Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Glitches – Only Time Will Tell

Ein Glitch, das wissen vor allem Zocker, ist eine Störung, ein kurzer Störungsimpuls, der etwas unbrechen und/oder durcheinander bringen kann. Wollen Glitches aus Whitechapel in East London somit bloß stören? Bestenfalls bringt das Trio die musikalische Gefühlswelt seiner Ersthörer durcheinander. In ihrem Glitches HQ – man lebt und musiziert gemeinsam – tummelten sich unter anderem bereits We Have Band und NZCA/Lines für Live-Sessions. Mit „Only Time Will Tell“ drängen die Briten nun auch auf den deutschen Markt.

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Babyshambles – Nothing Comes To Nothing

Pete Doherty will wieder musikalisch Schlagzeilen schreiben und reaktiviert dafür seine Babyshambles, die zuletzt 2007 ein Album veröffentlichten. In der Zwischenzeit verdingte sich Doherty mit Sologigs, einem Solo-Album, einer kleinen Libertines-Reunion und einem Gefängnis-Aufenthalt. Während der Brite aktuell im Kostümfilm „Confession“ in deutschen Kinos zu sehen ist, kündigt er für den 30. August die dritte Babyshambles-Platte „Sequel To The Prequel“ an. So kryptisch der Titel klingt, so klar ist die Aussage der ersten Single „Nothing Comes To Nothing“.

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Ladi6 – Shine On

An die Popularität in ihrer Heimat Neuseeland – Gold für das Album „The Liberation Of…“, Platin für die Single „Like Water“ – mag Ladi6 hierzulande annähernd nicht herankommen, Feinschmeckern im Urban-Sektor ist die 30jährige nicht nur durch den Blumentopf-Hintergrund längst ein Begriff. Aktuell bereitet Karoline Tamati, so ihr bürgerlicher Name, den Release ihrer dritten Platte „Automatic“ vor. Der ozeanische Raum bekommt das Album bereits im August, hierzulande gibt es noch keinen Termin. Wer nicht länger warten will: „Shine On“, die zweite Vorab-Single, ist bereits erhältlich.

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King Krule – Easy Easy

Nach einigen ersten Kleinformaten setzt der erst 18jährige Archy Marshall, besser bekannt als King Krule, endgültig zum Landeanflug an. „6 Feet Beneath The Moon“ heißt sein Debütalbum, das am 23. August in Deutschland erscheinen und dem einzigartigen Singer/Songwriter eine weitere Bühne für seinen düsteren, rockorientierten Sound geben wird. Als Nachfolger von „Octopus“ erscheint die erste echte Vorabsingle – keiner der bislang veröffentlichten Tracks wird auf dem Erstling enthalten sein – „Easy Easy“.

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The xx – Fiction

Während den drei Jahren zwischen dem Release des prämierten Debütalbums „xx“ und seinem Nachfolger profilierte sich in einer kleinen Bandpause ausgerechnet mit Jamie Smith aka Jamie xx das ruhigste Mitglied von The xx. Die Texte von Gil Scott-Heron brachte er zurück ins Rampenlicht, für Drake produzierte er einen Song auf „Take Care“ und erarbeitete einen Remix von Adeles „Rolling In The Deep“. Seit September 2012 steht aber wieder die Band im Mittelpunkt mit dem starken zweiten Album „Coexist“. Die neue Auskopplung „Fiction“ eignet sich perfekt als Antithese zu Strandfeten jeder Art.

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Local Natives – You & I

Nach ihrem starken Debütalbum „Gorilla Manor“ hatten die Indie-Psychedeliker Local Natives mit Rückschlägen zu kämpfen. Man trennte sich, wohl nicht im Guten, von Bassist Andy Hamm. Kurze Zeit später starb die Mutter von Frontmann Kelcey Ayer. Wenig verwunderlich fiel der Zweitling „Hummingbird“ inhaltlich eine Spur düsterer auf, kletterte dafür in den USA auf einen eindrucksvollen Platz 12. Hierzulande ist das Quartett aus Los Angeles bestenfalls ein Geheimtipp geblieben, was sich auch mit der dritten Auskopplung „You & I“ kaum ändern wird.

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Norma Jean – If You Got It At Five, You Got It At Fifty

Sie mögen auf ihrem 2010 erschienenen Album „Meridonal“ zwar eine Spur ruhiger geworden sein, doch immer noch zählen Norma Jean zu den lautesten, chaotischten Bands der christlichen Core-Szene. Irgendwo im Math-Sektor angesiedelt, widmete sich das Quintett aus Douglasville, Georgia zuletzt vermehrt noch experimentelleren Klängen auf der einen und Sludge-Melodik auf der anderen Seite. Wohin die Reise auf ihrem im August erscheinenden sechsten Studiowerk „Wrongdoers“ – ein Deutschland-Termin ist noch ausständig – gehen wird, ist bislang offen. Die Vorab-Single „If You Got It At Five, You Got It At Fifty“ klingt zumindest nach einer Rückkehr zu den Wurzeln.

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The D.O.T – Left At The Lights

Mit dem von langer Hand angekündigten, 2011 vollzogenen Ende von The Streets zog sich Mike Skinner kurzzeitig aus dem Rampenlicht zurück. Mit dem Musik-Geschäft hat er allerdings längst noch nicht abgeschlossen, auch wenn er jetzt kleinere Brötchen bäckt und in der zweiten Reihe steht. Für sein neues Projekt The D.O.T tat er sich mit Rob Harvey, dem Frontmann der ebenfalls aufgelösten The Music, zusammen, der die Vocals übernimmt, während sich Skinner vor allem um die Produktion kümmert. Herausgekommen ist „Diary“, ein ungewöhnliches Album zwischen Pop-Appeal, Club-tauglichen Beats und einer Prise Urban. Die neue Single „Left At The Lights“ schlägt deutlich sanftere Töne an.

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Panamah – DJ Blues

In einer Zeit, in der sich elektronisch angetriebene Popmusik aus Nordeuropa besonderer Beliebtheit erfreut, war es nur eine Frage der Zeit, bis die dänischen Senkrechtstarter Panamah ihre Zelte in Deutschland aufschlagen würden. Vergangenes Jahr landete das Trio um Sängerin Amalie Stender in ihrer Heimat mit „DJ Blues“ einen waschechten Sommerhit, der mit Platin ausgezeichnet wurde und zu den meistgespielten Songs im dänischen Radio zählt. Für den internationalen Markt erhält der Track nun englische Lyrics und erscheint mit einem extensiven Download-Bundle.

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Ira Atari – Wish I Had

Warum den Blick in die Ferne schweifen lassen, wenn das Gute doch so nah ist? Natürlich ist Skandinavien reich an großartigen Electro-Pop-Musikerinnen – Lykke Li, Firefox AK und Oh Land, um einige wenige zu nennen – doch in Berlin tummelt sich die studierte Klavierlehrerin Ira Atari, ihrerseits längst reif für den großen Durchbruch. Zwei Jahre nach ihrem Debütalbum „Shift“ meldet sie sich musikalisch zurück. Gemeinsam mit Phil de Gap, der unter anderem Jennifer Rostock produzierte, entstand „Wish I Had“.

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