Schlagwort: Indie Pop

Sam Evian

Sam Evian – Time To Melt

Nachdem Sam Evian mit seiner Partnerin Hannah Cohen aus New York City weggezogen war, wurde das neue Heim in der Kleinstadt zu einer Art Gasthaus für jene Bands und Musiker*innen, die er gerade produzierte – ob Big Thief, Cass McCombs oder Widowspeak. Mit Corona war das Paar jedoch von heute auf morgen mehr oder minder von ihrer bisherigen Umwelt abgeschottet. Evian versuchte etwas Neues, schreib an die 60 rein instrumentale Demos und formte diese – gemeinsam mit Cohen sowie, digital, verschiedenen Freunden – langsam zu Songs. „Time To Melt“ gibt sich noch eine Spur psychedelischer als zuletzt.

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School Of X

School Of X – Dancing Through The Void

Endlich hatte sich Rasmus Littauer, der unter anderem MØ als Schlagzeuger auf Tour begleitet, musikalisch emanzipiert. Als School Of X veröffentlichte der Däne im vergangenen Jahr nach zwei EPs sein erstes Soloalbum „Armlock“ und sollte auf dem legendären SXSW-Festival auftreten. Kurz vor der Abreise wurde es abgesagt, wie auch das gesamte öffentliche Leben lahmgelegt. Anstatt nun verständlichen Trübsal zu blasen, steckte Littauer seine ganze Energie in die Musik und schrieb ein neues Album. „Dancing Through The Void“ denkt den kurzweiligen Indie Pop weiter, blickt in eine spannende Zukunft und lässt zugleich die Vergangenheit Revue passieren.

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Childcare

Childcare – Busy Busy People

Weird. Wonderful. Whimsical. Childcare aus England machen einen bewussten großen Bogen um gängige Indie- und Pop-Ansätze, und bemühen stattdessen Surrealismus als kurzweiligen Begleiter sympathischer, psychedelisch angehauchter Songs. Das klappte auf zwei EPs und einem Album bislang prima, nun will und versucht man mehr. Wo sich der Einstand noch mit persönlicher Weiterentwicklung und Akzeptanz beschäftigte, kümmert sich „Busy Busy People“ um all die Dinge, die den Alltag begleiten – egal wie banal, egal wie schräg, egal wie skurril.

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Grand Hotel Schilling

Grand Hotel Schilling – Mir wär lieber wir bleiben hier

Grand Hotels haben in der Indie-Welt leichtes Spiel. Nach Van Cleef kommt nun Schilling an die Reihe. Grand Hotel Schilling, um genau zu sein, kommen aus Graz und bemühen Post-Indie-Ästhetik – Indie-Mucke, die weit mehr als das ist, und zwar auf allen kreativen Ebenen. Verwirrte Grautöne treffen bei den Österreichern auf kunterbunte, überdrehte Reizüberflutung, gerne überaus eingängig und stellenweise unerwartet eigentümlich inszeniert. „Mir wär lieber wir bleiben hier“ lässt sich vom Titel nicht beeindrucken und wagt sich in die weite Welt hinaus, um dennoch stets zu verweilen.

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Villagers

Villagers – Fever Dreams

Conor O’Brien wollte eine Platte schreiben, die zum Lächeln bringt und zugleich Platz für etwas Reflektion lässt. Der Weg zum fünften Villagers-Album war alles andere als einfach. Eigentlich war der Großteil der Musik bereits Anfang 2020 aufgenommen, dann musste O’Brien Lockdown-bedingt selbst in einem kleinen, engen Studio weitermachen. Das Chaos dieser Zeit ließ die neuen Songs zu einer Wundsalbe für die Seele reifen. „Fever Dreams“ klingt in etwa so, wie es der Titel andeutet: bunt, schillernd, etwas überdreht und sehr unwirklich, aber doch irgendwie warm und behaglich.

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Orla Gartland

Orla Gartland – Woman On The Internet

Schon früh fühlte sich Orla Gartland zur Musik hingezogen. Mit 14 Jahren veröffentlichte sie erste Eigenkompositionen auf YouTube, weil sie für Open-Mic-Auftritte noch zu jung war. Später zog die gebürtige Irin nach London, wurde schnell Teil einer Community von Musiker*innen um dodie, zu deren Tour-Band sie schon bald gehörte. Zwischendurch schrieb Gartland weiterhin eigene Songs und veröffentlichte diverse EPs, die bis heute über 55 Millionen Streams anhäufen konnten. Für das Debütalbum „Woman On The Internet“ setzte sich die 26jährige intensiv mit sämtlichen Aspekten des Songwriting- und Aufnahmeprozesses auseinander. Diese Hingabe lohnt sich.

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ME REX

ME REX – Megabear

Bei manchen Platten wünscht man sich, sie würden nie zu Ende gehen. ME REX haben das verstanden und ein endloses Album aufgenommen. 2015 als Solo-Wohnzimmerprojekt von Myles McCabe gegründet, entwuchs die mittlerweile vierköpfige Indie-Band schnell den vier Wänden ihres Songwriters und brillierte unter anderem mit der Doppel-EP „Triceratops / Stegosaurus“ im vergangenen Jahr. Ihr Debütalbum heißt „Megabear“ und legt das gute, alte „Choose your own adventure“-Büchlein auf den musikalischen Shuffle-Modus um.

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Mieke Miami

Mieke Miami – Montecarlo Magic

Als Sabine Mieke Wenzl in der elterlichen Plattensammlung auf „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ stieß, war es um sie geschehen. Sie studierte später Saxophon, Klavier und Querflöte in Berlin, wohnt inzwischen in Luckenwalde, arbeitet aber nach wie vor in der Hauptstadt als Lehrerin und Komponistin. Und eben als Musikerin, denn unter dem Pseudoynm Mieke Miami schreibt sie herrlich eigenwillige, kunstvolle Songs mit poppigem und elektronischem Einschlag. Das Faible für die Beatles ist ihr geblieben, doch „Montecarlo Magic“, so der Titel von Miamis zweitem Album, hat damit wenig zu tun.

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Trunky Juno

Trunky Juno – Good Dog

Aktuell scheint der Trend junger Sänger zu Lo-Fi- und Soft-Pop-Klängen zu gehen. Neben Los Retros, boy pablo und Dayglow bewegt sich nun Trunky Juno in diesem Feld. Zu den Einflüssen des Sängers und Songwriters aus dem Nordosten Englands zählen unter anderem die Flaming Lips und Father John Misty, der Sound ist euphorisch und verschmitzt. Dahinter verbirgt sich gutes Storytelling, gepaart mit gefühlsbetonten Texten, die nicht selten nostalgische Bereiche ansprechen. Genau das schafft Junos neueste EP „Good Dog“ hervorragend.

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Dayglow

Dayglow – Harmony House

Sein erstes Album schrieb Sloan Struble noch im Studentenwohnheim, mittlerweile ist der Mastermind von Dayglow 21 Jahre alt, hat die akademische Karriere hinter sich gelassen und begleitet seine nächsten Schritte im noch jungen Leben mit dem passenden Soundtrack. Auf dem zweiten Album „Harmony House“ geht es ums Erwachsenwerden und um Veränderungen. Als Vollzeit-Musiker setzt sich Struble aktuell ausgiebig mit solchen auseinander und erkennt, dass dahinter ein gewisser Reiz steckt. Um diese Erkenntnis sowie um Beobachtungen seiner sich erneuernden Umgebung drehen sich auch die elf neuen Tracks.

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