Schlagwort: Electronica

UNKLE

UNKLE – The Road: Part II / Lost Highway

Nach mehreren vergleichsweise ruhigen Jahren meldete sich James Lavelle im Sommer 2017 wieder mit neuem Studio-Output zurück. Nicht nur das, „The Road, Pt. 1“ lieferte zugleich den Auftakt zu einer Trilogie. Laut UNKLE-Mastermind beschreibt diese eine Reise vom Aufbruch (besagtes erstes Album) über die Reise an sich bis zum Nachhausekommen. Nun geht es also um den Weg in Richtung Ziel: „The Road: Part II / Lost Highway“ ist ohne Frage die vielschichtigste UNKLE-Platte bis dato und zugleich so elektronisch und eklektisch wie schon lange nicht mehr.

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Elektro Guzzi – Polybrass

Wenn sich Elektro Guzzi mit technoiden Klängen auseinandersetzen, dann klingt das immer ein wenig anders. Auf der Bühne kommen weder Loops noch Computer zum Einsatz, die drei Musiker bilden mit Gitarre, Bass und Drums ihre eigene Maschine. Seit der EP „Parade“ helfen nun auch drei Posaunisten bei den Wienern aus. Ihre Instrumente spielen sie allerdings keineswegs konventionell. Auf „Polybrass“ wirken sie durch konsequente Herauslösung aus ihrer ursprünglichen Rolle wie ein oszillierender Synthesizer.

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Paul White – Rejuvenate

Mit seiner gekonnten Sample- und Schnippsel-Arbeit konnte sich Paul White in den letzten zehn Jahren den Beinamen ‚DJ Shadow des 21. Jahrhunderts‘ redlich verdienen, Kollaborationen mit Jamie Woon und Charli XCX waren die Folge. Auf „Rejuvenate“ verschreibt er sich nun, wie der Album-Titel bereits andeutet, einer kleinen Verjüngungskur und bemüht sich um einen Neustart. Erstmals kommt der Brite komplett ohne Samples aus, produzierte und spielte alles selbst ein.

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Poliça And s t a r g a z e – Music For The Long Emergency

Gesucht und gefunden: Die Zusammenkunft der US-Electro-Pop-Revoluzzer Poliça und des Berliner Chamber-Avantgarde-Kollektivs s t a r g a z e basiert auf Improvisationen, Jam-Sessions und, angesichts der stattlichen Mitgliederzahl, etwas ungewöhnlichen Songwriting-Sessions. Bereits vergangenes Jahr entstanden Neuinterpretationen von Steve Reichs Album „Music For Pieces Of Wood“, nun gibt es mit „Music For The Long Emergency“ sogar komplett eigenes Material, das bereits 2016 unter den Eindrücken der US-Präsidentschaftswahl entstanden war.

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Nightmares On Wax – Shape The Future

George Evelyn ist unkaputtbar. 30 Jahre nach seinem Debüt als DJ und Breakdancer revolutioniert er als Nightmares On Wax nach wie vor die Electro-Szene. Mit seinem Mix aus Club, Dub, HipHop und Soul setzt die britische Legende einmal mehr Maßstäbe. Für „Shape The Future“, das mittlerweile achte Studioalbum, lud Evelyn allerlei Nachwuchshoffnungen zu einer gewaltigen Jam-Session ein.

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sir Was – Digging A Tunnel

Gelegentlich trifft man auf Platten – und Musiker -, die sich konsequent und beharrlich jeglicher Form von Kategorisierung entziehen. Enter Joel Wästberg. Der Schwede lernte eine Unmenge an Instrumenten, studierte Saxophon und wollte Jazz-Musiker werden. Einige unerwartete Wendungen und Kollaborationen, unter anderem mit José González, später, landete er als sir Was bei City Slang, wo sich sein Debüt „Digging A Tunnel“ nun gegen Schubladen aller Art sträubt.

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Manu Delago – Metromonk

Musik aus Stahlschalen: Der Österreicher Manu Delago entdeckte vor Jahren das noch relativ junge Musikinstrument Hang (Berndeutsch für Hand) für sich und bettet dieses in minimalistische elektronische Kompositionen ein, die ihn zum Kritikerliebling reifen ließen. Nach dem letzten Live-Zyklus zu „Silver Kobalt“ wollte Delago wieder etwas weiter vom verstärkten Synthesizer-Einsatz abrücken und sein Hang-Spiel erneut in den Mittelpunkt rücken. Dabei entstand das spannende „Metromonk“ mit prominenter internationaler Unterstützung.

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Bonobo – Migration

Skrillex, Disclosure, Four Tet – wenn es um musikalische Lieblinge geht, berufen sie alle sich auf Bonobo. Als Simon Green im britischen Brighton geboren, schlug der 40jährige bereits vorJahren seine Zelte in Los Angeles auf und verdichtet seine gefühlsbetonte Vision von elektronischer Musik seither konsequent weiter. Auf „Migration“ befasst er sich nun mit dem Gedanken von Heimat in Verbindung mit Identität in multikulturellen Zeiten.

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Elektro Guzzi – Parade

Elektro Guzzi sind so etwas wie eine elektronische Urgewalt. Für ihren technoiden Sound verwenden die drei Österreicher vornehmlich akustische und analoge Instrumente und liefern damit eine faszinierende Alternative zu gängigen Clubtönen. Nur drei Monate nach ihrem aktuellen Album „Clones“ erscheint bereits eine brandneue EP. Mit „Parade“ feiern die Wiener Einstand bei Denovali Records und lassen zudem ein neues Instrument Einzug in ihren Soundmix halten.

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The Invisible – Patience

Die bloße Existenz von „Patience“ ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Während den Aufnahmen zum Vorgänger „Rispah“ starb Dave Okumus Mutter, kurz vor Album-Veröffentlichung erlitt er einen lebensbedrohlichen Stromschlag auf der Bühne. Aber auch diverse Nebenschauplätze holten die Musiker ein, darunter Performances als Backingband (Adele, Lianne La Havas), Verpflichtungen in anderen Gruppen und Producer-Arbeiten. Nun sind sie endlich wieder da: als The Invisible.

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