört zu den großen Dauerbrennern der jüngeren Vergangenheit. Die Vocals stammen von Fritz Kalkbrenner, dem Jüngeren der beiden Brüder, darüber hinaus Produzent und Livemusiker. Für den 19. Oktober kündigt er sein zweites Artist-Album „Sick Travellin’“ an, dem Vernehmen nach alles andere als eine reine Club-Platte. Was diese kryptischen Worte bedeuten könnten, zeigt das vorab veröffentlichte „Get A Life“.

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Jack Ladder – Hurtsville

Geht eine Stimme um die Welt, muss sie etwas Besonderes in sich tragen. Oder einen langen Weg nehmen, zum Beispiel aus Australien. Auf Jack Ladder trifft beides zu. Sein Bariton trägt die Tiefe eines Lebensweisen, deren Geist die eindringliche Atmosphäre von „Hurtsville“ irgendwo im nirgendwo auffängt, einen Teil des eigenen Herzens ausschüttet und so das Album unnachgiebig seinem ambienten Independent Sound überlässt. Wäre da nicht dieses Nick Cave typische Timbre – ein Zwiespalt zwischen Vorfreude und Verhängnis?

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Exitmusic – Passage

Manchmal scheint die Zeit stehen zu bleiben, während man Exitmusic lauscht. Mit Betreten ihrer Welt geschieht eine Loslösung. Im Instinkt folgt man den behutsamen Melodien, welche gleichermaßen verdammt viel Antrieb entwickeln. Die Faszination auf dem Debütalbum „Passage“ des New Yorker Duos ist dieser Kontrast zwischen schwelgerischer Tiefe und frohlockender Abstraktion, die beide so gefühlvoll dem Elektrosound mit reichlich Gitarreneinschlag seine Färbung verleihen, wie sie sich rhythmisch reiben und ihr Geschehen den Zwischentönen überlassen. Inspiration ist nicht alles – haben sich Exitmusic wohl so gedacht.

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