Schlagwort: Indie Pop/Rock

Real Estate – In Mind

Werden Real Estate erwachsen? Interviews und PR-Texte lassen entsprechende Entwicklungsschritte vermuten. Der leicht verträumte, sehnsüchtige Indie-Sound des Quintetts aus Ridgewood, New Jersey klang immer schon wie von einer anderen Welt, irgendwo in Suburbia zwischen Kindheit und Auszug aus dem Elternhaus gestrandet. Während die Musiker nach und nach heiraten und Eltern werden, deuten sich, parallel dazu, thematische Änderungen an. Eines bleibt jedoch gleich: Auch „In Mind“ verspricht hohe Qualität zwischen Kuschelkurs und schwerer Melancholie.

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The Shins – Heartworms

Neben Soundtrack-Arbeiten, Schauspielerei und den Broken Bells fand der äußerst umtriebige James Mercer endlich wieder Zeit für The Shins. Vom Lineup des bis dato letzten Band-Albums „Port Of Morrow“ (2012) ist einzig er übrig geblieben. Musikalisch fühlt sich der Mittvierziger nun wieder stärker mit den Anfangstagen der Indie-Institution verbunden und trat bei der Gelegenheit auch erstmals als Produzent in Erscheinung. Mit einem Ego-Trip hat „Heartworms“ aber herzlich wenig zu tun.

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Grandaddy – Last Place

Anfang 2006 hatte Jason Lytle, erschöpft vom Touralltag, Grandaddy aufgelöst. Fortan probierte sich der Einzelgänger an Solo-Material, unterbrochen von einer kleinen Reunion-Tour im Jahr 2012. Damals entstanden erste Ideen für ein neues, gemeinsames Album der Band. Nun sind die Indie-Ikonen tatsächlich wieder da, um ihren gleichermaßen verschrobenen wie unverschämt eingängigen Sound unter die erwartungsvollen Fans zu bringen. „Last Place“ klingt, als wäre die Zeit in den letzten elf Jahren stehen geblieben.

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Declan McKenna – Isombard

Gerade erst 18 Jahre alt geworden, blickt der Brite Declan McKenna wohl dem spannendsten Jahr seiner noch jungen Karriere entgegen. Bereits seit geraumer Zeit schreibt der Teenager hochgradig intelligente und sozialkritische Songs, darunter „Brazil“, eine kritische Auseinandersetzung mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 zwischen Unruhen und sozialer Ungerechtigkeit. Nun steht er auf der BBC-Longlist für die illustre „Sound of 2017“-Auswahl. Grund genug, auf seine aktuelle Single „Isombard“ zu blicken.

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Highs – Dazzle Camouflage

„Täuschen statt tarnen“ – Camouflage ist nicht gleich Camouflage. So oder so ähnlich haben sich das auch Highs aus Kanada gedacht, die 2013 ihre erste EP veröffentlichten und seither ihre Vision von Indie-Sound verfolgen. Filigrane, beinahe tropische Pop-Klänge und ein Hauch von Scams-artigen Math-Gehversuchen verbindet Tanzbarkeit mit viel Gefühl. In der kanadischen Heimat bereits im April erschienen, schafft es „Dazzle Camouflage“ nun endlich auch nach Deutschland.

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Mondo Fumatore – The Yeah, The Yeah And The Yeah

Noch nie von Mondo Fumatore gehört? Das ist einerseits jammerschade, andererseits aber zumindest ein klein wenig nachvollziehbar. Schließlich ist das letzte Album der heimischen Rock’n’Roll-Grenzgänger bereits acht Jahre alt. Zwischenzeitlich, so heißt es, war man anderweitig beschäftigt, doch zum 20jährigen Bandjubiläum gibt es endlich wieder Nachschub. Auf „The Yeah, The Yeah And The Yeah“ konzentriert sich das ewige Duo Gwendolin und Mondomarc (aktuell durch Drummer Endai Hüdl unterstützt) nun wieder auf die Musik.

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Fai Baba – Sad And Horny

Fai Baba ist ein Mysterium. Der Künstler hat viele Namen, unter denen er sich und Schaffen präsentiert. Pläne hat der Schweizer sowieso immer, so auch für seinen neuesten Streich. Eigentlich wollte er gemeinsam mit einem Filmemacher den Soundtrack für einen Streifen zwischen Road Movie und Film Noir schreiben. Die Idee scheiterte zwar, die Inspiration blieb jedoch. Unterstützt von Zürichs stets beschäftigtem Drummer Domi Chansorn, steht nun „Sad And Horny“ in den Läden.

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Anders Enda Barnet – I Was Quiet

Anders Göransson tourt regelmäßig um die Welt. Der schwedische Singer/Songwriter durfte unter anderem bereits Kristoffer And The Harbour und Daniel Johnston begleiten. Grund genug, die gesammelten Erfahrungen in ein Soloprojekt zu stecken. Als Anders Erna Barnet verarbeitet er Themen aus dem Alltag und vermengt diese mit melodischen Indie-Songs, welche den Bogen von den 80ern bis heute spannen. Bei „I Was Quiet“ ist das Präteritum Programm.

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Broken Hands – Turbulence

In Großbritannien ist man scheinbar laufend auf der Suche nach der nächsten großen Rockband. Aktuell soll dies Broken Hand sein, ein junges Quintett, das durch Kleinformate und Live-Auftritte auf sich aufmerksam konnte. Mit einem breitbeinigen Sound, der auch schon mal mit Pop, Elektronik und Post-Grunge-Gitarren kokettiert, flehend-suchendem Gesang und geschickt gestrickten Ohrwürmern wollen die Jungspunde auch den Rest der Welt erobern. „Turbulence“ ist ihr erster Anlauf.

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The Courteeners – Mapping The Rendezvous

In ihrer britischen Heimat stürmen The Courteeners mit ihren Alben regelmäßig die Top 10, erreichten 2014 mit „Concrete Love“ sogar erstmals Platz 3 und liefern einen schmissigen Indie-Hit nach dem anderen. Hierzulande bleiben die erst kürzlich wieder zum Quartett angewachsenen Herren aus Greater Manchester weiterhin ein Geheimtipp. Ob sich das mit einem Labelwechsel und dem nunmehr fünften Studioalbum ändern wird? An Eingängigkeit mangelt es „Mapping The Rendezvous“ jedenfalls nicht.

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