Schlagwort: Post Rock

sleepmakeswaves – Made Of Breath Only

Unverhofft kommt oft: Recht plötzlich, beinahe aus dem Stand kündigen sleepmakeswaves ihr drittes Studioalbum an. Die australischen Experten für rein instrumentalen Post Rock, in ihrer Heimat bereits mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet, sicherten sich das nötige Budget für die Aufnahmen durch Crowdfunding und konnten somit autonom an neuer Musik arbeiten. Nun international bei Pelagic unter Vertrag, macht das luftig-leichte „Made Of Breath Only“ seinem Namen alle Ehre.

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Exquirla – Para Quienes Aún Viven

Nur in Spanien könnte ein Projekt wie Exquirla funktionieren. Hinter diesem ominösen Namen stecken die instrumentalen Post-Rocker Toundra und der populäre Flamenco-Newcomer Niño de Elche. Auf gegenseitige Bewunderung, nachdem man sich auf einem Festival traf, folgte die Bandgründung und schließlich ein vielfach gefeierter Auftritt, der nun sogar zu einem gemeinsamen Album führt. „Para Quienes Aún Viven“ (dt. „Für all jene, die noch leben“), das darf ohne Übertreibung gesagt werden, zählt schon jetzt zu den besten Platten des Jahres.

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Línt – Then They Came For Us

Das Gefühl, über den Dingen zu stehen. Über musikalischen Wolken zu schweben. Purer Schönheit in die Augen zu sehen. Die volle Wucht des menschlichen Gefühlshaushalts auf einmal zu erfahren. All das und noch viel mehr steckt hinter dem Sound von Línt; sechs Norweger, die sich Post Rock Marke Explosions In The Sky, Sigur Rós und Mogwai verschrieben haben. Auf ihrem Debüt „Then They Came For Us“ werden sie zu Klangforschern.

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Newmoon – Space

Kaum zu glauben, dass einige der Musiker hinter Newmoon ursprünglich Teil der Hardcore-Punk-Band Midnight Souls waren. Joy Division und The Cure waren ihre erste Liebe, der rasante Core-Sound aber einfacher zu spielen. Nun sind die Belgier endlich bei ihrer Wunschmusik gelandet. Der Bandname stammt von einem Elliott Smith-Album, der Sound erinnert an Alcest und Nothing – Shoegaze, Dream-Pop, Post Punk und Alternative Rock. „Space“ ist ihr Debütalbum.

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Apologies, I Have None – Pharmacie

Die Zeit nach „London“ als bewegt zu bezeichnen, wäre wohl dezent untertrieben. Apologies, I Have None hatten mit einer Reihe an Widrigkeiten zu kämpfen. Zwei Mitglieder stiegen aus, die EP „Black Everything“ und eine Split wurden als Bestandsaufnahme ausgespuckt, dann nahm die Band die Recording Sessions selbst in die Hand. Obendrein ließ sich Josh Mckenzie, mittlerweile alleiniger Frontmann, für „Pharmacie“ von seinen inneren Dämonen inspirieren. In zehn Kapiteln beschreibt das Quartett, wie sich der plötzliche Verfall geistiger Gesundheit auf ein Liebespaar auswirkt.

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65daysofstatic – No Man’s Sky: Music For An Infinite Universe

Einer der am heißesten erwarteten Videospieltitel des Jahres erforscht aktuell die Unendlichkeit. „No Man’s Sky“ lädt dazu ein, ein neues Universum zu entdecken, generiert von Computerhand, so überraschend wie mysteriös. Der Soundtrack dazu kommt von den Post-Rock-Veteranen 65daysofstatic, die sich in den letzten Jahren vermehrt elektronischen Einflüssen öffneten und deswegen die perfekten Kandidaten für dieses Game sind. „No Man’s Sky: Music For An Infinite Universe“ beschränkt sich aber keinesfalls darauf, die einzelnen Tracks des Spiels wiederzugeben. Die Briten haben daraus ein eigenständiges Album geschnitzt.

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Yucatan – Uwch Gopa’r Mynydd

Neben Island war Halbfinalist Wales DIE Sensation der Fußball-Europameisterschaft 2016. Aber wie steht es eigentlich um die Musikszene im Westen des Brexit-gebeutelten Vereinigten Königreichs? Neben diversen Granden drängen nun Yucatan nach vorne, die fast ausschließlich auf Walisisch singen und dabei – der Kreis schließt sich – wie Isländer klingen. Ihr zweites Album „Uwch Gopa’r Mynydd“ („Oberhalb des Berggipfels“) brachte ihnen unter anderem eine gemeinsame Tour mit den Charlatans ein und nun, endlich, auch einen Release in Deutschland.

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Bantam Lyons – Melatonin Spree

Weltschmerz trifft auf Spielfreude, wenn sich Bantam Lyons ihre Gitarren umschnallen. Das junge bretonische Quartett versteht sich auf Indie Rock, Post Punk und einen nicht zu verhehlenden Hauch von trister Emotionalität, der schon mal an The Smiths oder Joy Division erinnert, gleichzeitig aber auch die mitreißende Kühle von The Twilight Sad oder den frühen Editors in sich trägt. Das liest sich speziell und abwechslungsreich, trifft aber vor allem mitten ins Herz: „Melatonin Spree“ wird zum Aufgalopp nach Maß.

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Atoms And Void – And Nothing Else

Seit Jahren geistert der Name Atoms And Void samt unfertigen Songs durchs Netz. Arlie Carstens und Eric Fisher hatten bereits in den 90er Jahren die Idee zu diesem Projekt, mit den tatsächlichen Arbeiten und Aufnahmen ging es aber erst viel später los. Hinter „And Nothing Else“ versteckt sich das Konzept einer offenen Band, denn das Duo arbeitete mit einer Reihe an Instrumentalisten und Tontechnikern – Nate Mendel (Foo Fighters, Sunny Day Real Estate, Lieutenant) dürfte wohl einer der bekannteren Namen sein – zusammen.

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Hammock – Everything And Nothing

Seit mittlerweile elf Jahren verstehen sich Hammock aus dem US-Bundesstaat Kentucky auf cineastische Grenzerfahrungen, die sie in ein Soundtrack-artiges Post-Rock-Gewand kleiden. Dafür gab es in der Vergangenheit viel Lob, unter anderem von Jónsi, Stimme der isländischen Genre-Vorreiter Sigur Rós. Für „Everything And Nothing“ schlossen sich Marc Byrd und Andrew Thompson in einer abgelegenen Hütte in den Carolinas ein. Mit knapp 77 Minuten Musik sprengen sie die Grenzen der menschlichen Aufnahmefähigkeit.

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