Schlagwort: Post Rock

Get Your Gun – The Worrying Kind

Der gute, alte Blues ist eine schwere, zuweilen schmerzhafte Angelegenheit. Das wissen auch Get Your Gun aus Dänemark, die mit einem Jahr Verspätung nun auch den deutschsprachigen Raum in Angriff nehmen. Was der Beipackzettel ganz unschuldig ‚Alternative Rock‘ nennt, ist eine bleierne Mischung aus Blues, Country, Folk, Dark Rock, Post Rock und Heavy-something. Hinter „The Worrying Kind“ stecken die Brüder Andreas und Simon Westmark sowie der mittlerweile ausgestiegene Bassist Søren Nørgaard – quasi ein Echo aus vergangenen Tagen.

Weiterlesen

Low – Ones And Sixes

Mittlerweile mehr als zwei Slowcore-Jahrzehnte sind Low jung, ein Ende ist nicht in Sicht. Das Trio aus Duluth erfreut sich nicht nur an einer Reihe prominenter Fans, sondern scheint ihrem ohnehin beeindruckend breitgefächerten, imposanten Sound stets neue Facetten abzugewinnen. Auch für „Ones And Sixes“ ließen sich Low von Hier und Jetzt beeinflussen, wie Alan Sparhawk nicht müde wird zu betonen. Die damit verbundene Entdeckungsreise entführt in ungeahnte und doch so vertraute Sphären.

Weiterlesen

Takaakira „Taka“ Goto – Classical Punk And Echoes Under The Beauty

2003 nahm Takaakira „Taka“ Goto, Gitarrist und Hauptsongwriter der japanischen Instrumental-Rock-Weltmacht Mono, Songs für sein Soloalbum auf, stellte diese aber nie fertig. Für den Komponisten waren diese zu weit vom Schaffen seiner Band entfernt. Nun entdeckte Goto die Tracks wieder, remasterte sie ein wenig und veröffentlicht das rohe Material zwischen Neoklassik, Ambient und Post Rock unter dem ominösen Banner „Classical Punk And Echoes Under The Beauty“.

Weiterlesen

Soup – The Beauty Of Our Youth

Wie beschreibt man Musik, die jeder Beschreibung spottet? Wie findet man den gemeinsamen Nenner einer Platte, die sich auf nichts reduzieren lassen will? Und vor allem: Nudelsuppe oder Cremesuppe? Soup aus dem norwegischen Trondheim zelebrieren ein musikalisches Spektrum, das weit über die herkömmliche Definition von Rock hinausgeht, das progressive Klänge und Soundtrack-Elemente miteinander vereint für so manche spektakuläre Überraschung. Auf „The Beauty Of Our Youth“ wächst das ehemalige Soloprojekt von Sänger Erlend Viken über sich hinaus.

Weiterlesen

Kejnu – Centillion

Kejnu, das ist vor allem ein Mann: Nuél Schoch. Der Schweizer verwirklicht seine Vision, ist „musikalisches Gehirn, Songwriter, Produzent und Frontmann“ in einem. Seit mittlerweile zehn Jahren aktiv, marschieren die Eidgenossen entschieden durch eine schwer greifbare Sammlung an Einflüssen und Schubladen, die von der Band selbst bestenfalls mit launigen Floskeln kommentiert werden. „Centillion“ stellt aber auch abseits jeglicher Kategorisierung vor ausreichend Herausforderungen als Doppelalbum mit 90 Minuten Spielzeit.

Weiterlesen

Maybeshewill – Fair Youth

Maybeshewill sind DIY-Experten. Zwar entstehen ihre Alben nicht mehr im eigenen Schlafzimmer, dafür kümmert man sich um die Aufnahmen und die Produktion weiterhin ganz alleine. „Fair Youth“ heißt das neue, vierte Studiowerk der zum Quintett angewachsenen Briten. Es ist dies ihre bislang positivste Platte und erweitert die Bedeutung dessen, was man unter instrumentaler Rockmusik versteht, schrittweise neu. Zwischen Kammer-Pop, vertrackten HipHop-Beats und unterkühlter Elektronik ist alles dabei.

Weiterlesen

Brontide – Artery

Mit „Sans Souci“ debütierten Brontide vor drei Jahren und lösten einen mit Sicherheit nicht unverdienten Sturm der Begeisterung aus. Ihr rein instrumentaler Rock-Sound zwischen Post, Math und poppig-elektronischer Experimentalität rannte offene Türen ein. Die größte Schwierigkeit: nachzulegen. Entsprechend lange hat es nun gedauert, bis „Artery“ in den Startlöchern steht, um die 2011 gegebenen Versprechen abermals einzulösen und dabei zu beweisen, dass man alles, nur kein One-Trick-Pony ist.

Weiterlesen

Apologies, I Have None – Black Everything

Mittlerweile auf ein Trio zusammengeschrumpft, versuchen Apologies, I Have None den Schwung ihres starken Debütalbums „London“ mitzunehmen. Der Ausstieg des zweiten Frontmannes Dan Bond tut zwar weh, eventuelle Songwriting-Lücken konnten die Briten jedoch auffangen. Wie der Heartcore-Sound in diesem neuen Line-Up klingt, zeigt nun die EP „Black Everything“, auf der man sich vornehmlich der traurigen, melancholischen Seite hingibt, und somit neben den allgegenwärtigen Brand New-Einflüssen nun The Cure noch ein wenig näher steht.

Weiterlesen

Instrument – Read Books

Der Widerspruch in sich ist das Instrument dieses Longplayers, der Schlüssel dieser Platte. Sind Instrument ihr eigenes Instrument? Und was sollen eigentlich diese unnötigen, pseudo-philosophischen Ausführungen, wenn es letztlich nur um die Musik gehen darf und soll? Instrument, um nun wieder auf das Wesentliche zu kommen, bewegen sich auf ihrem dritten Album „Read Books“ abermals in einem musikalischen Spannungsfeld, das weit über die behelfsmäßige Genrebezeichnung ‚Post Rock‘ hinausgeht. Neben Mogwai und Lockerbie ist das Trio mittlerweile mindestens ebenso stark zwischen Crippled Black Phoenix und Motorpsycho verankert.

Weiterlesen

Kerretta – His Streets Of Honey, Her Mouth Of Gold

Zuletzt war es etwas ruhig in Neuseeland. Kerretta veröffentlichten im September 2011 ihr Album „Saansilo“ und betourten dieses auch, danach hörte man wenig aus dem Lager des Instrumental-Rock-Trios aus Auckland. Im Herbst soll nun ein noch namenloser Nachfolger erscheinen. Zuvor geht es ab dem 11. April auf Europa-Tour. Mit im Gepäck: „His Streets Of Honey, Her Mouth Of Gold“, eine neue 2-Track-Single, die digital und als 7″ erhältlich sein wird.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?