Schlagwort: Punk Rock

Lygo – Schwerkraft

Seit Jahren fühlen sich Lygo von einem eigenartigen Zwiespalt begleitet, der irgendwo zwischen Zuversicht und Resignation klebt. Gesellschaftliche Verhältnisse sorgen für Frust, und doch steckt das Trio aus Bonn jegliche Anflüge von Unmut viel lieber in die Musik. Nach Jahren zwischen Proberaum und JuZ entwachsen Jan Heidebrecht, Daniel Roesberg und Simon Meier ihrem Dunstkreis endgültig. Das zweite gemeinsame Album „Schwerkraft“ schlägt geschickt in die Fjørt’sche Kerbe, und ist doch so viel mehr.

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Matula – Schwere

FOMO – die Furcht etwas zu verpassen – diente als Leitthema für „Auf allen Festen“. Stolze vier Jahre hat das letzte Album von Matula bereits auf dem Buckel, nun gibt es endlich Nachschub. Poppige Elemente wurden reduziert, der thematische Blick auf das Leben nach der Party gerichtet. Was passiert nach dem großen Exzess? Wie geht man mit dem Kater der Gesellschaft um? „Schwere“ fasst solche Gedankengänge in zehn neuen Songs zusammen.

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The Spitfires – Year Zero

Es brodelt im britischen Underground: Mit ihrem wilden Mix aus Mod-Charme, Reggae, Ska, Punk und Indie dringen The Spitfires an die Oberfläche. Die musikalische Antwort auf Flash Morgan Webster packt pointierte sozialkritische Kommentare in kurzweilige Songs. Die letzten beiden Platten kratzen bereits an den Album-Charts auf der Insel, nun könnte es so weit sein: „Year Zero“ ist das bislang kompletteste Werk des Quartetts.

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Moving The Mess – High Wired

Oft kommen die schönsten Überraschungen ganz unerwartet: Eine Band wie Moving The Mess hatte man, zumindest außerhalb Berlins, bis dato kaum auf der Rechnung, und doch kann das Quintett bereits auf 15 Jahre Banderfahrung zurückblicken. Die Punk-Rocker aus der Hauptstadt teilten sich die Bühne unter anderem schon mit Alkaline Trio und The Dirty Nil, erinnern musikalisch stellenweise jedoch an eine andere Berliner Größe. „High Wired“ ist ihr Debütalbum.

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Hysterese – Hysterese

Namen, so sagt man sich gerne, seien Schall und Rauch. Verzichten Hysterese daher auf Albumtitel? Aktuell erscheint ihre bereits dritte selbstbetitelte Platte. Ob nun mangelnde Kreativität oder Fokus auf die Musik dahintersteckt, ist eigentlich relativ egal. Tatsächlich versteht sich das Punk-Quartett aus Tübingen und Mannheim auf mächtige Hymnen und derbe Nackenschläge, die sogar gelegentlich gen Hardcore schielen. Mit dem Wechsel zu This Charming Man Records will man eine Spur poppiger geworden sein. Ecken und Kanten bleiben jedenfalls erhalten.

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Jeff Rosenstock – POST-

Mit der Wahl und anschließenden Inauguration Trumps endete für Jeff Rosenstock vor allem eine gesellschaftliche Ära. Der Punk-Songwriter stellt fest, dass sich Amerika aktuell in einer Post-Phase befindet, die längst etablierte Umgangsformen pulverisiert und nach neuen Wegen sucht. So sperrte er sich nach der Wahl monatelang ein, um neue Songs zu schreiben, die zu Neujahr, nur zwei Wochen nach den Aufnahmen, urplötzlich digital erschienen. Nun erhält „POST-“ seinen verdienten CD- und Vinyl-Release.

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Beesus – Sgt. Beesus… And The Lonely Ass Gangbang!

Ein bisschen Wahnsinn kommt immer gut – dachten sich wohl auch Beesus, schnallten ihre Gitarren an und stürzten sich auf eines der wildesten und zugleich wirrsten Alben der letzten Monate. Die Herren aus der ewigen Stadt Rom halten herzlich wenig von Amore, das bleibt wohl Wanda vorbehalten. Stattdessen treffen sich Punk, Stoner, Doom, Garage Rock und Psychedelia zu einem ausgeflippten Mix mit starker 90s-Schlagseite. An „Sgt. Beesus… And The Lonely Ass Gangbang!“ ist nicht nur der Titel schräg.

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Templeton Pek – Watching The World Come Undone

Während den Aufnahmen zu ihrem neuen Album schwirrte ein Begriff immer und immer wieder über den Köpfen Templeton Peks: Brexit. Die Abschottung ihrer britischen Heimat vom Rest Europas ist für die Melodic-Hardcore-Veteranen aus Birmingham immer noch ein Rätsel. Auf „Watching The World Come Undone“ beobachten und analysieren sie nun auf globaler Ebene, wie ein Teil der Bevölkerung ihre eigene Zukunft sabotiert, und wie ein anderer Teil entschieden dagegen rebelliert.

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Ducking Punches – Alamort

Dass Ducking Punches einst ihre ersten Gehversuche als Solo-Acoustic-Projekt unternahmen, scheint angesichts des heutigen musikalischen Dickichts kaum vorstellbar. Frontmann Dan Allen erweiterte seine Spielwiese um ein komplettes Band-Line-up und widmet sich einem Mix aus Punk, Rock und Folk. Auf „Alamort“ verarbeitet er nun überaus persönliche Themen und steigt schon mal in seelische Abgründe hinab. Entsprechend wuchtig und emotional aufgeladen präsentieren sich die neuen Songs.

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Turbonegro – RockNRoll Machine

Kultig und zotig – nur wenige Bands vereinen diese beiden Begriffe so sehr wie Turbonegro. Happy-Tom und Konsorten rocken seit 1989 durch den Death-Punk-Zirkus, ihre großen Hits schreien nach Blut und stattlichen Seemännern. Mit dem Einstieg von Tony Sylvester wurde man ein wenig ruhiger, seit „Sexual Harassment“ sind knapp sechs Jahre vergangen. Auf „RockNRoll Machine“ wollen die Norweger alles anders machen und interpretieren alte Themen mit neuem Elan und deutlichem 80s-Faible.

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