Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Aloe Blacc – Good Things

Mutig, mutig: Während sich die Musikwelt mehr und mehr in Synthetik und technische Spielereien vertieft, wagt sich Aloe Blacc zurück zu den Wurzeln. Der US-Sänger, der bereits Mitte der 90er als Teil der Indie-Rapper Emanon in Erscheinung getreten war, steht für handgemachten 60s-Soul ohne elektronische Gehhilfen. Für sein neues Album „Good Things“ werden durchaus kühne, weitgehend gerechtfertigte Vergleiche gewagt.

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Kings Of Leon – Radioactive

Sechs Millionen verkaufte Alben, vier Grammys und zahlreiche Hits in „Sex On Fire“, „Use Somebody“ und „Notion“ – „Only By The Night“ hat den Kings Of Leon den längst verdienten und überfälligen Durchbruch gebracht. Auf „Come Around Sundown“, ihrem fünften Studioalbum, geht es wieder minimal ruhiger, dennoch ähnlich hitverdächtig zu. Man muss allerdings zweimal hinhören, wie die erste Single „Radioactive“ verrät.

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Daath – Daath

Mit dem Wechsel zu Century Media und mehr Zeit fürs Songwriting ist es bei Daath deutlich bergauf gegangen. Das US-Death Metal-Quintett mit einem Hang zu futuristischen Sounds hat auf „The Concealers“ seine Gesellenprüfung abgeliefert. Nur ein Jahr und ein Instrumentalalbum der beiden Gitarristen Eyal Levi und Emil Werstler später steht „Daath“ in den Läden.

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Chiddy Bang – The Preview

Crossover-Gedanken sind im amerikanischen HipHop aktuell das Maximum. Dazu muss man nicht unbedingt ein E-Gitarre hinter schwedischen Gardinen malträtieren, wie das Lil Wayne gerne tut. KiD CuDi streckt seine Fühler beispielsweise in Richtung Electro-Pop aus, wie auch Chiddy Bang. Das Duo aus Philly hat sich durch prominent platzierte Samples in ihren ersten beiden Singles bereits einen Namen gemacht und präsentiert nun „The Preview“, eine EP mit acht Songs, die die Wartezeit auf das erste Album verkürzen sollen.

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Jamiroquai – White Knuckle Ride

Lange fünf Jahre ist es her, dass Jamiroquai ein neues Studioalbum veröffentlicht haben. Mit einem Labelwechsel, einer Werkschau und diversen Nebenprojekten wurde die Zeit nur sehr dürftig genutzt. Am 29. Oktober erscheint nun „Rock Dust Light Star“, mit dem Jay Kay und Konsorten an frühere Erfolge anknüpfen wollen. Das erste Lebenszeichen „White Knuckle Ride“ klingt bereits vielversprechend.

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Vanderbuyst – Vanderbuyst

Es überrascht keineswegs, dass Vanderbuyst ihr Debütalbum über Ván Records veröffentlichen. Passt ja auch wie Faust aufs Auge, das holländische Trio mit einem Faible für Hard Rock und New Wave of British Heavy Metal der 70er und 80er, und das junge deutsche Kultlabel, das scheinbar im Akkord neue Helden wie Griftegård, Tauthr und The Devil’s Blood zum Kickstart verhilft. Der schlicht „Vanderbuyst“ betitelte Erstling ist eine sympathische Zeitreise mit klassischem Charme.

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Beat! Beat! Beat! – Lightmares

Schreit ‚Hype!‘, so viel ihr wollt, denn hier siegt Qualität über Qual. Beat! Beat! Beat! sind vier Herrn Anfang 20 aus Köln, die es verstehen den tanzbaren Math Rock der Foals in poppigen Indie-Rock der Klaxons und der Strokes zu tauchen. Herausgekommen ist dabei „Lightmares“, ein sympathisches wie hitverdächtiges Debütalbum.

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Alter Bridge – AB III

Vor den Aufnahmen zu ihrem dritten Album haben sich die Mitglieder anderen Projekten gewidmet. Während Sänger Myles Kennedy mit Slash auf Tour ging, reaktivierte die Instrumental-Abteilung gemeinsam mit einem geläuterten Scott Stapp Creed für ein dezent enttäuschendes Album. Offensichtlich haben sich alle Beteiligten durch ihre Nebenaktivitäten freigeschwommen, denn „AB III“ wirkt von vorne bis hinten frisch, stimmig und vor allem deutlich eigenständiger als seine beiden Vorgänger.

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