Schlagwort: Jazz

King Krule – A Lizard State

Einer der interessantesten Figuren des vergangenen Jahres war der erst 19jährige Brite Archy Marshall. Als King Krule überraschte der schlacksige, rothaarige Teenager mit tiefer Grabesstimme und einem Gitarrenverstärkten Gossen-Poesie-Verständnis, das gängige Singer/Songwriter-Strukturen mit Jazz und Post-Dubstep-Understatement kollidieren ließ. Ohne große Medienpräsenz schaffte es das Debütalbum „6 Feet Beneath The Moon“ sogar auf Platz 100 in den deutschen Album-Charts – eine faustdicke Überraschung. Neben dem schlichten „Easy Easy“, für das sich gar eine Beyoncé begeistern konnte, zählt „A Lizard State“ zu den Highlights dieser Platte. Nun gibt es ein Video dazu.

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Yvonne Catterfeld – Pendel

Der musikalische Durchbruch gelang Yvonne Catterfeld 2003. Im besagten Jahr schaffte sie es dank des Bohlen-Schmachtfetzens „Für dich“ an die Spitze der deutschen Charts. Mit ihrem letzten Album „Blau im Blau“ und der gleichnamigen Single vollzog die ehemalige Soap-Darstellerin 2010 einen musikalischen Reifungsprozess, der jedoch nur bei den eingefleischten Fans auf Zustimmung traf. Nichtsdestotrotz versucht sich die nunmehr 34-jährige mit „Pendel“ und dem kommenden Album „Lieber so“ erneut an einem großen Coup mit reiferem Sound.

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Gregory Porter – Liquid Spirit

Als einer der populärsten Jazz- und Soul-Sänger der Gegenwart ist Gregory Porter mittlerweile bei Blue Note gelandet. Nach zwei Alben, die von Kritikern und Fans gleichermaßen abgefeiert wurden, sowie Grammy-Nominierungen einfuhren, verwundert dieser Schritt kaum. Abermals mit einer durchaus prominenten Backingband im Rücken erscheint nun „Liquid Spirit“, das sich eine entsprechende Auszeichnung verdiente hätte und der Ausnahmestimme eine angemessene Bühne bereitet.

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Blank & Jones: Relax – jazzed

Jazz, so die faszinierend pointierte These der Ärzte, sei anders; anders als, nun, als was? Auf eine Erklärung wartet man bis heute, den entsprechenden Beweis für diese Aussage treten nun Blank & Jones an. Die umtriebigen Trance-Urgesteine, die neben Eigenproduktionen mit ihren „so80s“-Compilations und den Arbeiten für Sandra unheimlich erfolgreich und präsent sind, erfreuen sich insbesondere mit ihrer „Relax“-Reihe großer Beliebtheit. So schaffte es die aktuelle siebte Auflage in diesem Jahr sogar auf Platz 12 in den Albumcharts. Hier schließt sich nun der Kreis: Für die Spezialausgabe „Relax – jazzed“ ließen Piet Blank und Jaspa Jones Jazz-Versionen ihrer eigenen Klassiker durch die Brüder Julian und Roman Wasserfuhr erarbeiten.

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Max Mutzke – Durch Einander

Was vor acht Jahren beim Raab’schen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest begann, ist mittlerweile zu einer organisch gewachsenen Größe der deutschen Soul-Landschaft geworden: Max Mutzke veröffentlicht in schöner Regelmäßigkeit attraktive Alben (zuletzt die beiden englischsprachigen Platten „Black Forest“ und „Home Work Soul“), die zwar nicht mehr so ganz an die großen Erfolge zu Karrierebeginn herankommen, dafür hohe musikalische Qualität bieten. Für seine neue Platte „Durch Einander“ widmet er sich deutlich jazzigeren Klängen, verschiedenen Cover-Versionen und einer illustren Gästeliste.

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Charles Pasi – Farewell My Love

Aus dem benachbarten Frankreich bereitet Charles Pasi auf einen von Jazz, Soul und Blues geschwängerten Höhenflug vor. Der 27jährige setzte sich bereits in jungen Jahren international in Szene, wurde für sein Debütalbum „Mainly Blue“ mit viel Beifall bedacht, war 2007 Finalist der „International Blues Challenge“ in Memphis, Tennessee, und spielte Konzerte in den USA, Russland, Ungarn, Italien, Spanien und Quebec. Mit ordentlich Verzögerung erscheint am 11. Mai sein aktuelles Album „Uncaged“ digital in Deutschland – ein CD-Release ist erst am 13. Juli geplant. Gleichzeitig ist auch die Single „Farewell My Love“ erhältlich, für die sich Pasi den Tenor-Saxophonisten Archie Shepp ins Studio geladen hat.

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Caroline Henderson – Jazz, Love & Henderson

In Schweden geboren, jahrelang in den USA gelebt und schließlich nach Dänemark gezogen – nicht nur geographisch hat Caroline Henderson eine bewegte Karriere hinter sich. Die Tochter eines US-amerikanischen Jazz-Schlagzeugers sang in ihrer Jugend in zahlreichen Jazzbands, verkaufte zwischen 1988 und 1992 mit der Pop/Rock-Band Ray Dee Ohh in Dänemark über eine halbe Million Alben, bevor sie sich solo zunächst an Popsongs, später an Disco-Coverversionen versuchte. Erst 2003 kehrte die heute 50jährige Henderson zu ihrer alten Liebe Jazz zurück und veröffentlicht aktuell ihr bereits zehntes Soloalbum „Jazz, Love & Henderson“, auf dem der Name Programm ist.

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Parov Stelar – The Princess

Mit ca. 15 Millionen Plays ist Parov Stelar mittlerweile der populärste österreichische Act auf der Scrobble- und Recommendation-Plattform last.fm – eine vermeintliche Kleinigkeit, die jedoch die Karriere des 37jährigen Linzer DJs und Produzenten Marcus Füreder auf den Punkt bringt. In der Heimat tut er sich ein wenig schwer, international hingegen ist sein Electroswing unheimlich populär. Das 2009 veröffentlichte Doppelalbum „Coco“ wurde mit ausgiebigen Tour-Aktivitäten promotet, „Booty Swing“ war zuletzt sogar Teil einer populären US-Werbekampagne und hält bereits seit Wochen wacker in den amerikanischen Electro-Download-Charts. Mit „The Princess“ erscheint nun ein neues Doppelalbum mit einer jazzig-loungigen und einer clubtauglichen Scheibe.

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Olly Murs – In Case You Didn’t Know

Zu den Aufsteigern des Jahres 2012 darf man nach gerade einmal drei Monaten bereits den britischen Singer-Songwriter Olly Murs zählen. Der 27-Jährige, der sich im X Factor-Finale 2009 noch Konkurrent Joe McElderry geschlagen geben musste, trumpfte im Anschluss mit seinem selbstbetitelten Debütalbum in seiner Heimat so richtig auf. Anfang dieses Jahres war dann auch der Rest Europas fällig: Mit dem eingängigen Retro-Popsong „Heart Skips A Beat“ zusammen mit den Herren von Rizzle Kicks sicherte er sich in einigen Ländern die vordersten Chartpositionen. Dass seine soulige Stimme vielseitig einsetzbar ist, beweist er auf seinem neuen Longplayer „In Case You Didn’t Know“, der dank frischen Sounds und Mitsumm-Faktor den Frühling musikalisch einläutet.

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Esperanza Spalding – Radio Music Society

Es war der große Aufreger der Grammy-Verleihung 2011: Nicht etwa die favorisierten Drake oder Justin Bieber, sondern die dem Mainstream weitestgehend unbekannte Jazz-Sängerin und -Bassistin Esperanza Spalding wurde als beste Newcomerin ausgezeichnet – nicht ernstzunehmende Morddrohungen von pubertierenden Beliebers inklusive. Entsprechend gespannt durfte man im Vorfeld der Veröffentlichung ihres vierten Soloalbums „Radio Music Society“ sein, mit dem sie versucht, zeitgenössischen Jazz der Radiowelt ein wenig näher zu bringen.

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