Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Maxim – Rückspiegel

Als (Radio-)Hit der etwas anderen Art eroberte Maxim mit „Meine Soldaten“ die Top 20 der deutschen Single-Charts. Von seinen Reggae-Wurzeln hat er sich mittlerweile entfernt und fabriziert entspannten, tiefsinnigen Singer/Songwriter-Pop, der gerne an Clueso erinnert und den Wahl-Kölner geschickt zwischen klassischer Präsenz und modernem Sound platziert. Aus dem Erfolgsalbum „Staub“ erscheint nun die zweite Auskopplung „Rückspiegel“, ein echter erster Herbstvorbote, geprägt von sanfter Melancholie und Wehmut.

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Interview mit Tom und Micha von Adolar

Heute schon Pizza gegessen und Captain Planet gehört? Auf ihrem dritten Album „Die Kälte der neuen Biederkeit“ geben sich Adolar eine Spur direkter und geradliniger, tauschen Schrammel-Noise gegen bissigen Indie Rock. Mit „Halleluja“ treten sie außerdem beim Bundesvision Song Contest für Sachsen-Anhalt an. Wir sprachen mit Sänger / Bassist Tom Mischok und Gitarrist Micha Cyris über die neue Biederkeit per se, Zuckerwatte und eingeseifte Bühnen sowie Hygiene-Kontrollen in einer Uniklinik.

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Seeker – Unloved

Mitten ins Zentralmassiv: Seeker gründeten sich im Herbst 2011 in Dallas, Texas und brauchten ein Jahr, um so etwas wie ein stabiles Line-Up zu finden, mit dem man nun auch bei Victory Records landen konnte. Der Sound des US-Quartetts ist nichts für schwache Nerven, lässt Death Metal mit dezenten Grind-Elementen auf klassischen Metalcore und Noise treffen. Während noch Hände ringend nach einer Genre-Bezeichnung für Seeker gesucht wird, veröffentlichen sie am 1. November ihr Debütalbum „Unloved“. Den Titeltrack gibt es bereits jetzt als Download-Single.

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Eliza And The Bear – Friends

Seit geraumer Zeit arbeiten Eliza And The Bear – für ihren Bandnamen ließ sich das Quintett aus London von einer Gedichtsammlung Eleanor Rees‘ inspirieren – an ihrem Debütalbum. Ob es dieses Jahr noch erscheinen wird, ist nicht klar, doch für die eine oder andere Auskopplung zwischendurch hat man Zeit. Nach dem sympathischen, poppig-folkigen Indie-Doppelschlag „Upon The North / The Southern Wild“ folgt nun „Friends“, mit dem die Mannen um James Kellegher endlich auf die Pauke hauen.

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Catfish And The Bottlemen – Rango

Da ist er wieder, der gute alte Rock’n’Roll, in Zeiten von Hipster-Indie-Bands beinahe eine ausgestorbene Spezies geworden. Catfish And The Bottlemen aus dem walischen Llandudno spielen ihren Rock klassisch und schnörkellos, womit sie ein wenig an Feeder und Manic Street Preachers aus den 90ern erinnern. Ein Debütalbum ist noch nicht in Sicht, dafür hat das Quartett um Sänger Van McCann mit „Rango“ eine neue Single am Start, die es digital und auf 7″ gibt.

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In Extremo – Feuertaufe

Elf Alben und kein bisschen müde – In Extremo laufen weiterhin wie eine gut geölte Maschine. Bei den Mittelalter-Rockern stimmt weiterhin die Qualität, der Erfolg gibt ihnen außerdem Recht. „Kunstraub“ heißt die neue Platte, die am 27. September erscheint und den Sound der Veteranen um einige neue Facetten erweitern soll. Im Fall der Vorab-Single bleibt jedoch vorerst alles beim Alten. „Feuertaufe“ ist das, was man gemeinhin als Anheizer bezeichnet, und könnte sich zum Live-Favoriten mausern.

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Placebo – Loud Like Love

Als es im April 2012 an die Aufnahmen zum mittlerweile siebten Placebo-Studioalbum ging, geriet Brian Molko schnell unter Zeitdruck. Skizzen für den Nachfolger zu „Battle For The Sun“ gab es nur wenige, nach Veröffentlichung des Appetithappens „B3EP“ sollte es gleich wieder auf Europatour gehen. So griff er auf eigenes Solomaterial zurück, das sich nun teils in neuen Versionen auf der neuen Platte wiederfindet. Kaum war der erste Teil des Albums – noch vor besagter Tour – im Demo-Stadium vorhanden, konnte das Trio frei aufspielen. „Loud Like Love“ klingt tatsächlich nach dem von Stefan Olsdal beschriebenen Befreiungsschlag.

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Sepalot – Black Sky

Als Plattendreher, Blumentopf und Produzent für Ladi6 kennt man Sepalot bestens, mittlerweile auch als durchaus patenten Solokünstler mit einem Hang zum eingängigen Wahnsinn. Die Wolken, die er auf „Chasing Clouds“ noch jagte, haben sich mittlerweile zugezogen und den Himmel verfinstert. „Black Sky“ soll eine düstere Seite des Künstlers zeigen, die dieser von sich selbst zuvor nicht kannte, und dabei mit weniger Gästen auskommen. Mehr Artist-Album, mehr instrumentale Gehversuche – einfach geht anders.

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Parov Stelar feat. Marvin Gaye – Keep On Dancing

Mit einem Major-Vertrag in der Tasche, erreicht Parov Stelar nun endlich jenes große Publikum, das dem mehrfachen Amadeus-Preisträger auch zusteht. Für den Nachfolger zu seiner großartigen Electro Swing-Platte „The Princess“ widmet sich der Linzer der Kunst des Samplens. Auf dem am 4. Oktober erscheinenden „The Art Of Sampling“ vereint Parov Stelar altes und neues Material, das sich um eben jene Thematik dreht. Für die erste Single „Keep On Dancing“ konnte der Österreicher eine seiner Lieblingsstimmen in neue Gewänder hüllen.

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The Flatliners – Dead Language

Wer zehn Jahre lang gemeinsam um die Welt reisen kann, um seine Punk-Botschaft in den räudigsten Clubs und dreckigsten Absteigen zu verbreiten, wird über kurz oder lang zusammengeschweißt. So geschehen bei den kanadischen Nomaden The Flatliners, die zuletzt vor drei Jahren mit „Calvacade“ eine exzellente Platte vorlegten. Off Beat-Einflüsse gehören nun endgültig der Vergangenheit an, dafür klingt das Quartett auf „Dead Language“ noch eine Spur melodischer und somit stärker denn je zuvor.

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