Schlagwort: Electronica

Submotion Orchestra – Colour Theory

Eilig haben sie es gehabt: Nur 15 Monate nach dem starken „Alium“ legen Submotion Orchestra nach. Das elektronische Westentaschen-Orchester mit Hang zu (Acid) Jazz, musste sich dieses Mal etwas anders orientieren, da sich Sängerin Ruby Wood etwas zurückzog – sie war erst kürzlich Mutter geworden. Mit einer Mischung aus instrumentalen Tracks und verschiedenen Gaststimmen knüpft „Colour Theory“ locker an seinen Vorgänger an.

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David Bowie – ★ (Blackstar)

Altersmilde? Nicht mit David Bowie! Das Chamäleon der Populärmusik ist immer wieder für Überraschungen gut. Auf den Tag genau vor drei Jahren meldete er sich mit neuem Material zurück und zeigte sich auf „The New Day“ von seiner konventionellen Seite. Zu seinem 69. Geburtstag beschenkt sich die britische Legende nun selbst. Hinter dem als ★ stilisierten „Blackstar“, Bowies 25. Studioalbum, steckt eine wilde Mischung aus experimentellem Jazz und verquerer Elektronik, die an seine vielleicht schrägsten Alben in den 90er Jahren erinnert.

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Kneebody + Daedelus – Kneedelus

Die Theorie der technischen Singularität geht davon aus, dass der Mensch mehr und mehr mit Computer-Technologie verschmelzen wird. Ähnliche Bestrebungen lassen sich bereits in der Jazz-Welt beobachten, wo Electro-Künstler mit Jazz-Formationen kollaborieren, oftmals aber nur ein paar schüchterne Synthis liefern. Das Jazz-Quartett Kneebody und das elektronische Duo Daedelus gehen nun aber neue Wege. „Kneedelus“ beruht von vorne bis hinten auf vollständiger Gemeinschaftsarbeit in Arrangierung und Ausführung.

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Jono McCleery – Pagodes

Vier Jahre sind mittlerweile seit Jono McCleerys letztem Album „There Is“ vergangen. Untätigkeit kann man dem Briten aber keinesfalls vorwerfen, schließlich lieh er in den Zwischenzeit mehreren Projekten, darunter Portico und Menace Beach, seine Stimme. Auf „Pagodes“, das in Zusammenarbeit mit dem weit über die Landesgrenzen bekannten Londoner Plattenladen IF Music erscheint, erweitert er sein elektronisches, beseeltes Singer/Songwriter-Spektrum nun um eine gesunde Portion Jazz und Miles Davis.

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Leftfield – Alternative Light Source

Die alte britische Techno-Garde lässt sich nicht unterkriegen: Orbital taten sich für ein letztes großes Hurra zusammen, The Prodigy rocken aktuell wieder Charts und Clubs, The Chemical Brothers veröffentlichen im Sommer ein neues Album und Underworld waren sowieso nie weg. Nun geben auch die Pioniere Leftfield ihr Studio-Comeback. Zwar ist Neil Barnes mittlerweile alleine unterwegs, für „Alternative Light Source“, das erste Album seit „Rhythm And Stealth“ 1999, hat es dennoch gereicht.

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Maribou State – Portraits

Der Sommer klopft bestimmt an die Tür und verlangt nach entspannter Tanzmusik – keineswegs ein Paradoxon, wie unter anderem Ben Westbeech unter Beweis stellt, unabhängig von seinem aktuellen Pseudonym. Ähnlich smart präsentiert sich das Londoner Duo Maribou State. Chris Davids und Liam Ivory konnten sich zu Schulzeiten nicht riechen, fanden schließlich an der Uni durch die Musik zueinander und legen nach ein paar EPs nun ihr herausragendes Debütalbum „Portraits“ vor.

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Lapalux – Lustmore

Einem höchst interessanten Thema widmet sich der britische Knöpfchendreher Lapalux auf seinem zweiten Album. „Lustmore“ basiert lose auuf dem Konzept der Hypnagogie, jener Zwischenbewusstseinsebene zwischen Schlaf und Wachzustand, auf der Pseudohalluzinationen erlebt werden können. ‚Pseudo‘ ist an dieser Platte jedoch nichts: Lapalux ist bei Brainfeeder gut untergekommen mit seiner Mischung aus Electronica und IDM, die gelegentlich bei HipHop, RnB und TripHop herumgräbt.

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Portico – Living Fields

Zuerst Nick Mulvey, dann Keir Vine – mit fixen Sängern hatte das Portico Quartet in der Vergangenheit kein Glück. Entsprechend bleiben die drei Instrumentalisten nun unter sich und streichen das Quartet aus ihrem Bandnamen. Auch musikalisch wird die bereits angedeutete Weiterentwicklung abgeschlossen: Future-Jazz ist ein Ding der Vergangenheit, Electro ist mittlerweile das Maß aller Dinge. Als Portico veröffentlichen die Briten nun „Living Fields“, das sie als ihr Debütalbum sehen, und werden von drei prominenten Gastsängern unterstützt.

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Röyksopp – The Inevitable End

Nach Weird Al Yankovic verabschieden sich nun auch Röyksopp vom Album-Format, was aber keineswegs heißt, dass Svein Berge und Torbjørn Brundtland künftig nicht mehr gemeinsam musizieren würden. Stattdessen wird das Duo künftig das EP-, Single- oder Visual-Format wählen. Diese Ansage kommt in einer der kreativsten Phasen des Duos durchaus überraschend, und so steht ein halbes Jahr nach „Do It Again“, dem gemeinsamen Album mit Robyn, nun „The Inevitable End“ in den Läden, das sich stellenweise tatsächlich wie ein Requiem anfühlt.

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Submotion Orchestra – Alium

Sieben Leute aus Leeds für ein Orchester – eine Band wie Submotion Orchestra kann nur aus Großbritannien kommen, wo elektronische Musik jeglichen Couleurs beheimatet ist. Erst 2009 gegründet, ist „Alium“ bereits ihr drittes Studioalbum. Musikalisch platziert man sich irgendwo zwischen basslastigem Electrosound, (Acid) Jazz, Soul, Big Beat und unverschämt eingängigem Pop – eine krude wie eingängige Mischung, die unter anderem bereits Gilles Peterson begeisterte. Auf rein musikalischer Ebene riecht es nun nach (wohlverdientem) Durchbruch.

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