Schlagwort: Dance-Pop

Pet Shop Boys – Super

Wenn ein neues Album an einem 1.April erscheint, kann das den einen oder anderen Rezensenten schnell zu lustigen Wortspielen rund um das Thema Aprilscherze verleiten. Auch ein Albumtitel wie „Super“ ist geradezu prädestiniert für Kalauer wie „Super ist super“. Derlei abgegriffene Spielereien würden dem neuen Album der Pet Shop Boys jedoch nicht gerecht werden – nicht nur, weil man es hier mit einer Pop-Legende zu tun hat, die sich auf ihren nun 13 Alben immer wieder neu erfunden haben, sondern auch, weil die beiden Briten mit „Super“ trotz deutlicher Früh-90er-Referenzen eine weitere überaus kreative Facette ihres Schaffens präsentieren.

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Brolin – The Delta

Aktuell vornehmlich Insidern bekannt, hätte Brolin das Zeug zum Shooting Star. Der Brite schrieb sein Debütalbum „The Delta“ im eigenen Wohnzimmer, schafft es aber dennoch Fernweh und Reiselust gleichermaßen weitsichtig einzufangen. Zwischen feinsinniger Elektronik, butterweichem Gesang, einem Hauch Deep House und der mächtigen Produktion von Rafferti (Ninja Tune) könnte er sich ab sofort locker neben Maribou State und Konsorten einreihen.

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Kitsuné Maison 17 – World Wild Issue

Die Kitsuné-Sampler-Reihe geht bereits in ihre 17. Newcomer-Runde. Ein Blick auf die Liste jener Künstler und Bands, die zu Beginn ihrer Karriere von dieser französischen Institution gefördert wurden, zeugt von Qualität und Gespür: Bloc Party, Foals, Crystal Castles, Hurts, Digitalism und Citizens! sind nur einige von ihnen. 15 (plus zwei) neue Pop-Talente aus aller Welt wollen nun auf der sogenannten „World Wild Issue“ auf sich aufmerksam machen. Die Sterne dieser Newcomer zwischen Indie, Electro, Dance, Soul und Alternative stehen gut.

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Emilie Nicolas – Like I’m A Warrior

Vor zwei Jahren verbrachte die Norwegerin Emilie Nicolas noch ein Leben im Schatten der Anonymität ihres Kunststudiums, heute gilt sie als neue große Pop-Hoffnung ihres Landes. Angefangen hatte alles mit einer auf Englisch übersetzten Coverversion eines Dumdum Boys-Song, der postwendend zum Airplay-Hit wurde. Nun erscheint ihr Debütalbum „Like I’m A Warrior“ mit Major-Unterstützung, großem Kritikerlob und einem musikalischen Korsett, das weit über die Grenzen von Electro-Pop hinausgeht.

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Karin Park – Apocalypse Pop

Karin Park möchte eine neue Ära einläuten und veröffentlicht ihr nach eigenen Angaben vermutlich letztes Pop-Album. Die groß gewachsene Schwedin ist freilich über sämtliche Genre-Zweifel erhaben, wildert gerne in elektronischen Gefilden und zieht auch schon mal durchaus rockige Saiten auf. „Apocalypse Pop“ läutet nun den möglichen Untergang eines Genres ein und macht, ganz nebenbei, als große Electro-Pop-Platte so einiges her.

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Röyksopp – The Inevitable End

Nach Weird Al Yankovic verabschieden sich nun auch Röyksopp vom Album-Format, was aber keineswegs heißt, dass Svein Berge und Torbjørn Brundtland künftig nicht mehr gemeinsam musizieren würden. Stattdessen wird das Duo künftig das EP-, Single- oder Visual-Format wählen. Diese Ansage kommt in einer der kreativsten Phasen des Duos durchaus überraschend, und so steht ein halbes Jahr nach „Do It Again“, dem gemeinsamen Album mit Robyn, nun „The Inevitable End“ in den Läden, das sich stellenweise tatsächlich wie ein Requiem anfühlt.

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Fenech-Soler – Rituals

Wenn mit elfmonatiger Verspätung „Rituals“, das zweite Album von Fenech-Soler, endlich auch in Deutschland auf CD erscheint, muss man dann von einem alten Hut sprechen? Ganz unrealistisch ist dieser Gedanke auf dem Papier nicht, und doch würde man der Musik der vier Briten, die einst, aus dem Schatten von Groove Armada tretend, ihr eponymes Debüt und Hits wie „Stop And Stare“ oder „Lies“ auf das feierwütige Publikum losließen, nicht gerecht werden. Im Gegenteil: die weitestgehend elektronisch befeuerte Genre-Bender-Mucke wirkt nach wie vor frisch.

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Röyksopp & Robyn – Do It Again

Röyksopp und Robyn sind einander nicht fremd. Das norwegische Produzentenduo und die schwedische Electro-Pop-Veteranin unterstützten sich bereits 2009 gegenseitig auf „The Girl And The Robot“ und ein Jahr später auf „None Of Dem“. Nun erscheint ein Mini-Album, das gemeinsam erarbeitet wurde – nicht etwa Künstler A feat. Künstler B, sondern eine Art Band-Platte, der eine gemeinsame Tour folgen wird. „Do It Again“ erinnert in zahlreichen Momenten an das jeweilige Wirken der beteiligten Musiker und überrascht doch immer wieder.

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Kylie Minogue – Into The Blue

Nachdem 2012 eine Retrospektive der bis dahin 25 Jahre dauernden Musikkarriere von Kylie Minogue erschien, standen die Zeichen 2013 auf Neuanfang. Die kleine Australierin tauschte ihr langjähriges Management aus und dockte bei Jay Zs Label Roc Nation an. Mit „Skirt“ folgte postwendend die erste Single der neuen Ära, die nicht zuletzt durch ihren Dubstep-Einschlag mit ihrer vorherigen Musik brach. „Into The Blue“, die Lead-Single zu ihrem neuen Album „Kiss Me Once“, dürfte jedoch all jene Fans beruhigen, die angesichts des neuen Managements eine Urbanisierung von Kylies Gute-Laune-Dance-Pop gerechnet haben.

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Sophie Ellis-Bextor – Wanderlust

Nein, glorreich waren die letzten Jahre für Sophie Ellis-Bextor nicht. Nach ihrem fulminanten Durchbruch mit Songs wie „Groovejet (If This Ain’t Love)“ oder „Murder On The Dancefloor“ vor über einem Jahrzehnt, ebbte der Erfolg ab. Obwohl die nunmehr 34-jährige Britin zuletzt mit Musikgrößen wie Calvin Harris, Armin van Buuren oder Bob Sinclar zusammenarbeitete, nahm die Öffentlichkeit in ihrer Heimat davon kaum Notiz. In Osteuropa und Russland hingegen fand die Sängerin eine Anhängerschaft, die die Produktion ihres nunmehr fünften Albums „Wanderlust“ maßgeblich beeinflusste. Der Disco-Sound ist verschwunden und hat folkloristischen Klängen, denen sie auf den Reisen durch Osteuropa begegnete, Platz gemacht.

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