Vanderbuyst – Vanderbuyst

Vanderbuyst

Es überrascht keineswegs, dass Vanderbuyst ihr Debütalbum über Ván Records veröffentlichen. Passt ja auch wie Faust aufs Auge, das holländische Trio mit einem Faible für Hard Rock und New Wave of British Heavy Metal der 70er und 80er, und das junge deutsche Kultlabel, das scheinbar im Akkord neue Helden wie Griftegård, Tauthr und The Devil’s Blood zum Kickstart verhilft. Der schlicht „Vanderbuyst“ betitelte Erstling ist eine sympathische Zeitreise mit klassischem Charme.

Lederjacken, enge Jeans und weiße Turnschuhe – nicht nur auf den Pressefotos geben sich die drei Niederländer betont retro. Die Zeitreise setzt großzügig auf NWOBHM-Querverweise wie „To Last Forever“ (ein herrlich rifflastiger Opener mit einem Hang zum Psychedelischen) und „From Pillar To Post“ (einem entsprechenden Hit laufen die reformierten Diamond Head seit Jahren nach), und beinahe sleazigem Hard Rock, der sich musikalisch wie thematisch am besten in „Traci Lords“ zusammenfassen lasst. Klar, 70s-Rockgestus mit skandalumwitterten Pornostar funktioniert immer hervorragend.

Was Vanderbuyst wirklich können, beweisen sie in einer gut elfminütigen Coverversion von UFOs „Rock Bottom“, live im Studio in einem Take aufgenommen. Die Niederländer atmen hier den Geist eines zeitlosen Klassikers, spielen sich in einen wahren Rausch und lassen sogar dem viel gescholtene Schlagzeugsolo Raum zur freien Entfaltung. „Vanderbuyst“ ist eine kleine Zeitreise, geschmackvoll und ein wenig sleazig – purer Spaß und ein wenig Sex. Charmantes Debüt.

VÖ: 15.10.2010
Ván Records (Soulfood Music)

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