Schlagwort: Psychedelic Rock

Papir

Papir – IX

Ja, sie können zählen, versprochen. Und doch scheinen Papir eine Nummer ausgelassen zu haben. „VIII“ oder „8“ wurde aber keinesfalls übersprungen, wie das Trio aus Kopenhagen zu Protokoll gibt, man sei bloß mit dem Ergebnis (noch) nicht zufrieden. Irgendwann wird diese Platte aber kommen, das ist fest versprochen. Somit steht nun „IX“ in den Startlöchern und macht exakt dort weiter, wo „7“ vor drei Jahren aufgehört hatte. Dürfen es vielleicht noch ein paar Nummern mehr sein? Nein? Gut, denn der mittlerweile vertraute Sound zwischen Krautrock, Psychedelia und Ambient verdient so und so volle Aufmerksamkeit.

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The Birch

The Birch – Vicious Mind

Drei junge Menschen aus Quedlinburg in Sachsen-Anhalt transportieren den Sound vergangener Generationen ins Hier und Jetzt. The Birch verstehen sich auf Psychedelic Rock mit starkem Blues-Einschlag und bemühen sich um eine gewisse Retro-Note, ohne tatsächlich wie ein x-belibiger Retro-Act zu klingen. Für ihr zweites Album verschlug es das Trio nach Miami Beach, was dem Sound natürlich einen gewissen internationalen Einschlag verlieh, ohne auf die psychedelischen, rockenden Basics zu vergessen. Irgendwo dazwischen macht es sich „Vicious Mind“ gemütlich, der Einstand für Tonzonen, und könnte der Auftakt einer ganz großen Reise sein.

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Nusantara Beat

Nusantara Beat – Nusantara Beat

Mitglieder so illustrer Bands wie EUT, Jungle By Night und Altin Gün widmen sich als Nusantara Beat ihren gemeinsamen indonesischen Wurzeln. Bassist Michael Joshua wurde in West-Java geboren, seine vier Mitstreiter in den Niederlanden, jedoch als Kinder indonesischer Familien. Ihre ersten Singles widmeten sich Sunda Pop, einer Musikrichtung aus den 60s und frühen 70s, die modernere bis westlichere Pop-, Psych- und Surf-Klänge mit traditioneller sundaneischer Musik verbindet. Für ihr komplettes Album gibt es eigenes Material – die Texte erst auf Englisch geschrieben und später übersetzt, aber den Sound mit dem obligatorischen Brückenschlag zwischen der alten und der neuen Heimat.

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Hook, Line And Sinker

Hook, Line And Sinker – Terre Brûlée

Eine etwas andere Auseinandersetzung mit Jazz, die im Endeffekt alles andere als das war, erwies sich für Hook, Line And Sinker als Glücksgriff. „(Smooth Jazz Implies The Existence Of) Rough Jazz“ war vor mittlerweile dreieinhalb Jahren ein echter Geheimtipp, der immer noch nachhallt, dessen Mischung aus Stoner- und Desert-Riffs, Fuzz und ein wenig Psychedelia zu Verzückung führte. Das Trio aus Fribourg in der Schweiz trat seither – natürlich – keineswegs auf der Stelle, sondern suchte und fand neue Möglichkeiten, den eigenen Sound zu verfeinern. „Terre Brûlée“ schraubt nicht nur die Heavyness weiter nach oben.

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Kadavar

Kadavar – Kids Abandoning Destiny Among Vanity And Ruin

Ein halbes Jahr nach dem Befreiungsschlag folgt die erneute Kurskorrektur mit alten Mitteln und frischem Wind: Kadavar brauchten „I Just Want To Be A Sound“, um wieder zurück in die Spur zu finden, um sich von Altlasten zu befreien und die Sackgasse großzügig zu umgehen. Jascha Kreft von Odd Couple, der inzwischen fix ins Line-up integriert wurde, half dabei fleißig mit. Den Nachfolger sehen sie als Negativ dieser Platte, selbst von einer Art zweitem Debütalbum ist die Rede. Es ging zurück zu fuzzigen Ideen, zu psychedelischem Space-Wahnsinn und zur analogen Bandmaschine, ohne jedoch die eigene Entwicklung der letzten Jahre zu ignorieren. „Kids Abandoning Destiny Among Vanity And Ruin“, kurz „K.A.D.A.V.A.R.“, versteht sich als klassische Rockplatte.

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Portugal. The Man

Portugal. The Man – SHISH

Plötzlich alles anders: Erstmals seit 15 Jahren sind Portugal. The Man wieder als Indie-Band unterwegs, nachdem ihr Major-Deal ausgelaufen war. Im Vergleich zu „Chris Black Changed My Life“ veränderte sich zudem das Line-up stark, aktuell dürften nur noch John Gourley und Zoe Manville Fixsterne sein, begleitet von diversen Gastmusikern. Nach einer Überraschungs-EP im Sommer gibt es nun ein komplettes Album, das sich musikalisch wieder weiter hinauswagt und insgesamt einen Tacken härter unterwegs ist. „SHISH“ befasst sich mit Unbehagen, Verletzlichkeit und stellt den ureigenen Pop-Entwurf mit Anlauf auf den Kopf.

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Werewolf Etiquette

Werewolf Etiquette – Werewolf Etiquette

Als sich Mother Tongue nach sechsjähriger Auflösungsphase wieder zurückmeldeten, war Drummer Geoff Haba nicht an Bord. Über Jahre hinweg lud er Bassist und Mitbegründer David „Davo“ Gould zu Coffee & Conversation ein, der zögerte jedoch erst. Irgendwann traf man sich doch, jedoch unter ganz anderen Voraussetzungen: Instrumente einstecken und rocken. Daraus entstand Werewolf Etiquette, ein rhythmisches Duo komplett ohne Gitarren, das Bass und Schlagzeug in den Mittelpunkt rückt und zugleich musikalische Erwartungen ad absurdum führt. Bevor man gemeinsam mit Mother Tongue unter anderem zur Noisolution Party kommt, erscheint eine erste EP mit dem knappen wie einfachen Titel „Werewolf Etiquette“.

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The Wytches

The Wytches – Talking Machine

Bevorzugt wirre musikalische Welten und wechselnde Drummer – zwei Dinge, die The Wytches seit ihrer Gründung vor bald 15 Jahren auszeichnen. Das Quartett aus dem britischen Peterborough wollte sich auf seine Wurzeln konzentrieren und entschied sich, den mittlerweile fünften Longplayer live einzuspielen und selbst zu produzieren. Und das darf durchaus mal menschlich klingen, kleinere Fehler inklusive, die einfach auf Band belassen wurden. Entsprechend organisch, lebendig und mehr retro denn je klingt „Talking Machine“, ein gezielter Rückgriff auf 60s-Psychedelia, der in seiner Schlichtheit massiv und intensiv klingt.

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Packaging

Packaging – Packaging

Daniel „Connor“ Birch (Flaural) und Daniel Lyon (Spirit Award) lernen sich 2016 auf Tour kennen. Aus der anfänglichen Freundschaft entstand schnell der Drang, musikalische Ideen auszutauschen – bei Nacht, unabhängig von etwaigen geographischen Grenzen. So ging es wiederholt zwischen Denver und Seattle, den Homebases, hin und her, während beim Ausloten eigener Grenzen Songs entstanden und aufgenommen wurden. Das Ergebnis heißt Packaging und wandelt bodenständig durch Träume, analog und digital zugleich. Ihr erstes Album hört auf denselben Namen und kreiert binnen kürzester Zeit einen hochspannenden musikalischen Mikrokosmos.

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Zhaat

Zhaat – Other Prophets

Bei Zhaat finden die Puzzleteile automatisch zusammen. Das Quartett aus Leipzig wählte ein vermeintliches Fantasiewort, das mystisch, wertfrei und ohne jegliche Einschränkungen sein sollte. Letztlich handelte es sich doch um einen Begriff aus dem Arabischen, der so viel wie „Essenz“ oder „das Innerste“ bedeutet – mehr als passend. Man gönnte sich erst einmal Zeit, um den eigenen Sound zu kultivieren, ohne etwas übers Knie zu brechen. Ihr erstes komplettes Album nahmen sie in Eigenregie auf, den Mix übernahm Coogans Bluff-Drummer Charlie Paschen, bevor Noisolution zugriff, als die Platte schon im Presswerk war. „Other Prophets“ ist aber so viel mehr als ’nur‘ das Produkt glücklicher Fügungen.

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