Schlagwort: Punk Rock

Lyvten – Bausatzkummer

„…sondern vom Mut, mit dem du lebst“ – ein Album wie ein Nackenschlag. Vor ziemlich genau zwei Jahren debütierten die Schweizer Lyvten mit diesem kleinen Punk-Kunstwerk samt dezentem Hardcore-Charme. Ihren Sinn für düsteren Tiefsinn behielt sich das Quartett, neuer Bassist hin, verfeinerter Sound her. „Bausatzkummer“ ist alles, nur nicht generisch, und verbindet Wut und Eingängigkeit mit einem Hauch von Emo-Chic.

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Otherkin – OK

Sie waren bereits auf Tour mit Fall Out Boy, Guns N‘ Roses und Red Hot Chili Peppers, nun kommt das eigene Album: Otherkin sind drauf und dran, die britische Rockszene zu erobern. Mit einem rotzigen und doch eingängigen Sound, der an US-Punk und britischen Garage Rock erinnert, tanken sich ihre Singles bereits seit geraumer Zeit durch gute Streamzahlen und Radio-Airplay. „OK“ verspricht nun kurzweilige Unterhaltung in zwölf Kapiteln.

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The Prosecution – The Unfollowing

Seit Jahren setzen sich The Prosecution vehement für soziale, gemeinnützige Projekte ein, sind Paten des Projektes „Schule Ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und spendeten ihre Verkaufserlöse unter anderem für die Initiative Pro Asyl. Die sieben Punk-Rocker mit Ska-Charme aus Bayern bemühen sich um positive Grundstimmung und geben, ganz nebenbei, auch auf der Bühne ordentlich Gas. „The Unfollowing“ ist ihre bislang stärkste Platte.

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Itchy – All We Know

Arsch abgewischt: Itchy streichen nach 15 Jahren das Poopzkid aus ihrem Namen und beschreiten neue Pfade. Dazu passen auch das neue Label – nach drei Veröffentlichungen in Eigenregie ist das Trio nun beim Nuclear Blast-Ableger Arising Empire unter Vertrag – und der deutlich differenziertere Sound, der ein wenig an das Erwachsenwerden der Donots erinnert. „All We Know“ folgt auf das Top-5-Album „Six“ und hat das Zeug dazu, die bisherige Diskographie in den Schatten zu stellen.

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Captain, We’re Sinking – The King Of No Man

In Zeiten wie diesen kann man nicht genug aufmunternde Songs hören. Wer unbedingt positive Vibes braucht, sollte sich jetzt besser die Ohren zuhalten. Captain, We’re Sinking behandeln seit über einem Jahrzehnten die Probleme des Alltags, und diese Probleme sind, gemeinsam mit der Band, erwachsen geworden. „The King Of No Man“ geht auf Sinnsuche zwischen Punk und Emo, und packt Singalongs neben manische Dissonanzen.

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Free Throw – Bear Your Mind

Free Throw legen nach. Fünf Jahre nach Bandgründung ist das Quintett aus Nashville, Tennessee drauf und dran, sich als Experten für emotional aufwühlenden Punk Rock mit Pop-Untertönen zu etablieren. Nebenbei packen die US-Amerikaner zig Pokémon-Referenzen in ihre Songs und Songtitel, greifen aber ebenso ernste Themen an. Das neue Album „Bear Your Mind“ entwickelt sich schnell zur aufreibenden Tour de Force.

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SWMRS – Drive North

Im ersten Anlauf ein klein wenig untergegangen, laufen SWMRS nun ein weiteres Mal zu Höchstform auf. Das Punk-Quartett aus Oakland, Kalifornien vermengt Kompromisslosigkeit mit bissigen, durchaus sarkastischen Texten und nicht zu verachtendem Pop-Appeal, das immer wieder durch die sperrigen Arrangements durchscheint. Ihr Debütalbum „Drive North“ hätte sich im vergangenen Jahr gewiss mehr Aufmerksamkeit verdient. Da konnt der Remastered-Re-Release mit zwei Bonus-Songs genau richtig.

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Smile And Burn – Get Better Get Worse

Die gewaltige Explosion von „Action Action“ hat bereits über zwei Jahre auf dem Buckel und doch hallt das dritte Album der Berliner (Punk-)Rock-Institution Smile And Burn immer noch nach. Ihr DIY-Ethos führte das Quintett auf die Bühnen der Welt und nun zu Uncle M, wo „Get Better Get Worse“ erscheint. Ob Smile And Burn damit den ewigen Beatsteaks-Vergleichen entkommen und für ihre bissig-hymnische Eigenständigkeit honoriert werden?

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Goodbye Fairground – I Don’t Belong Here Anymore

So lässig muss man sich erst einmal aufrappeln: Innerhalb der letzten Jahre verloren Goodbye Fairground drei jener sechs Musiker, die vor drei Jahren das Debütalbum eingespielt hatten. Was anderen Bands das Genick brechen würde, münzten die Punk-Rocker in eine Kampfansage um. Runderneuertes Lineup, neuer Elan und richtig gute Songs: „I Don’t Belong Here Anymore“ spielt mit alten Vergleichen und neuen Ufern.

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God Damn – Everything Ever

Kaum zu glauben, dass sich die Musiker hinter God Damn einst als Indie-Pop-Band versuchten. Der rohe, schroffe, punkige gegenwärtige Sound deutet keinesfalls daraufhin. Ein lebensgefährlicher Kollaps von Dave Copson führte einst zum Reset und dem mächtigen Debüt „Vultures“. Auf den durchaus sensationellen Einstand folgt nun „Everything Ever“, das einmal mehr Riffgewalt mit Melodik, bärtigen Rock mit eingängiger Punk-Dynamik koppelt.

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