Schlagwort: Singer/Songwriter

Orla Gartland

Orla Gartland – Woman On The Internet

Schon früh fühlte sich Orla Gartland zur Musik hingezogen. Mit 14 Jahren veröffentlichte sie erste Eigenkompositionen auf YouTube, weil sie für Open-Mic-Auftritte noch zu jung war. Später zog die gebürtige Irin nach London, wurde schnell Teil einer Community von Musiker*innen um dodie, zu deren Tour-Band sie schon bald gehörte. Zwischendurch schrieb Gartland weiterhin eigene Songs und veröffentlichte diverse EPs, die bis heute über 55 Millionen Streams anhäufen konnten. Für das Debütalbum „Woman On The Internet“ setzte sich die 26jährige intensiv mit sämtlichen Aspekten des Songwriting- und Aufnahmeprozesses auseinander. Diese Hingabe lohnt sich.

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Jade Bird

Jade Bird – Different Kinds Of Light

Mit ihrem erfrischend direkten, furchtlosen Debütalbum katapultierte sich Jade Bird aus dem Stand in die versammelten Indie- und Folk-Herzen. Gut zwei Jahre später trifft der gesammelte Schatz an Erfahrungen auf den ach so schwierigen Nachfolger. Und, siehe bzw. höre da, trotz ihrer gerade einmal 23 Jahre wirkt Bird fokussiert und selbstsicher. „Different Kinds Of Light“ ist ein Album der Selbstentdeckung und der Entwirrung, das Liebe, Beziehnungen und Erinnerungen in ein neues Licht rückt und dabei sympathische Geschichten erzählt.

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Shitney Beers

Shitney Beers – Welcome To Miami

Gitarre. Gesang. Bäm. Das Singer/Songwriter-Genre kann so schön puristisch sein. Ist es das, was Maxi Haug abzieht? Als Shitney Beers nimmt die Halbkanadierin die Klampfe in die Hand und singt bezaubernde Songs mit zarter Stimme, hinter denen so viel mehr steckt, als es der erste, flüchtige Blick vermuten lässt. Popkulturell unterrepräsentierte Lebensrealitäten treffen auf einen Musiknerd, wo Inhalte deutlich wichtiger sind als Image und massenkompatibles Auftreten. Und so ist „Welcome To Miami“ eben keine absichtlich auf Hochglanz geschliffene Platte, sondern eine herrliche Zusammenstellung roher Perlen.

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Eliza Shaddad

Eliza Shaddad – The Woman You Want

Im Abspann des britischen Netflix-Thrillers „Behind Her Eyes“ ertönte eine magische, beschwörende Version des Nina Simone-Klassikers „Don’t Let Me Be Misunderstood“. Die Stimme dahinter: Eliza Shaddad, Kind einer sudanesischen Astrophysikerin und eines schottischen Diplomaten, in sieben verschiedenen Ländern aufgewachsen. Entsprechend ‚globalisiert‘ wirkt ihr Sound, der das Beste aus Indie, Pop, Rock, Folk, Singer/Songwriter und Art mitbringt. „The Woman You Want“ ist ihr zweites Studioalbum, das sich abermals auf keinen bestimmten Sound festlegen lassen will.

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Jodi

Jodi – Blue Heron

Über Jahre wirkte Nick Levine immer wieder bei Pinegrove mit, wenngleich mit stark fluktuierender Häufigkeit. Nebenher entstand ein Solo-Schauplatz. Nach einer ersten EP „Karaoke“ wird nun jener Stil weiterverfolgt, den Levine (selbstgewählte Pronomen: they/them) als ‚Queer Country‘ bezeichnet. Wobei Country nur eine sehr ungefähre Beschreibung dessen ist, was Jodi auf Platte zaubert. Das Album „Blue Heron“ ist reich an Symbolik und bemüht sich darum, der Welt einen Sinn zu geben, und zugleich die Zufälligkeit des eigenen kreativen Ausdrucks fest zu umarmen.

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Charli Adams

Charli Adams – Bullseye

Charli Adams nützt die Kraft der Musik, um ihren toxischen Wurzeln endgültig zu entfliehen. Sie wuchs in überaus konservativen Kreisen in Alabama auf und versuchte stets, es allen anderen recht zu machen, anstatt ihre eigene Identität zu finden. Ein Umzug nach Nashville, einhergehend mit dem Start ihrer Musikkarriere, ließ Adams aufblühen und sorgte für umfassendes Kritikerlob. Entsprechend ringt sie auf ihrem Debütalbum mit gewaltigen Vorschusslorbeeren, die Vergleiche mit Phoebe Bridgers, Taylor Swift und beabadoobee heraufbeschwören. „Bullseye“ spielt sich von allem frei.

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Lukas Nelson & Promise Of The Real

Lukas Nelson & Promise Of The Real – A Few Stars Apart

Im vergangenen Jahr fand Lukas Nelson so etwas wie inneren Frieden. Obwohl er zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt nicht auf Tournee gehen konnte, von entsprechender Unsicherheit begleitet, sorgte die Zeit mit der Familie für Ausgeglichenheit und ein erneuertes Heimatgefühl. Als es dann doch wieder zurück ins Studio ging, erklärte Nelson das Heimkommen sowe Beziehungen in verschiedensten Formen zum Leitmotiv für die neue Platte. Gemeinsam mit seiner Band Promise Of The Real konzentriert er sich auf „A Few Stars Apart“ auf das, was ihn ausmacht: Songwriter zu sein.

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Lou Barlow

Lou Barlow – Reason To Live

Bislang hat Lou Barlow ein fantastisches Jahr. Nicht nur, dass er auf der neuen Dinosaur Jr.-Platte deutlich mehr Raum zur freien Entfaltung erhielt, nur fünf Wochen später veröffentlicht der Indie-Veteran sein viertes Soloalbum. „Reason To Live“ ist das erste Lebenszeichen im Alleingang seit 2015 und zeigt einen Barlow, der aus dem Chaos erstaunliches Selbstbewusstsein bezog. Endlich konnte er sein Leben als Familienvater mit seinem musikalischen Dasein verbinden. Entsprechend ausgeglichen und doch eindringlich zeigt sich diese Sammlung.

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Current Joys

Current Joys – Voyager

Nick Rattigan geht auf große Reise. Der amerikanische Endzwanziger steuert aber nicht etwa fremde Länder an, sondern das Selbst. Eine Odyssee der Selbstfindung landet in den gewohnt brüchigen Konventionen des Rock’n’Roll. Als Current Joys bricht Rattigan so und so mit den Erwartungen, bringt klassischen Indie-Charme mit, der schon mal in Bedroom-Pop und Wave-Exkurse umschlagen kann, zudem ein wenig Singer/Songwriter-Elan mitbringt. „Voyager“ wendet sich bewusst vom bisherigen Lo-Fi-Ansatz ab und wirkt in seiner Gesamtheit größer, kompletter. Die erhoffte Kraft der Musik wird tatsächlich greifbar gemacht.

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Adrian Crowley

Adrian Crowley – The Watchful Eye Of The Stars

Das Leben in Irland als Kind einer multikulturellen, künstlerisch geprägten Familie begleitet Adrian Crowley seit mittlerweile über 20 Jahren durch sein musikalisches Schaffen. Der in Malta geborene und seit 1970 auf der grünen Insel lebende Singer/Songwriter befasst sich mit fantastischen Geschichten und ungeschönten Beobachtungen aus der Mitte des Seins. Eben das findet sich auch auf „The Watchful Eye Of The Stars“, Crowleys mittlerweile neuntem Studioalbum und erstem Longplayer seit dreieinhalb Jahren.

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