Schlagwort: Hardcore Punk

Frank Carter & The Rattlesnakes – Blossom

„I’m so sick of singing about hate / It’s never gonna make a change“, sang Frank Carter vor zweieinhalb Jahren auf dem Debütalbum von Pure Love, sein deutlich harmonischeres Projekt nach jahrelange Tätigkeit als Gallows-Frontmann. Pure Love sind allerdings schon wieder Geschichte, also widmet sich der Brite nun einem neuen Schauplatz mit der Band The Rattlesnakes. Und, siehe da: Auf dem Debütalbum „Blossom“ kehrt Carter über weite Strecken nun wieder zum dreckigen Gallows-Sound zurück und rotzt ordentlich in die Menge.

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Strange Wilds – Subjective Concepts

Nirvanas „Bleach“ war nicht nur der Kaltstart einer ganzen musikalischen Generation, dieses Debüt legte auch einst den Grundstein für die Existenz von Sub Pop sowie für einen Sound, der noch heute rund um den Bundesstaat Washington ein röchelndes Dasein fristet. Auch das Trio Strange Wilds aus Olympia mag noisige Grunge-Gitarren, lässt diese aber mit der unorthodoxen, punkigen Energie der Hardcore-Szenerie des Nordwestens kollidieren. Natürlich musste Sub Pop zuschlagen, wo nun das Debüt „Subjective Concepts“ erscheint.

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Hathors – Brainwash

Die Mär von der zurückhaltenden Schweiz gehört schon lange der Vergangenheit an. Wenn man ehrlich ist, hätte man Hathors nicht unbedingt in Winterthur vermutet, sondern eher im Seattle der frühen 90er. Das Trio hat ganz offensichtlich „Bleach“ getrunken und mit Sonic Youth getanzt, ist aber mindestens genauso stark im Hardcore, Punk und Noise-Rock verankert. Das zweite Album „Brainwash“ spielt nun geschickt mit jenen Erwartungen, von deren Existenz man bislang nicht wusste.

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Paper Arms – Great Mistakes

Nein, „Great Mistakes“ ist nicht gerade eine Platte, die man mit Australien verbinden würde. Hinter diesem Nackenschlag zwischen melodischem Punk Rock und räudiger (Post-)Hardcore-Attitüde stecken Paper Arms, die nach der Veröffentlichung von „The Smoke Will Clear“ mit dem Weggang eines ihrer Gitarristen und dem Umzug ihres Sängers Josh Mann über den halben Kontinent umgehen mussten. Dank Internet gelangen die Aufnahmen dennoch und werden nun auf das Live-geeichte Volk losgelassen.

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The Scenes – Beige

Von finnischen Bands erwartet man sich, sofern nicht im Pop angesiedelt, eine gewisse Grundmelancholie, Nachdenklichkeit, ja sogar Fatalitätsempfinden. Das junge Sextett The Scenes hält davon herzlich wenig und befindet sich nun auch auf Kurs nach Deutschland. Erschien das Debütalbum „Images Of Animals Crying In Public“ noch ausschließlich in der Heimat, setzen die Jungs aus Oulu mit „Beige“ nun zum Breitenangriff an. Das weitgesteckte Sound-Outfit zwischen Alternative Rock, Prog, Art-Pop und sogar Hardcore Punk macht dieses Unterfangen nicht immer leicht.

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Funeral For A Friend – Chapter And Verse

Es scheppert, rattert, klappt und rollt weiterhin bei Funeral For A Friend. Längst sind die Waliser Routiners im breiten Spannungsfeld zwischen Hardcore und Punk. Der stete Mut zu überraschen und Veränderungen – im Kleinen wie im Großen – herbeizuführen, ist längst Markenzeichen des Quintetts. Nach „Conduit“ beschränkt sich „Chapter And Verse“ nun auf das Wesentliche. Epische Elemente werden zurückgereiht, dafür brettern die Veteranen auf ihrem siebten Studioalbum so direkt und launig wie schon lange nicht mehr voran.

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Mongol Horde – Mongol Horde

Frank Turner ist vor allem als Folkpunk mit durchaus erfolgreicher Solokarriere bekannt. Bevor der Brite zur Akustik-Gitarre griff, war er Sänger in der Hardcore-Punk-Band Million Dead. Gemeinsam mit seinem damaligen Mitstreiter Ben Dawson sowie Matt Nasir seiner Solo-Backing-Band The Sleeping Souls gründete er das Hardcore-Spaßprojekt Mongol Horde, mal mit, mal ohne Metal-Umlaute geschrieben. Auf dem eponymen Debütalbum geht das Trio nicht nur in die Vollen, es hat auch hörbar Spaß.

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Captain Planet – Treibeis

Erde, Feuer, Wind, Wasser und Punkrock – mit der Kinderserie aus den 90ern haben Captain Planet nur den Namen gemein, nicht aber den grünen Vokuhila. Den vier Mannen aus Hamburg sei es gedankt, denn während es fußballerisch mit der Stadt im hohen Norden langsam aber sicher wieder bergauf geht, setzt intelligenter Punkrock zwischen Hot Water Music, Dackelblut und Turbostaat die richtigen Zeichen. Mit dem Wechsel zu Zeitstrafe ging es nicht etwa in die Penalty Box, sondern direkt ins Studio, wo „Treibeis“, ihr drittes und bislang bestes Albums, eingespielt wurde.

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Marathonmann – Die Stadt gehört den Besten

Ist die ‚New Wave of Hardcore‘ tatsächlich in Deutschland angekommen? Während die Kollegen von VISIONS potentielle Protagonisten zu Wort kommen lassen und damit weitaus mehr Fragen aufwerfen, als sie zu beantworten in der Lage sind (im Grunde genommen will niemand Teil eines neuen Sounds sein), manövrieren sich Marathonmann verdientermaßen in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Quartett aus München, zuletzt unter anderem mit Casper unterwegs, gehören zu den großen Hoffnungsträgern der deutschsprachigen Post-Hardcore-Landschaft. Ein Album ist aktuell in der Mache, die Anfang Februar bereits digital erschienene EP „Die Stadt gehört den Besten“ gibt es nun endlich auch auf CD.

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Anti-Flag – The General Strike

Arabischer Frühling, #Occupy-Bewegung, politischer Stillstand und nicht enden wollende Unterdrückung von Minderheiten – Anti-Flags Rolle als generationsübergreifendes Sprachrohr scheint wichtiger denn je zu sein. Die Punk Rock-Veteranen aus Pittsburgh, Pennsylvania sind längst bei SideOneDummy an- und damit in den Underground zurückgekommen, wo sie sich am wohlsten fühlen und bestens austoben können. Ihr achtes Studioalbum trägt den Titel „The General Strike“ und legt acht Fäuste in die eitrigen Wunden der Reichen und Korrupten.

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