Schlagwort: Singer/Songwriter

Gerry Cinnamon

Gerry Cinnamon – The Bonny

In Großbritannien, insbesondere Schottland, kennt und liebt man Gerry Cinnamon. Der Storyteller aus Glasgow unterhält mit seinem Mix aus Singer/Songwriter, (Anti-)Folk und Indie, seine Konzerte sind regelmäßig in Rekordzeit ausverkauft und die Charts im Norden gehören ihm. Vier der fünf bislang ausgekoppelten Singles von „The Bonny“ landeten in den Top 10 der schottischen Hitliste, selbst eine erste Nummer Eins gab es bereits, zwischen die sommerlichen Regentschaften von Taylor Swift und Lil Nas X gepresst. Und nun ist auch besagtes Album endlich erhältlich.

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Fink

Fink – Bloom Innocent – Acoustic

Wer braucht schon Songstrukturen, dachte sich Fin Greenall wohl, als er vergangenes Jahr „Bloom Innocent“ veröffentlichte. Das UK-Suffix hat der als Fink auftretende Wahlberliner mittlerweile verloren, sein Händchen für starke Musik aber keineswegs – ein aufwühlender Aufbruch mit innovativem Storytelling war das Ergebnis. Und doch suchte der gebürtige Brite nach einer Alternative zu den recht üppigen Arrangierungen. So ging es für zwei weitere Tage ins Studio, wo mehrere Takes diverser Album-Tracks aufgenommen wurden – keine Overdubs, nur Live-Spirit. Die besten Versionen erscheinen nun als „Bloom Innocent – Acoustic“.

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Meanwhile Project Ltd

Meanwhile Project Ltd – Marseille

Vom Soloprojekt zur Band – das hört man doch recht oft. So liest sich auch die Kurzgeschichte von Meanwhile Project Ltd, wobei die Kölner zumindest im Studio weiterhin als Duo unterwegs sind und den Schritt zum erweiterten Line-up erst auf der Bühne vollziehen. Sei es, wie es sei, auch mit zwei Personen lässt sich ordentlich Lärm zwischen feinen Emotionen machen. Marcell Birreck und Marcus Adam, die bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten zusammen musizieren, widmen sich einer Mischung aus Alternative, Indie, Post Rock, Americana und Singer/Songwriter, durchaus bewegend und doch in den richtigen Momenten verschroben. „Marseille“ ist ihr zweites Album unter diesem Namen.

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Pleil

Pleil – Die Spur des Kalenders

Seit drei Jahrzehnten ist Marco Pleil mittlerweile unterwegs, zuerst mit Strange (Pop-Punk), danach als Teil von Cloudberry (Alternative / Indie Rock). Beide Bands gibt es seit geraumer Zeit nicht mehr, Pleil selbst macht aber weiterhin Musik und tritt seit 2011 solo auf, nur mit Gesang und E-Gitarre bewaffnet. Dieser etwas andere Singer/Songwriter-Ansatz brachte ihn bereits auf gemeinsame Bühnen mit Therapy? und Tito & Tarantula, erst vergangenen Mai ging es ins Studio für ein Debütalbum. „Die Spur des Kalenders“ fängt die spontane Lo-Fi-Atmosphäre von Pleils Musik ein und schließt die Lücke zwischen Klez.e und Tocotronic.

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Nadia Reid

Nadia Reid – Out Of My Province

So geht Tapetenwechsel: Nadia Reid wollte ihr drittes Album mit neuen, noch unbekannten Menschen aufnehmen. Sie verließ Neuseeland und nahm ihren folkigen Sound nach Amerika mit. Aus dem zusammengewürfelten Team vor Ort wurde eine Familie, die mitgebrachten und unterwegs gesammelten Reiseberichte zur Collage für persönliches Wachstum und innere Reflexion. Entsprechend überschreitet „Out Of My Province“ eigene, mentale und physische Grenzen.

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Kevin Krauter

Kevin Krauter – Full Hand

Vor zwei Jahren machte Kevin Krauter erstmals auf sich aufmerksam. Der junge Singer/Songwriter aus Indiana mit einem Händchen für anspruchsvolle Pop-Klänge schwamm sich auf „Toss Up“ frei und legte den Grundstein für das, was jetzt auf „Full Hand“ deutlich erwachsener und (selbst-)kritischer klingt. Krauter setzt sich mit seinem religiös geprägten Elternhaus, der eigenen Sexualität und wachsendem Selbstvertrauen auseinander – eine Art innere, persönliche Inventur in zwölf Kapiteln.

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Nathan Gray

Nathan Gray – Working Title

Wenn Nathan Gray etwas aktuell nicht kennt, dann wohl kreatives Kargland. Vor zwei Jahren erschien sein prächtiges Solo-Debüt „Feral Hymns“, eine Mischung aus neuen Songs und Alleingang-Vertonungen von Exzerpten seiner diversen Bandprojekte, Anfang letzten Jahres ein grandioses Live-Paket. Von Wiederholungen hält Gray herzlich wenig, reizt nun den Bandsound – unter anderem von Boysetsfire– und Sisters Of Mercy-Mitgliedern unterstützt – aus und präsentiert mit „Working Title“ eine ermutigende Platte des Aufbäumens mit neuer musikalischer Vielschichtigkeit.

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Beans On Toast

Beans On Toast – The Inevitable Train Wreck

Das neue Beans On Toast-Album am 1. Dezember – eine lieb gewonnene Tradition in der Vorweihnachtszeit, so wie Glühwein und Kekse für andere. Jay McAllister veröffentlicht seit mittlerweile zehn Jahren neue Musik an seinem Geburtstag. Nachdem „A Bird In The Hand“ den Blick nach innen richtete, deutlich von der Geburt seiner Tochter beeinflusst, widmet „The Inevitable Train Wreck“ nun sämtliche Aufmerksamkeit den Katastrophen der Gegenwart. Musikalisch sollte die neue Platte ebenfalls anders klingen, und so ließ sich Beans On Toast klassische Rock’n’Roll-Arrangements von Lewis & Kitty Durham (Kitty, Davis & Lewis) zu seinen Texten zimmern.

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Bonnie "Prince" Billy

Bonnie „Prince“ Billy – I Made A Place

Will Oldham war und ist fleißig. Der 46jährige aus Louisville, Kentucky veröffentlicht in schöner Regelmäßigkeit neue Platten, häufig als Bonnie „Prince“ Billy. Seit dem letzten Album mit Bonnie-Originalen zogen tatsächlich acht Jahre ins Land, dazwischen gab es unter diesem Pseudonym vornehmlich Kollaborationen und Fremdkompositionen. Auf „I Made A Place“ kehrt Oldham nun zu seinen Wurzeln zurück, entdeckt hawaiianische Musik für sich und zeigt sich bestürzt über den globalen Status Quo.

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Julian Nantes

Julian Nantes – Now

Nach einer kleinen Überraschungssingle im Frühjahr 2018 greift Julian Nantes wieder zur Gitarre. Der Salzburger Singer/Songwriter veröffentlicht seit gut fünf Jahren immer wieder kleine Songperlen im klassischen One-Man-Band-Gewand. Die Vorbilder sind klar umrissen – britisches Understatement kollidiert bevorzugt mit amerikanischer Breitbeinigkeit – der feinsinnige und doch so treibende Sound etabliert. Auf der neuen EP „Now“ geht es um Reduktion und Herzblut.

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