Schlagwort: Indie Rock

Jade Bird

Jade Bird – Jade Bird

Beinahe im Monatstakt schießen aktuell junge, unheimlich talentierte Musikerinnen aus dem Boden und verlangen nach verdienter Aufmerksamkeit. Eigentlich waren sie immer schon da, wenn man genau sein will, bloß hat es ein wenig gedauert mit der verdienten Bühne. Dass Jade Bird – ihr echter Name – erst 21 ist, hört man der jungen Südlondonerin kaum an. Zu schmissigen Indie- und Folk-Klängen arbeitet sie sich an Traurigkeit und Melancholie ab. „Jade Bird“ ist ein starkes Debüt geworden.

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Sad Planets

Sad Planets – Akron, Ohio

Eine Stadt, eine Freundschaft: Die Wurzeln von Patrick Carney (The Black Keys) und John Petkovic (Cobra Verde, Sweet Apple) liegen in der einstigen Reifenmetropole Akron im US-Bundesstaat Ohio. Hier traf man sich erstmals 1999 in einem Museum, hier fand man wieder zusammen, hier liegt das Zentrum sämtlicher Inspiration. Ganz spontan wurden zehn gemeinsame Songs aufgenommen und mit Sad Planets die dazugehörige Band gegründet. Das Album konnte natürlich nur einen Titel tragen: „Akron, Ohio“.

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Auletta – Auletta

Die deutsche Indie-Szene schien Auletta zu Füßen zu liegen. Nach einem ersten Minihit („Meine Stadt“), der auf dem Soundtrack eines bekannten Fußball-Videospiels enthalten war, sowie der Teilnahme am Bundesvision Song Contest ging das zweite Album 2011 in die Top 40. Ein Jahr später verschwanden die Mainzer nach einen Auftritten von der Bildfläche, Leichtigkeit und Spaß an der Musik waren verloren gegangen. Erst 2017 begannen die Arbeiten an neuem Material, Crowdfunding öffnete Vertriebswege: „Auletta“ ist nun endlich da und zeigt mehr Ecken und Kanten, ohne dabei auf feinsinniges Fingerspitzengefühl zu verzichten.

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Ulf

Ulf – Es ist gut

„Vier gute Lieder“ – irgendwo zwischen Selbstbewusstsein und Selbstironie legten Ulf mit dieser 4-Song-Demo den Grundstein für eines der interessanten Debütalben des noch jungen Jahres. 2014 in Hamburg gegründet, setzt das Quintett auf Punk mit Indie- und sogar 90s-Emo-Einschlag. Querverweise auf Captain Planet und Turbostaat kommen von ganz alleine, wenn „Es ist gut“ auf dem Plattenteller landet. Und ja, ‚gut‘ sind diese elf Tracks allemal.

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Martha

Martha – Love Keeps Kicking

Martha kommen aus Pity Me, sind aber alles andere als bemitleidenswert – das obligatorische Wortspiel wäre hiermit abgedeckt. Tatsächlich konnte sich das britische Quartett mit gleich mehreren Stimmen ohne Frontanker in den letzten fünf Jahren beständig ein kleines aber feines Publikum erspielen, das die Mischung aus Punk, Indie und Garage Rock hörbar zu schätzen weiß. Auf „Love Keeps Kicking“ befassen sich Martha nun mit dem Ende einer Beziehung und stellen diese episodenweise in den Kontext der gegenwärtigen weltpolitischen und gesellschaftlichen Abwärtsspirale.

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Skinny Lister

Skinny Lister – The Story Is…

Vom sympathischen Folk-Act hin zu höheren Weihen: Nach Support-Touren für Frank Turner, Dropkick Murphys und Flogging Molly wollten sich Skinny Lister verändern und öffnen sich musikalisch ein wenig. Die folkige Tradition ihrer ersten drei Alben bleibt erhalten, erhält nun jedoch deutlich mehr Indie- und Pop-Appeal. Ob das gut gehen kann? „The Story Is…“ gibt sich breitenwirksamer und setzt doch nach wie vor auf sympathische Alltagsgeschichten.

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Hi! Spencer

Hi! Spencer – Nicht raus, aber weiter

Bloß nichts überstürzen, dachten sich wohl Hi! Spencer, und schraubten gleich mehrere Jahre an ihrem zweiten Album. Die sympathischen Indie-Punks befassen sich mit Ängsten, inneren Konflikten, Resignation und Aufbruch, und kleiden diese Zerrissenheit in kraftvolle, mitunter peitschende und schon mal angenehm schroffe Arrangements. In „Nicht raus, aber weiter“ steckt hörbares Herzblut, Liebe zum Detail und Mut zur Introspektive.

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William The Conqueror

William The Conqueror – Bleeding On The Soundtrack

Die eigene musikalische Laufbahn auf Albumlänge gleich mit einer Trilogie zu beginnen, zeugt von einer semi-gesunden Mischung aus Mut und Wahnsinn. William The Conqueror aus Cornwall ließen sich von Hermann Hesses Essay-Trilogie über Unschuld, Desillusionierung und Glauben inspirieren, und gehen nach „Proud Disturber Of The Peace“ nun den zweiten Teil an. Weiterhin im überaus ansprechenden Spannungsfeld zwischen Indie Rock, Blues und Americana unterwegs, weiß „Bleeding On The Soundtrack“ zu bewegen.

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Mozes And The Firstborn – Dadcore

Warum eine Platte aufnehmen, wenn man gleich ein Mixtape basteln kann? So oder so ähnlich scheinen sich das Mozes And The Firstborn im Vorfeld ihres dritten Studioalbums gedacht zu haben. Die Power-Pop-Fans mit Faible für Grunge-Riffs arbeiteten mit verschiedenen Produzenten zusammen, vermischten diverseste Stilrichtungen und spickten diese Tracks mit einer Reihe an Interludes, welche den Albumtitel buchstabieren: „Dadcore“ zeigt die Niederländer von ihrer Schokoladenseite.

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Sunshine Frisbee Laserbeam – Blackout Cowboy

Sie sind eine der fleißigsten britischen Rock-Bands der letzten Jahre, und doch kennt kaum einer ihren Namen. Die Rede ist von Sunshine Frisbee Laserbeam, was natürlich herrlich sperrig klingt. Dass die Mitglieder ihre Wurzeln in Noise-Punk-Formationen haben, passt fast ins Bild. Seit 2013 veröffentlichen die Herren aus dem Großraum Birmingham fleißig Alben, „Blackout Cowboy“ ist bereits ihre fünfte Platte, auf der sie außerdem erstmals als Quintett auftreten.

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