Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

!!! (Chk Chk Chk) – Shake The Shudder

Sie tanzen weiter und weiter und weiter. Wer kann !!! aufhalten? Das lautmalerische Sammelsurium mit den Klick-Geräuschen im Namen tankt sich seit bald zwei Jahrzehnten durch den New Yorker Underground und taucht alle Jahre aus dem Studio auf, um etwas Nachschub für die nächste Tour aufzubereiten. Eineinhalb Jahre nach „As If“ folgt nun „Shake The Shudder“, auf dem sie unter anderem ihre beiden neuen Live-Sängerinnen Lea Lea und Meah Pace vorstellen.

Weiterlesen

Caspian Sea Monster – Caspian Sea Monster

Stolze fünf Jahre versuchten Musiker der Chemnitzer Bands Playfellow, Calaveras und Might Sink Ships eine gemeinsame Platte auf die Beine zu stellen, viel zu oft von den jeweiligen Hauptschauplätzen unterbrochen. Caspian Sea Monster, der Spitzname eines russischen Bodeneffektfahrzeugs, wird nun zur Überschrift für spektakuläre gemeinsame Unternehmungen zwischen Post Rock und emotional aufgeladenen Alternative-Klängen. Das Album heißt schlicht und ergreifend wie die Band und zählt zu den bislang größten Entdeckungen des Jahres.

Weiterlesen

The Wooden Sky – Swimming In Strange Waters

The Wooden Sky werfen gleich eine Reihe an Fragen auf. Wohin wollen sie musikalisch gehen? Antworten bleiben aus. Welches Konzept steckt hinter dem wilden Soundmix mit zig lyrischen Fäden, die sich im Nirgendwo verlaufen? Auch das wollen die Kanadier nicht verraten. Einzig – das lässt sich mit Sicherheit sagen – der Albumtitel stammt von Frank Herberts Sci-Fi-Roman „Dune“. „Swimming In Strange Waters“ ist bereits das fünfte Album von The Wooden Sky, das abermals Indie, Psychedelia, Americana und Art-Rock in einen großen Topf wirft.

Weiterlesen

Jim Jones & The Righteous Mind – Super Natural

Keine Zeit zum Verschnaufen: Nach The Jim Jones Review, Black Moses und Thee Hypnotics hat der britische Sänger und Gitarrist Jim Jones schon wieder das nächste Projekt am Start. Jim Jones & The Righteous Mind widmen sich schweißtreibendem Garage Rock im hitzigen Spannungsfeld zu schweren, mächtigen Blues-Tönen. Das Debütalbum „Super Natural“ wird als erdiges, spirituelles und doch blutiges Werk angekündigt – Treffer und versenkt.

Weiterlesen

Woman – Happy Freedom

Ist der Erdkern in Wahrheit eine Discokugel? Das Cover zum ersten Album von Woman lässt dies vermuten. Die Wurzeln der Band aus Köln reichen bis ins Jahr 2012 zurück; bis sich das Trio jedoch musikalisch gefunden hatte, sollte es eine ganze Weile dauern. Irgendwo zwischen Electro, Disco, Psych und RnB gehen zehn aufs Vinylformat zugeschnittene Songs auf dystopische und (post-)urbane Sinnsuche. Schnell stellt man fest: „Happy Freedom“ ist nur eine Illusion. Oder doch nicht?

Weiterlesen

Dirty Sound Magnet – Western Lies

Mit dem Ausstieg ihres Sängers brach für Dirty Sound Magnet eine neue Zeitrechnung an. Bis zu diesem Zeitpunkt verwalteten die Schweizer das musikalische Erbe von Led Zeppelin auf zwei Alben und knapp 200 Konzerten. Nun also der Neustart als Trio mit Gitarrist und Texter Stavros an gesanglicher Front. Auf „Western Lies“ ist nun alles anders – weg von klassischem Rock, hin zu Psych, Prog, Indie, Space und zig weiteren Facetten anspruchsvoll-verkopfter Gitarrenmusik. Das muss man erst einmal sacken lassen.

Weiterlesen

Hazel English – Just Give In / Never Going Home

Sie gilt als eine der größten Pop-Hoffnungsträgerin des Jahres. Der verträumte Sound von Hazel English löst nicht nur in der Blogosphäre Begeisterung aus, sondern dringt nun endlich auch von Australien nach Deutschland vor. Die mittlerweile in Oakland ansässige junge Dame konzentriert sich auf verträumte Klänge mit Beach-Untertönen und packt gleich zwei EP-Releases auf ein Album. „Just Give In / Never Going Home“ zeigt sowohl die gemächliche als auch die direkte Seite der Australierin.

Weiterlesen

Nick Cave And The Bad Seeds – Lovely Creatures

Eigentlich wollte Nick Cave vor drei Jahren eine kleine Werkschau zu 30 Jahren mit The Bad Seeds veröffentlichen. Diese verschob sich jedoch, sodass zwischenzeitlich die schmerzhafte wie eindrucksvolle, berührende Trauerarbeit „Skeleton Tree“ das Licht der Welt erblickte. Folglich findet sich auch keiner dieser Songs auf eben jener Compilation, die nun – endlich – als „Lovely Creatures“ erscheint und auf drei prall gefüllten CDs jeder Cave’schen Dekade einen Silberling widmet – ohne Soundtrack-Projekte, ohne schroffe Nebenschauplätze.

Weiterlesen

Day Wave – The Days We Had

Musik statt Krankenbett: Als Jackson Phillips mit einer schweren, schmerzvollen Erkrankung zu kämpfen hatte, steckte er seine ganze Energie in die Musik. Daraus entstand Day Wave, ein Soloprojekt, das zumindest auf der Bühne längst zur Band geworden ist. Nach zwei gefeierten EPs veröffentlicht der US-Amerikaner nun sein Debütalbum „The Days We Had“, das geschickt zwischen weichen Surf-Harmonien und 80s-Wave-Melancholie pendelt.

Weiterlesen

Hoops – Routines

Was gibt es Schöneres an einem lauen Sommerabend als… Verletzlichkeit und Melancholie? Wenn es nach Hoops aus dem US-Bundesstaat Indiana geht, ist poppige Schwerfälligkeit das Nonplusultra. Ihr leichtfüßiger und doch erdrückender Sound zwischen Wave-Twang, Dream-Pop und Indie erinnert schon mal an die Landsleute Real Estate und wird mit gleich drei Sängern entsprechend unberechenbar wie vielfältig umgesetzt. Das Debütalbum „Routines“ ist der Lohn jahrelanger harter Arbeit.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?