Schlagwort: Psychedelic Rock

XIXA

XIXA – XOLO

Mystisch in Text und Ton, mit diesem faszinierenden Ansatz erobern XIXA seit einigen Jahren die Herzen. Das Quartett aus Arizona versteht sich auf folkloristischen, psychedelischen Rock mit Latin-, Desert- und Cumbia-Zügen, um die wichtigsten Aspekte herauszugreifen, begleitet von besonderem Fokus auf jenseitige Vibes und konzentriertes Storytelling. Letzterer Aspekt findet auf ihrem neuesten Streich Formvollendung: „XOLO“ befasst sich mit dem jungen Mädchen Arcoiris, das mit ihrem kosmischen Hundebegleiter El Xolo durch alle neun Ebenen der Unterwelt von Mictlán reist. Jede Ebene erhält ihren Song, begleitet von wechselnden Stimmungen und neuen musikalischen Ideen.

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Motorpsycho

Motorpsycho – Motorpsycho

Nein, so etwas wie Stillstand gab und gibt es bei Motorpsycho eigentlich nicht. Nach geraumer Zeit ist man wieder in Kernduoaufstellung um die beiden Gründungsmitglieder Bent Sæther und Hans Magnus Ryan unterwegs. Drummer Thomas Järmyr stieg vor zwei Jahren aus, zudem ließ man das ursprünglich für die eigenen Releases gegründete Label Stickman hinter sich und steht nun wieder auf anderen, doch wieder eigenen Beinen. Beim Nachfolger zweier pandemischer Alben kehren die Norweger zurück zu ihren Stärken und widmen sich ausufernder, progressiver, epischer Kunst der zermürbenden und anspruchsvollen Sorte. Über 35 Jahre nach der Gründung erscheint tatsächlich das erste schlicht „Motorpsycho“ betitelte Werk.

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HotWax

HotWax – Hot Shock

Zwei EPs, Top-Festival-Gigs und namhafte Supporter: Für HotWax könnte es aktuell kaum besser laufen. Das Trio aus der britischen Küstenstadt Hastings bringt mehr als verdienten Hype mit und will diesen in Zählbares umwandeln. Die Voraussetzungen stimmen: Unter anderem arbeitete man mit Catherine Marks (Boygenius, Wolf Alice), Steph Marziano (Picture Parlour, Cassandra Jenkins) sowie Warpaint-Schlagzeugerin Stella Mozgawa zusammen, teils wurden die Songs im Live-Setting eingespielt, um die besondere Bühnenenergie einzufangen. „Hot Shock“, das erste komplette Album, verbindet die unruhige Zeit des Erwachsenwerdens mit jugendlicher Unbekümmertheit.

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Echolalia

Echolalia – Echolalia

Ein altes Kloster auf der Isle of Wight wurde für alte Freunde zum Quell der Inspiration. Hinter Echolalia stecken acht (Studio-)Veteranen aus Nashville, die gemeinsame Sache machen wollten. Songwriter und Steel-Guitar-Spieler Spencer Cullum erzählte Kumpel und Multi-Instrumentalist Jordan Lehning von einem ehemaligen Kloster aus dem Jahr 1160, das inzwischen als Studio betrieben wird. Ursprünglich sollten vier Songwriter – Andrew Combs und Dominic Billett kamen hinzu – je drei Songs schreiben, um diese gemeinsam auszuarbeiten. Das Projekt wuchs immer weiter, sichtlich von diesem besonderen Ort inspiriert, und wirft mit „Echolalia“ nun ein komplettes Album ab.

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Tocotronic

Tocotronic – Golden Years

Bricht tatsächlich ein goldenes Zeitalter an? Im Fall von Tocotronic ist selbstverständlich nichts so, wie es zunächst scheint, und das beginnt bereits beim Titel ihres 14. Studioalbums, exakt 30 Jahre nach dem Einstand. Zudem ist man erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder als Trio in Originalbesetzung unterwegs, nachdem sich Rick McPhail, der an der aktuellen Platte noch mitwirkte, eine Auszeit auf unbestimmte Zeit nahm. „Golden Years“ bemüht eine Zweideutigkeit, die sich durch weite Teile eines Albums voller Gegensätze zieht, die in ihrer Zweigleisigkeit durch kreative Rückgriffe nach vorne blickt.

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Zement

Zement – Passagen

Die Reise durch Raum, Zeit, Länder, Sphären und Genres geht in die nächste Runde: Zement halten so und so herzlich wenig von Scheuklappen und Grenzen, die zollfrei gesprengt werden. Das Duo aus Franken intensiviert seine überwiegend instrumentalen Exkurse von Album zu Album, sucht immer neue Welten auf, gibt sich elektronisch, krautig, psychedelisch, tanzbar und avantgardistisch. Dass hier sogar noch mehr möglich ist, zeigt aktuell das vierte Album „Passagen“ – jazzig, fuzzy, technoidig, noisig, ja sogar verstohlen punkig. Und doch dreht sich weiterhin alles um Bewegung, um den starken Geist und die mitschwingenden Körper.

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Bloke

Bloke – Living Without Expectations

Fünf Jahre verbrachte der Berliner Künstler Jakob Buraczewski in der alternativen Musikszene Londons. Im Norden der britischen Hauptstadt fand sich seine Band Bloke, inzwischen wieder zurück nach Deutschland übersiedelt. Die Mischung aus Psych, Noise und Krautrock, durch Garage-Ausritte gekonnt gestreckt und erweitert, führte zu einer Fülle an Club-Konzerten und einem mehr als guten Namen in der Underground-Szene, durch zwei starke Singles unterstrichen. Inzwischen griffen die Feinschmecker von Tonzonen Records für eine erste EP zu. „Living Without Expectations“ verweigert die Erwartungshaltung und erfüllt diese dennoch auf allen Ebenen.

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Bikini Beach

Bikini Beach – Cursed

Ein Album der Gegensätze wollten sie aufnehmen, voller Widersprüche und neuer Finsternis. Bikini Beach beobachten die globalen und gesellschaftlichen Entwicklungen überaus nachdenklich und frustiert. Das hört man dem deutsch-schweizerischen Trio, das rund um den Bodensee wohnt, mehr denn je an. Überwiegend in Eigenregie produziert und von Ärzte-Bassist Rod Gonzalez abgemischt, geht „Cursed“ in eine deutlich düsterere, noisigere Richtung, ringt mit persönlichen Problemen und der steten Überforderung durch all das, was ringsum passiert. Dass diese 13 Songs dennoch verdammt souverän und intensiv rüberkommen, passt ins Bild.

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Zangoma

Zangoma – Fuka Mulilo

In den späten 60ern und frühen 70ern erlebte Zamrock einen kurzen, aber heftigen Boom. Sambias Musikszene orientierte sich an britischen Rockbands, an der Gitarrenarbeit eines Jimi Hendrix und vermischte all das mit traditionellen Klängen, mit Psychedelia, Funk und Blues. Ausgerechnet im finnischen Tampere setzt es aktuell eine Art Mini-Revival: Zangoma, das Quartett um den sambischen Sänger Waina Kolomwe sowie Musiker von Death Hawks und Dust Mountain, hat sich einer modernen Interpretation dieser Klänge verschrieben. Das stilvolle, zeitlose, tanzbare, treibende und verspielte „Fuka Mulilo“ ist ihr erstes Album.

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The New Mourning

The New Mourning – Songs Of Confusion

Die Lust am Live-Sound wuchs bei Thomas Pronai in den letzten Jahren, unter anderem durch seine Tour als Teil der Live-Band von Pete Astor inspiriert. Diese spontane Unmittelbarkeit wollte er auch mit seiner aktuellen Formation The New Mourning einfangen. Gut zweieinhalb Jahre nach dem Release des Einstands „When The Light Fades“ war man dieser Aufgabe gewachsen, nun aufeinander eingespielt und durch die kürzliche Hinzunahme eines Bass VI im Sound noch wuchtiger und breiter aufgestellt. „Songs Of Confusion“ will vielleicht nicht erwachsener sein, zeigt jedoch eine Band, die sich endgültig gefunden hat.

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