Schlagwort: Psychedelic Rock

The Wytches

The Wytches – Talking Machine

Bevorzugt wirre musikalische Welten und wechselnde Drummer – zwei Dinge, die The Wytches seit ihrer Gründung vor bald 15 Jahren auszeichnen. Das Quartett aus dem britischen Peterborough wollte sich auf seine Wurzeln konzentrieren und entschied sich, den mittlerweile fünften Longplayer live einzuspielen und selbst zu produzieren. Und das darf durchaus mal menschlich klingen, kleinere Fehler inklusive, die einfach auf Band belassen wurden. Entsprechend organisch, lebendig und mehr retro denn je klingt „Talking Machine“, ein gezielter Rückgriff auf 60s-Psychedelia, der in seiner Schlichtheit massiv und intensiv klingt.

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Packaging

Packaging – Packaging

Daniel „Connor“ Birch (Flaural) und Daniel Lyon (Spirit Award) lernen sich 2016 auf Tour kennen. Aus der anfänglichen Freundschaft entstand schnell der Drang, musikalische Ideen auszutauschen – bei Nacht, unabhängig von etwaigen geographischen Grenzen. So ging es wiederholt zwischen Denver und Seattle, den Homebases, hin und her, während beim Ausloten eigener Grenzen Songs entstanden und aufgenommen wurden. Das Ergebnis heißt Packaging und wandelt bodenständig durch Träume, analog und digital zugleich. Ihr erstes Album hört auf denselben Namen und kreiert binnen kürzester Zeit einen hochspannenden musikalischen Mikrokosmos.

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Zhaat

Zhaat – Other Prophets

Bei Zhaat finden die Puzzleteile automatisch zusammen. Das Quartett aus Leipzig wählte ein vermeintliches Fantasiewort, das mystisch, wertfrei und ohne jegliche Einschränkungen sein sollte. Letztlich handelte es sich doch um einen Begriff aus dem Arabischen, der so viel wie „Essenz“ oder „das Innerste“ bedeutet – mehr als passend. Man gönnte sich erst einmal Zeit, um den eigenen Sound zu kultivieren, ohne etwas übers Knie zu brechen. Ihr erstes komplettes Album nahmen sie in Eigenregie auf, den Mix übernahm Coogans Bluff-Drummer Charlie Paschen, bevor Noisolution zugriff, als die Platte schon im Presswerk war. „Other Prophets“ ist aber so viel mehr als ’nur‘ das Produkt glücklicher Fügungen.

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The Great Machine

The Great Machine – Working Class Anarchist

Eine der am härtesten arbeitenden Bands der letzten Jahre meldet sich wieder aus dem Studio zurück, mit dem bereits sechsten Album binnen neun Jahren. Einfach war die jüngere Vergangenheit für The Great Machine nun wirklich nicht, gerade als israelische Band, die das Gemeinsame und Verbindende der Musik betont, weit über hässliche und zehrende Politik hinwegen. Zugleich ist es die letzte Platte, auf der Drummer Michael Izaky zumindest stellenweise zu hören ist, bevor Band-Kumpel, -Grafiker und -Merchandiser Dan Deutsch einstieg. Am herrlich wilden, abgefuckten und energischen Sound des Trios ändert das aber rein gar nichts: Auch „Working Class Anarchist“ ist so wütend und ungezügelt wie immer.

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Ghostwoman

Ghostwoman – Welcome To The Civilized World

Erst veröffentlichten sie drei Alben binnen 18 Monaten, dann dauerte es annähernd zwei Jahre bis zum vierten Streich: unorthodox ist bei Ghostwoman Standard, inklusive neuer Schreibweise des Bandnamens. Und einer gesunden Portion Nihilismus, denn das Duo weiß um die Sinnlosigkeit ihres Unterfangens, Musik zu machen. Schließlich ist die Welt dem Untergang geweiht, und Evan Uschenko und Ille van Dessel geben die Band auf der Titanic, die während dem unaufhaltbaren Versinken weiterspielt. Entsprechend wurde „Welcome To The Civilized World“ einfach nur gemacht, weil man es konnte. Weil es eh schon egal ist. Ein Prosit der vergänglichen Gemütlichkeit.

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Kombynat Robotron

Kombynat Robotron – AANK

Binnen kürzester Zeit etablierten sich Kombynat Robotron als Geheimtipp für ellenlange, krautig-psychedelische Meditationen rein instrumentaler Art – verklärt, verspielt, getrieben und immer für die eine oder andere Überraschung gut. Die größte Überraschung setzt es aber jetzt: Das Trio aus Kiel kann auch singen. Und songdienlich arbeiten. Mit „AANK“ bricht die Band aus vermeintlichen, wenngleich sehr locker definierten Mustern aus und steuert neue Ufer an. Ob dieser mutige, gerne mal lärmende und auf andere Weise herausfordernde Schritt gelingt?

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Goblyns

Goblyns – Three Sisters

Die Reise um die Welt geht weiter: Nur 13 Monate nach „Hunki Bobo“ kehren Goblyns mit ihrem zweiten Album zurück. Und das bewegt sich in durchaus vertrautem Fahrwasser, ohne jedoch auf der Stelle zu treten. Ihr hypnotisierender, globalisierter Sound mag es krautig und psychedelisch, spielt mit Funk, mit Zamrock, mit Dream-Pop und so vielen weiteren Ideen. „Three Sisters“ setzt den Weg fort, bleibt zwar weitestgehend rein instrumental, lässt nun aber erstmals gelegentlich Vocals Einzug halten, die tatsächlich richtig gut dazupassen.

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Kadavar

Kadavar – I Just Want To Be A Sound

Wandlungsfähigkeit ist zu einem der Markenzeichen von Kadavar geworden. Was bei der Gründung vor 15 Jahren im Stoner-Bereich begann, verwandelte sich sukzessive in eine kompakte Hard-Rock-Vision, bevor man nun in melodischen und psychedelischen Gefilden landete. Seit 2023 durch Jascha Kreft von Odd Couple ergänzt, bewegt sich das Quartett nun in der Sinnfindung des Sounds, der die Musik als Klangraum erkennt, sich gerne mal trägen lässt und doch im richtigen Moment zupackt. Nach zwei Top-Ten-Platten und Songwriting-Arbeiten für Die Fantastischen Vier und Wolfmother zeigt sich „I Just Want To Be A Sound“ so einladend und losgelöst wie noch nie.

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Black Honey Cult

Black Honey Cult – Black Honey Cult

Währt lange, wurde dafür richtig gut: Der Grundstein für Black Honey Cult wurde bereits in den frühen 90er Jahren gelegt, als sich Johnny DeVilla und Jake Cavaliere bei einem Festival trafen, damals noch in unterschiedlichen Bands. Später gründete man The Lords Of Altamont, 2003 durch Spencer Robinson erweitert. Dieses Trio bildet seit nunmehr 15 Jahren das Rückgrat von Black Honey Cult, wenngleich die Herren aus Los Angeles sehr lange brauchten, um ein stabiles Line-up zu finden. Gemeinsam mit Garey Snider und Travis Peterson widmet man sich nun psychedelisch-krautigen Klängen, die mit Post Punk und frühem Gothic Rock kollidieren. Ihr erstes Album „Black Honey Cult“ entpuppt sich als bekömmliche Zeitreise.

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Sunflower Bean

Sunflower Bean – Mortal Primetime

Beinahe hätte es dieses Album nicht gegeben, denn die drei Musiker*innen hinter Sunflower Bean hatte sich etwas auseinandergelebt. Geographische Veränderungen, zerbrochene Beziehungen, neue Songwriting-Schwerpunkte und Nebenprojekte wirbelten einiges durcheinander. Und doch versuchte man es noch einmal, traf sich – mit bewährtem Team im Hintergrund – in Los Angeles und spürte die Magie schnell wieder. Letztlich entschied man sich, die inzwischen vierte Platte selbst zu produzieren und live im Studio zu tracken. „Mortal Primetime“ fängt das Unmittelbare des Trios ein und erforscht einmal mehr den ureigenen Sound.

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