Schlagwort: Folk-Rock

Wolf People – Ruins

Ist Retro eigentlich immer noch ein Schimpfwort oder nur noch Begleiter durch den Alltag? Und: Wie retro kann Retro eigentlich sein? Wolf People beziehen sich seit jeher auf die folkloristischen Wurzeln ihrer Urahnen und lassen mit ihrem an psychedelischem 60s und 70s Rock angelehnten Sound seit jeher Jethro Tull und Konsorten hochleben. Auf „Ruins“ stellen sie nun Überlegungen an, wie eine Welt ohne Menschen aussehen würde, und liefern zugleich den sympathischen musikalischen Biedermeier in bewegten Zeiten für ihre britische Heimat.

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Douglas Firs – The Long Answer Is No

Nach Trixie Whitley ist Douglas Firs der nächste belgische Musiker, der sich hörbar als Kosmopolit versteht und außerhalb seiner Comfort Zone bewegt. Hinter diesem Pseudonym steckt Gertjan Van Hellemont, der nach erfolgreichem Debütwerk auf Road-Trip entlang der US-amerikanischen Westküste und nach Kanada ging. Herausgekommen ist dabei „The Long Answer Is No“ ein herrlicher Hybrid aus Folk, Indie Rock und Americana.

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The Coral – Distance Inbetween

So plötzlich sie sich eine Auszeit nahmen, so unerwartet tauchten The Coral vor wenigen Monaten mit neuem Material auf und kündigten nach Solo-Aktivitäten ein neues Studioalbum an. Zuvor war es mehrere Jahre ruhig gewesen, sieht man vom Quasi-Outtake-Album „The Curse Of Love“ ab. Nun also neuer Stoff, noch eine Spur psychedelischer und abgehobener. Auf „Distance Inbetween“ lehnen sich die einstigen Jung-Hippies besonders weit aus dem Fenster und zelebrieren eine Platte zwischen mitreißenden Überraschungsmomenten und temporärer Tristesse.

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Turin Brakes – Lost Property

Anderthalb Jahrzehnte nach dem ersten Aufbäumen sind Turin Brakes immer noch da, und das engagierter denn je. Längst ist aus dem Duo eine waschechte Band geworden, die sich musikalisch größer und breitgefächerter als je zuvor präsentiert. Nach dem Konzeptalbum „We Were Here“ behandeln die Briten auf „Lost Property“ eine Reihe an Geschichten mit Elementen aus dem eigenen Leben. Gleichzeitig scheint der gute, alte Gevatter Pop ein kleines Revival zu feiern.

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The Wooden Sky – Let’s Be Ready

Kanada, Land der feinsinnigen Rockbands, folkigen Melodien und kreativen Indie-Pioniere: Bei aller Klasse fiel es The Wooden Sky ganz schön schwer sich aus der breiten Masse an großartigen Formationen hervorzuheben. Und doch ist „Let’s Be Ready“, ihr bereits viertes Studioalbum, so etwas wie ein Meilenstein. Nach dem Abgang eines Gründungsmitglied, dem Labelwechsel und zehn Bandjahren stellte sich Frontmann Gavin Gardiner die Frage, warum er dieses Leben gewählt hat.

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Raglans – Raglans

Als The Fray Ende vergangenen Jahres durch Deutschland tourten, hatten sie vier junge Iren dabei, die mit radiofreundlichen Indie Pop/Rock-Songs ihre Sache als Einheizer gut machten. Besagte Männer von der grünen Insel sind die 2010 gegründeten Raglans, die auch schon mit Haim und den Libertines auftraten, und nun ihr Debütalbum in hiesige Gefilde tragen. Schlicht Raglans betitelt, wird eingängiger Britrock mit einer Prise Folk und großen Pop-Melodien serviert.

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Frankie Chavez – Heart & Spine

Für deutsche Ohren unter Umständen noch ein Newcomer, hat sich Frankie Chavez in Südeuropa bereits einen Namen gemacht. Der 34jährige – gerne als „europäische Ein-Mann-Version der Black Keys“ bezeichnet – bewegt sich musikalisch im breiten Spannungsfeld zwischen Blues, Folk, Garage, Rock’n’Roll, Americana und gefühlt zig weiteren Genres. Was nach einer schier ungreifbaren und zusammenhanglosen Menge klingt, funktioniert auf der neuen Platte „Heart & Spine“ gar prächtig und höchst amüsant.

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The Migrant – Flood

Fernweh und die Liebe zur Musik machten aus dem Dänen Bjarke Bendtsen The Migrant. Nach einigen Jahren bei The Elephants brach der Mann aus dem ländlichen Jütland auf in die USA und reiste immer wieder durch Nordamerika; Erlebnisse, die seine ersten drei Alben beeinflussen sollten. Zwar wohnt Bendtsen mittlerweile – wieder – in Kopenhagen, das texanische Austin ist jedoch für ihn zu einer Art zweiten Heimat geworden und dient als steter Quell der Inspiration. Die neue Platte „Flood“ wurde dennoch in Dänemark aufgenommen, und zwar erstmals unter Live-Bedingungen mit voller Unterstützung durch Bendtsens Band.

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Navel – Songs Of Woe

Abnabeln und ankommen: Seit einem Jahrzehnt sind Navel auf der Suche nach ihrem Sound. Einzige Konstante ist Sänger und Mastermind Jari Antti, der erstmals auf ein für seine Verhältnisse stabiles Lineup bauen kann. Einzig hinter der Schießbude gab es einen Wechsel, Marco Raeff und Massimo Tondini waren bereits vergangenes Jahr auf „Loverboy“ zu hören. Der letztjährige, endgültige Bruch mit den Grunge-Anfängen wird nun auch auf dem vierten Studioalbum „Songs Of Woe“ kultiviert und mit ungewohnter Spontanität verstärkt.

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Lasse Matthiessen – Wildfires

TV Noir ist zu einer Art Institution für Indie-Chic geworden. Seit mittlerweile fünf Jahren bietet das Musik-Format etablierten Künstlern wie auch Newcomern eine Plattform im Rahmen ungemein populärer Live-Sessions, aus denen eine Reihe an Compilations hervorgegangen sind. Nun hat TV Noir sein eigenes Label und veröffentlicht zum Einstand „Wildfires“, das vierte Album des dänischen Musikers Lasse Matthiessen. Der Wahlberliner, längst TV Noir-Veteran, emanzipiert sich mutig von seinen minimalistischen Folk-Wurzeln.

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