Autor: Verena Riedl

Sodom – Epitome Of Torture

Seit Mitte der 80er halten die Ruhrpott-Metaller von Sodom nun schon die Thrash Metal-Fahne hoch. Auch im dreißigsten Jahr ihres Bestehens denkt das Dreigestirn um Shouter Tom Angelripper gar nicht daran, nachzulassen. Sodom gehören zu den wenigen Thrash Metal-Bands, die auch in der schwierigen Phase in den 90er Jahren auf Kurs geblieben sind. In einer Zeit, in der sich Kreator in seichtere Gefilde begeben und Destruction sich aufgelöst hatten, waren es Sodom, die ihrem knüppelharten Sound treu geblieben waren. Dieser Tage ist Thrash Metal aus deutschen Landen glücklicherweise wieder ziemlich angesagt. Man denke nur an Kreator, die im letzten Jahr mit „Phantom Antichrist“ ordentlich abgeräumt haben. Im Zuge dieses Revivals lassen nun auch Sodom wieder von sich hören – und das mit Nachdruck, denn das neue Album „Epitome Of Torture“ gehört zu den stärksten Scheiben der Gelsenkirchener.

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Vicious Rumors – Electric Punishment

Bewegte Zeiten mussten die US Power Metaller von Vicious Rumors nach dem Tod ihres Sängers Carl Albert im Jahr 1994 durchmachen. Drei mittelmäßige bis schwache Alben verließen das Presswerk, bevor sich die Band im Jahr 2006 endlich wieder aufrappeln konnte und mit „Warball“ eine zumindest ordentliche Scheibe ablieferte. Der Nachfolger „Razorback Killers“ war ebenfalls nicht von schlechten Eltern, doch von ihren Glanztaten Ende der 80er, Anfang der 90er, waren Vicious Rumors nach wie vor meilenweit entfernt. Glücklicherweise sieht die Situation im Jahr 2013 um einiges besser aus, denn mit „Electric Punishment“ veröffentlichen die Kalifornier ihr bestes Album seit nunmehr fast 20 Jahren.

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OMD – English Electric

Unter den Comeback-Versuchen der letzten Jahre stach die Veröffentlichung des letzten OMD-Albums „History Of Modern“ definitiv heraus. Auch wenn sich die Scheibe nichts zum Charts-Dauerbrenner entwickeln konnte, so war der fünfte Platz in den deutschen Charts – immerhin die beste Notierung, die OMD in Deutschland je erreichen konnten – doch ein deutliches Zeichen dafür, dass die Briten mit ihrem klassischen Synthiepop auch heuer noch zu begeistern wissen. 2010 leiteten sie in Originalbesetzung gar eine regelrechte Comeback-Welle der New Wave-Größen ein, Kim Wilde, Alphaville, Human League und Ultravox folgten. Glücklicherweise belässt es das Quintett nicht bei diesem Erfolg, denn mit „English Electric“ wandert endlich neues Futter für 80er-Fans in die Läden.

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Saxon – Sacrifice

Eine Band wie Saxon, die ihr Können nun schon seit annähernd 35 Jahren unter Beweis stellt, muss sich für gar nichts mehr rechtfertigen. Alle Höhen und Tiefen einer Rockerkarriere haben die fünf Herren aus Barnsley, Großbritannien, schon durchlebt – phänomenale Flops und Anbiederungen an den Kommerz, aber auch gigantische Triumphe in ihren frühen Jahren und ein erfolgreicher Comebackversuch inklusive. Anno 2013 haben es Saxon derweil überhaupt nicht nötig, aktuellen Trends hinterherzulaufen und somit ziehen sie ihr Ding ganz konsequent durch. Seit 1979 steht der Name Saxon für reinrassigen Heavy Metal wie kaum ein anderer, und somit ahnt der geneigte Leser vermutlich auch schon, was ihn auf „Sacrifice“, dem 20. Album der Band, zu erwarten hat.

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Hurts – Miracle

2012 war ein ruhiges Jahr für Hurts. Nach dem großen Durchbruch 2010 mit „Wonderful Life“ und der erfolgreichen Nachfolgesingle „Stay“ ging es erst mal auf große Europatour, was sich für das Schreiben neuer Songs als Hindernisgrund erwies. Nicht etwa aus Zeitgründen, sondern wegen der fehlenden Trauer und Einsamkeit, die laut Theo Hutchcraft und Adam Anderson zwingende Voraussetzung für das Verfassen gutklassiger Titel seien, kam es zu der Zwangspause. Inzwischen haben die beiden Briten diese Hürde aber erfolgreich gemeistert und alle Songs des am 8. März erscheinenden neuen Albums „Exile“ sind im Kasten – inklusive der Vorab-Single „Miracle“.

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Stratovarius – Nemesis

Zu Beginn ein kleiner Zeitsprung zurück in die 90er Jahre: Damals hatten sich die Finnen Stratovarius von Album zu Album immer mehr gesteigert und mit „Episode“ 1996 schließlich den Melodic Power Metal-Thron bestiegen, den sie bis zu ihrem 2000er-Werk „Infinite“ auch wacker verteidigten. Danach jedoch schwächelten Stratovarius und andere Bands, beispielsweise die damaligen Newcomer von Sonata Arctica, nahmen ihren Platz ein. Nach dem schwachen „Stratovarius“-Album und Timo Tolkkis Ausstieg hatte niemand mehr große Erwartungen an die Band, und so waren die Comeback-Scheiben „Polaris“ und „Elysium“ nicht weniger als eine riesige Überraschung. Stratovarius waren plötzlich wieder fast so gut wie in den 90ern – und die Erwartungshaltung an das neue Album „Nemesis“ ist dementsprechend gigantisch.

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Madness – Never Knew Your Name

Hierzulande werden die Ska-Heroen von Madness leider bis heute auf ihren eher untypischen Gassenhauer „Our House“ reduziert. Dass man den Briten damit Unrecht tut, beweisen nicht nur Hymnen wie „House Of Fun“ oder „It Must Be Love“, die in ihrer Heimat Kultstatus besitzen, sondern auch die Veröffentlichungen der jüngeren Zeitrechnung, beispielsweise das durch den Film „Neues vom Wixxer“ bekannte „NW5“. Das bereits seit Oktober letzten Jahres erhältliche neue Album „Oui Oui, Si Si, Ja Ja, Da Da“ ging bei uns erwartungsgemäß am Gros der Käuferschaft vorbei und verpasste sogar den Einstieg in die Alben-Top 100. Für Madness jedoch kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen, und so wird mit „Never Knew Your Name“ nach „My Girl 2“ sogar noch ein zweiter Song ausgekoppelt.

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Helloween – Straight Out Of Hell

Nach mehreren Jahren des Darbens, in denen Helloween durch größtenteils mittelklassige, bestenfalls gute Alben auffielen, war der Band vor gut zwei Jahren mit „7 Sinners“ endlich mal wieder ein richtiger Volltreffer geglückt, der sich mit den musikalischen Sternstunden der Band messen lassen konnte. So frisch, so hart, so energiegeladen hatte man die Hamburger schon seit Jahren nicht mehr erleben können, manche bezeichnen es gar als bestes Album der Deris-Ära. Helloween hatten sich in die Königsklasse des europäischen Power Metals zurückgekämpft und dementsprechend verwundert es kaum, dass die Erwartungen an die Band seitdem wieder deutlich gestiegen sind. „Straight Out Of Hell“, das vierzehnte Album der Bandkarriere, tritt somit ein schweres Erbe an.

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Giant X – I

Rock ’n‘ Rolf wohin man sieht. Hatte sich der Running Wild-Bandkopf zwischen 2009 und 2011 noch ziemlich rar gemacht (manche wähnten ihn gar schon in Rocker-Rente), so bewegt er sich seit dem letztem Jahr wieder omnipräsent durch die Metalszene – oder sollte man besser sagen Hard Rock-Szene? Schließlich schielte schon das letztjährige Running Wild-Album „Shadowmaker“ verdächtig in diese Richtung und auf „I“, dem Debütalbum seines neuen Nebenprojektes Giant X, begibt er sich nun komplett auf rockiges Terrain. Giant X ist allerdings nicht allein Rolfs Baby, denn Peter J. Jordan, der schon als Komponist, Produzent tätig war und seit 2005 auch als Running Wild-Gitarrist aktiv ist, ist als gleichberechtigtes Mitglied ebenfalls mit an Bord.

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Pet Shop Boys – Memory Of The Future

Ist es die Midlife Crisis, haben sie die Orientierung verloren oder sind sie einfach nur alt geworden? Fakt ist, dass sich „Elysium“, das aktuelle Werk der Pet Shop Boys, als eines der schwächsten Alben der 37-jährigen Karriere der Briten herausgestellt hat, das auch kommerziell nur wenig reißen konnte. Auch „Winner“ und „Leaving“, die beiden bisherigen Singles, enttäuschten kommerziell wie auch qualitativ auf ganzer Linie. Betrachtet man die Tatsache, dass mit „A Face Like That“ gerade mal eine richtig starke Nummer auf dem Album enthalten ist, verwundert dies allerdings kaum. Als dritte Single haben die Herren allerdings nicht diesen Titel ausgewählt, sondern „Memory Of The Future“, ein Song, der dem Hörer auf dem Album bestenfalls ein müdes Gähnen entlocken konnte.

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