Schlagwort: Hardcore Punk

Drug Church – Cheer

Mit ihrem dritten Album landen die angenehm kotzigen Drug Church bei Pure Noise Records, und das passt wie Arsch auf Eimer. Der räudige Sound des Quintetts aus Albany, New York ist nach wie vor zugleich abstoßend und harmonisch, denn hier trifft Punk mit Hardcore-Schlagseite auf Grunge- und Alternative-Sounds aus den 90er Jahren. „Cheer“ gibt sich nun noch kompromissloser und doch, für Bandverhältnisse, eingängiger denn je.

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Lygo – Schwerkraft

Seit Jahren fühlen sich Lygo von einem eigenartigen Zwiespalt begleitet, der irgendwo zwischen Zuversicht und Resignation klebt. Gesellschaftliche Verhältnisse sorgen für Frust, und doch steckt das Trio aus Bonn jegliche Anflüge von Unmut viel lieber in die Musik. Nach Jahren zwischen Proberaum und JuZ entwachsen Jan Heidebrecht, Daniel Roesberg und Simon Meier ihrem Dunstkreis endgültig. Das zweite gemeinsame Album „Schwerkraft“ schlägt geschickt in die Fjørt’sche Kerbe, und ist doch so viel mehr.

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Hysterese – Hysterese

Namen, so sagt man sich gerne, seien Schall und Rauch. Verzichten Hysterese daher auf Albumtitel? Aktuell erscheint ihre bereits dritte selbstbetitelte Platte. Ob nun mangelnde Kreativität oder Fokus auf die Musik dahintersteckt, ist eigentlich relativ egal. Tatsächlich versteht sich das Punk-Quartett aus Tübingen und Mannheim auf mächtige Hymnen und derbe Nackenschläge, die sogar gelegentlich gen Hardcore schielen. Mit dem Wechsel zu This Charming Man Records will man eine Spur poppiger geworden sein. Ecken und Kanten bleiben jedenfalls erhalten.

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Farben/Schwarz – Drei

Ruhig sitzen bleiben und alles über sich ergehen lassen? Nicht mit Farben/Schwarz: Das Hamburger Quartett zieht die Daumenschrauben nach zwei intensiven EPs an und legt den Finger in die sprichwörtliche Wunde, nachdem zuvor noch ordentlich Salz reingestreut wurde. Aua? Und wie, aber so richtig. Das dritte Kleinformat hört auf den erwartbaren Titel „Drei“ und denkt den angepunkten Post-Hardcore-Sound in fünf manischen Kapiteln weiter.

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Lyvten – Bausatzkummer

„…sondern vom Mut, mit dem du lebst“ – ein Album wie ein Nackenschlag. Vor ziemlich genau zwei Jahren debütierten die Schweizer Lyvten mit diesem kleinen Punk-Kunstwerk samt dezentem Hardcore-Charme. Ihren Sinn für düsteren Tiefsinn behielt sich das Quartett, neuer Bassist hin, verfeinerter Sound her. „Bausatzkummer“ ist alles, nur nicht generisch, und verbindet Wut und Eingängigkeit mit einem Hauch von Emo-Chic.

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Frank Carter & The Rattlesnakes – Modern Ruin

Wie wütend ist Frank Carter anno 2017? Oder: Muss er überhaupt noch wütend sein? Sein einstiges Hardcore-Punk-Betätigungsfeld Gallows ließ er ebenso hinter sich wie die melodischeren Pure Love. Mit seiner neuen Band The Rattlesnakes verarbeitete er vor eineinhalb Jahren private Tragödien und Rückschläge, kehrte auf „Blossom“ sogar ein wenig zum wütenden Sound seiner Anfänge zurück. Umso verwunderlicher ist, dass das Songwriting des Nachfolgers „Modern Ruin“ direkt nach dem Release des Rattlesnakes-Debüt begann, denn dieses Mal zeigt sich Carter musikalisch noch reifer und breiter aufgestellt.

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It’s Not Not – Fool The Wise

Drei Alben lang machten It’s Not Not nicht nur ihr spanische Heimat unsicher, sondern zelebrierten eine Reihe an Konzerten quer durch Europa. Nach dem 2007 erschienenen „Bound For The Shine“ und der dazugehörigen Tour folgte erst einmal eine ellenlange Auszeit, die nun endlich vorbei ist. Mit Neuzugang Eric Fuentes und einem Deal bei Arctic Rodeo geht es für die krude Mischung aus Punk, Wave Rock, Hardcore und zig weiteren kuriosen wie eingängigen musikalischen Ideen endlich in die nächste Runde: „Fool The Wise“ ist da.

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Lyvten – …sondern vom Mut, mit dem du lebst

Zuerst kommt der großartige Name, dann geht der sprichwörtliche Punk ab: Lyvten aus der Schweiz haben sich zackigen Gitarren verschrieben, lassen sich aber wohl eher der Tradition von Muff Potter zuordnen. Auch ein Hauch von Hardcore schleicht sich ein und tritt in belebenden Konkurrenzkampf mit herzhaftem Pop-Appeal. Nach zwei durchaus spannenden Singles, auf denen das Quartett seinen Sound suchte und fand, steht nun das erste Album „…sondern vom Mut, mit dem du lebst“ in den Startlöchern.

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Freiburg – Brief & Siegel

Hanse-Punk, deine Kinder: Im schier endlosen Fahrwasser von so illustren Bands wie Captain Planet, Turbostaat und Oma Hans schlagen Freiburg auf, die, wie der Name bereits besagt, aus Gütersloh stammen, und den angepissten Zweieinhalbminüter zur Maxime erheben. Wütende Schreie, ein wenig 90s-Energie, Hardcore-Untertöne und zehn Husarenritte haben sich auch auf dem bereits dritten Studioalbum „Brief & Siegel“ eingefunden. Präsentation, Energielevel, Songs – grandios. Spielzeit – eh.

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Boysetsfire – Boysetsfire

Es war kein einmaliges, kurzes Aufbäumen, als sich Boysetsfire 2013 mit einem neuen Studioalbum zurückmeldeten. Auf „While A Nation Sleeps…“ zeigten die Post-Hardcore-Urväter, dass sie es nach wie vor können, und nahmen den Schwung auch gleich auf die Bühne mit. Von Idle Hands ist nichts zu spüren, denn da gibt es noch das eigene Label (unter anderem mit Funeral For A Friend, quasi Kindern im Geiste) und die nächste Platte. Frontmann Nathan Gray war derart begeistert vom Ergebnis, dass die Selbstbetitlung Sinn macht.

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