Schlagwort: Krautrock

Admiral Black – Phantasmagoric

Mit seiner Band Humanzi schien Shaun Mulrooney kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Die irischen Kritikerlieblinge wurden mit dem prestigeträchtigen Meteor Award ausgezeichnet, der bereits Größen wie U2 und My Bloody Valentine verliehen wurde. Vom Musikbusiness enttäuscht, ging es über die USA nach Berlin, wo die Herren mittlerweile residieren. Hier kommt nun Produzent Earl Harvin (Air, Tindersticks) ins Spiel, der sich mit Mulrooney anfreundete und – abseits vom Bandalltag – ein Album unter dem Pseudonym Admiral Black einspielte. Auf „Phantasmagoric“ widmet Mulrooney sich einer energischen Mischung aus Krautrock, Garage und Psych-Pop, die stellenweise an einen gewissen Nick Cave erinnert.

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Misty Range – Misty Range

Für den norwegischen Rock- und Metal-Unterground ist das Label Fysisk Format so etwas wie eine Lebensversicherung. Neben den kratzbürstigen Krachmachern Haust und Okkultokrati – gemeinsam mit Kvelertak aktuell die Vorzeigebands der neuen norwegischen Härte – bekommen aber auch deutlich ruhigere Künstler eine Chance. So auch das Duo Misty Range um den Jazz-erprobten Drummer Stig Rennestraum und den Blues- / Prog-Multiinstrumentalisten Arve Paulsen. Die Schnittmenge auf dem Debütalbum „Misty Range“ ist ein psychedelisch, beinahe krautiges Stück Musik mit einer Vorliebe für Experimente und überraschend eingängigen Momenten.

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Zoroaster – Matador

Brennende Luft, meterhohe Gitarrenwände, beklemmende Düsternis und… Moog-Synthesizer? Die Welt des Atlanta-Dreiers Zoroaster ist eine besonders eigenartige, irgendwo zwischen Doom, Stoner, Psychedelic und einem Hauch Sludge. „Matador“ ist ihr bereits drittes Studioalbum – daneben gibt es noch eine EP und ein paar Kleinformate – das bereits vergangenes Jahr in der Heimat erschienen ist. Schon wieder Wartezeit? Zahlt sich aber aus, denn Will Fiore, Brent Anderson und Dan Scanlan nehmen keine Gefangenen.

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The Happy End – Echoes Of Jericho

So ein Album wie „Echoes Of Jericho“ kommt nur alle paar Jahre reingeschneit, dann dafür aber gleich aus deutschen Landen. Wobei, so verwunderlich ist die Herkunft von The Happy End – bestehend aus (ehemaligen) Mitgliedern von Beige GT, Seasidestars, MioMyo und Sexo y Droga – keineswegs, denn die Mischung aus Indie, Electro, Prog und Psychedelic (irgendwo in der Oberpfalz hält jemand ein ‚Krautrock‘-Schild in die Höhe) ist beinahe typisch untypisch genug.

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Krautrock Masters & Echoes

Was bleibt – rein musikalisch – von den 68ern übrig? Vermutlich minutenlange Jams, Kabel, Stecker, blinkende Lichter und synthetische Sounds – dem Fachpublikum als Krautrock bekannt. In zahlreichen Anthologien und Boxsets wurden die Protagonisten gebündelt und in all ihrer Pracht einem neuen Publikum präsentiert. Viel zu selten allerdings kümmert man sich um das Erbe, um die Gegenwart-Krauts. Umso euphorischer darf man der Doppel-CD „Krautrock Masters & Echoes“ entgegensehen – eine Seite Klassiker, eine Seite ‚New School‘.

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Krautrock remastered

Gerne wirft man mit Begriffen um sich, ohne davon auch nur die geringste Ahnung zu haben. „Krautrock“ wurde in den letzten Jahren beinahe inflationär für eigenwillige Alben verwendet, ohne dabei auch nur ansatzweise auf den Ursprung der Stilrichtung zu reflektieren. Unter Krautrock lassen sich westdeutsche Bands der späten 60er und frühen 70er Jahre zusammenfassen, die vor allem die Liebe zu experimentellen, progressiven und psychedelischen Jams bzw. Improvisationen vereinte.

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