Schlagwort: Krautrock

Tschaika 21/16 – Tante Crystal uff Crack am Reck

Seit geraumer Zeit spielen sich Tschaika 21/16 durch den Berliner Underground und beweisen, dass instrumentale Gitarrenmusik auch Humor haben kann. Musiker von RoToR, Alligatoah und Ohrbooten vermengen Dreck mit Augenzwinkern, krautigen Noise mit Groove und Wahnwitz. Ihr Debüt „Tante Crystal uff Crack am Reck“ machte bereits seine Runden durch die Szene und erhält dank Noisolution nun seinen verdienten überregionalen Release.

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Toy – Clear Shot

Die Suche nach krautigem Psychedelia-Plüsch geht in die dritte Runde. Toy aus London sind mittlerweile so etwas wie ein Geheimtipp für eingängige und doch ausufernd wilde Klangreisen fernab sämtlicher gängigen Spektren. Das vor drei Jahren erschienene „Join The Dots“ war ein hörbarer Versuch, den ausufernden Wahnwitz des Debüts in halbwegs geregelte Bahnen zu zwängen, dabei aber gleichzeitig spontan und positiv abgedreht zu klingen. „Clear Shot“ baut auf diesen Bemühungen auf.

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zZz – Juggernaut

Es hat wieder eine Weile gedauert, bis der psychedelische Wahnsinn von zZz auf heimischen Plattentellern landet. Nicht nur die lange Wartezeit seit „Running With The Beast“, auch der etwas zähe Import hinterlässt Spuren; mit einem Jahr Verspätung wurde ein deutscher Vertrieb gefunden. Und doch fasziniert das Duo aus Amsterdam abermals, weil es auf seinem dritten Album „Juggernaut“ zwischen Krautrock, Psychedelic, Darkwave und Synth-Pop alles mitnimmt.

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Coogans Bluff – Flying To The Stars

Vor fast auf den Tag genau vier Jahren erfanden sich Coogans Bluff mit „Poncho Express“ neu. Als lässige Jam-Band rasen sie seither durch so ziemlich jedes gitarrenunterstützte Genre, das ihnen in die Quere kommt. Zwar hatte „Gettin‘ Dizzy“ seine Durchhänger, die reine Spielfreude gab dennoch Anlass zur Begeisterung. Jetzt wird es noch wilder: „Flying To The Stars“ ist ein Konzeptalbum, das die Band mit einer kitschfreien Version des Films „Interstellar“ vergleicht. Musikalisch hat Gevatter Groove Hochkonjunktur.

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Suns Of Thyme – Cascades

Geographisches Kuriosum: Suns Of Thyme ist ein Quintettaus Berlin ohne einen einzigen Berliner. Die fünf Mitglieder sammelten reichlich Erfahrung in anderen Bands, brachten es aber jeweils nie über ein Album hinaus. Irgendwann landeten sie schließlich in der Hauptstadt und vereinten ihre Vorlieben für Kraut, Psychedelic, Post Punk, Shoegaze und zahlreiche weitere düstere und experimentelle Klänge. „Cascades“ ist ihre zweite gemeinsame Platte und damit ein Novum für alle Beteiligten.

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Childrenn – Animale

Manche Platten sind einfach zu schräg, um sie zu ignorieren. Unter diese Kategorie fällt auch das Debüt des dänischen Quartetts Childrenn. Hinter diesem ominösen Banner versteckt sich eine Reihe bekannter Musiker, die unter anderem mit SPEkTR, Hymns From Nineveh und The Raveonettes aktiv waren bzw. sind. Der gemeinsame musikalische Nenner liegt bei Gitarrenmusik aller Art und so pendelt „Animale“ zwischen forschen Stompern und krautigen Psychedelic-Exkursen.

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Josefin Öhrn + The Liberation – Horse Dance

Josefin Öhrn + The Liberation gehen auf ihrem Debütalbum auf eine musikalische Reise, die sich den heutzutage inflationär verwendeten Begriff „Psychedelia“ tatsächlich auch verdient hat. Die smarte Schwedin und ihr komponierender Mitstreiter Fredrik Joelson befassen sich mit Philosophie und Ästhetik, spannen den Bogen vom Bildersturm bis zu expressionistischen Abstrahierungen. So trocken, wie sich das liest, ist ihr „Horse Dance“ aber nicht geworden.

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Motorpsycho – Supersonic Scientists

In gut 25 Jahren sammelt sich einiges an. Das mussten auch die überaus umtriebigen Psych-Progger Motorpsycho feststellen, als sie an ihrer eigenen Ausstellung „Supersonic Scientists“ im norwegischen Rock-Staatsmuseum Rockheim feilten. Die releasefreudigen Veteranen, die neben einer an sich kaum überschaubaren Menge an Studioalben noch zig Kleinformate, Live-Platten und Kollaborationswerke veröffentlicht haben, entschieden sich schließlich für 15 Songs (sowie zwei Bonus-Tracks auf der CD-Version), nannten diese Compilation ebenfalls „Supersonic Scientists“ und bieten damit die erste komplette Rundreise durch das wundersame Werk der Nordlichter.

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RoToR – Fünf

Wort- und sprachlos stürzen sich vier Berliner auf ihr fünftes Album. Was mediale Präsenz betrifft, üben sich RoToR in vornehmer Zurückhaltung und lassen stattdessen die Musik für sich sprechen; und das dafür umso besser. Beinahe fünf Jahre hat es letztlich gedauert, um „Fünf“ – die Nummerierung der eigenen Releases wird nun in ausgeschriebener Form fortgesetzt – einzuspielen und zu veröffentlichen. An der rein instrumentalen, mitreißenden Präsentation hat sich allerdings nichts geändert.

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A Place To Bury Strangers – Transfixiation

Existentielle Ängste bestimmen das Erscheinungsbild von „Transfixiation“. Als sich A Place To Bury Strangers nach knapp zwei Jahren auf Tour für den Nachfolger von „Worship“ im Studio einschlossen, um den Live-Schwung mitzunehmen, scheiterten sie beinahe an sich selbst. Nach einem Monat wurden die Sessions, dem Zusammenbruch nahe, abgebrochen. Die Folge: Communication Breakdown, zwei Monate mit beinahe totaler Funkstille. Schließlich raufte sich das Trio zusammen und stellte „Transfixiation“ fertig, das von der Beinahe-Auflösung der Band hörbar geprägt wurde.

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