Kategorie: Alben

Regarde

Regarde – The Blue And You

Erlebt rockig angepunkter Emo aktuell ein Revival oder war er nie wirklich weg? Wie auch immer dem sei, aktuell finden sich scheinbar monatlich neue Talente und arrivierte Bands mit packenden, emotional aufgeladenen Alben und richtig starkem Songwriting. Regarde aus dem italienischen Vicenza reihen sich in diese Riege ein. Das Quartett ackert seit mittlerweile sechs Jahren durch die Lande und durfte unter anderem bereits Meat Wave und The Flatliners supporten. Nun erscheint ihr zweites Studioalbum „The Blue And You“.

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The Wood Brothers

The Wood Brothers – Kingdom In My Mind

Mittlerweile sind The Wood Brothers eine Folk- und Americana-Institution. Ihr letztes Album „One Drop Of Truth“ landete auf Platz 1 der Billboard Heatseekers Charts und brachte dem Trio um die Brüder Oliver und Chris Wood sowie Jano Rix sogar ihre erste Grammy-Nominierung ein. Anstatt mit einem bewussten Plan ins Studio zu gehen, jammte man erst einmal drauflos. Die Sessions entwickelten eine spontane, leidenschaftliche Magie, und so entschloss man sich dazu, das entstandende Material auf einzelne Songs herunterzubrechen. „Kingdom In My Mind“ befasst sich nun mit dem Suchen und Finden gedanklicher Refugien als Rückzugsorte zwischen Licht und Schatten.

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Coogans Bluff

Coogans Bluff – Metronopolis

Was auch immer Coogans Bluff anstellen, ihre Musik hat Hand, Fuß und unzählige weitere Körperteile, von denen man gar nicht wusste, dass man sie unbedingt benötigt. Die stete Suche nach neuen musikalischen Möglichkeiten im betont weit gesteckten Rock-Universum treibt kuriose Blüten, kokettiert schon mal mit Konzeptkunst und lotet die Fusion-Möglichkeiten vollends aus. „Metronopolis“ ist sozusagen der Zwischenstopp nach „Flying To The Stars“. Wo sich diese faszinierende Welt befindet? Das bleibt auch nach mehreren Durchläufen unklar.

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Wolf Parade

Wolf Parade – Thin Mind

Nach 13 Jahren Wolf Parade verließ Multi-Instrumentalist Dante DeCaro die Band 2018 im Guten. Die Kanadier sind seither wieder in ihrem ursprünglichen Trio-Lineup unterwegs und suchen nach neuen musikalischen Wegen. Erstmals wurde eine Platte komplett an ein und demselben Ort geschrieben und fertig gestellt, zudem widmete man sich etwas futuristischeren Klängen, welche ironischerweise an die Anfänge der Herren aus Montreal erinnern. Auf „Thin Mind“, dem mittlerweile fünften Studioalbum, befassen sich Wolf Parade mit der Dauerbefeuerung durch moderne Technik, welche Aufmerksamkeit und Konzentration, dem Titel entsprechend, ausdünnt.

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Marcus King

Marcus King – El Dorado

Mit gerade einmal 23 Lenzen zählt Marcus King zu den großen Southern- und Blues-Hoffnungen der Gegenwart. Seine Marcus King Band veröffentlichte bereits drei umjubelte Studioalben, nun wagt sich der Sänger und Songwriter alleine an vorderste Front. Gemeinsam mit Dan Auerbach (The Black Keys) nahm er in Nashville zwölf neue Songs auf, von allerlei Studiomusiker-Prominenz begleitet. „El Dorado“ gräbt sich tiefer in Soul, RnB, Gospel und Country ein, ohne die Klänge seiner Hauptband zu vernachlässigen.

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Algiers

Algiers – There Is No Year

Mit ihrer einzigartigen Version von Protestmusik rennen Algiers offene Türen bei Alternative-Hörern ein. Soul, Blues, RnB, Industrial, Post Punk und Rock sind nur einige der Zutaten, welche auf den beiden letzten Alben hochspannende Herangehensweisen an gängige Klangschemata hervorbrachten. Mit den Produzenten Randall Dunn, der bereits mit den Drone-Königen Sunn O))) arbeitete, und Ben Greenberg verlieh man dem urgewaltigen Sound auf „There Is No Year“ eine neue, nicht minder spannende Struktur. Fieberhafter, feinsinniger und noch nervöser – und nach wie vor ohne Blatt vor dem Mund.

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Turbostaat

Turbostaat – Uthlande

Mit ihren assoziativen Texten, der kompromisslosen Haltung und einem Ur-Verständnis für Punk, der viel mehr ist, als es dieser Begriff vermuten lässt, erfüllen Turbostaat seit bald zwei Jahrzehnten eine Art Vorbildwirkung für Generationen an Bands. Auf ihr Konzeptwerk „Abalonia“ und die starke Live-Platte „Nachtbrot“ folgt nun „Uthlande“. Von einem alten Begriff für die Inseln, Halligen und Marschen vor dem nordfriesischen Festland befeuert, richtet sich das lyrische Auge dieses Mal auf das Geschehen vor der eigenen Haustüre, von einem etwas punkigeren Sound begleitet.

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Anti-Flag

Anti-Flag – 20/20 Vision

Trotz ihrer überaus politischen Ausrichtung, die vor allem in den Texten stets durchscheint, vermieden es Anti-Flag bislang tunlichst, sich auf ihren Platten einer bestimmten Person zu widmen. Besondere Zeiten erfordern allerdings besondere Mittel, und so ist US-Präsident Donald Trump das Ziel von „20/20 Vision“. Er und sein Vize Mike Pence sowie alle Menschen, die neofaschistische Ideen verfolgen oder deren Verbreitung ermöglich, die offen rassistisch, sexistisch, homophob oder transphob sind, sollen sich vom Nachfolger zu „American Fall“ angesprochen fühlen.

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Courteneers

Courteeners – More. Again. Forever.

In ihrer britischen Heimat sind die Courteeners mittlerweile Dauergäste in den Top 5 der Album-Charts und heimsen regelmäßig Gold-Auszeichnungen ein. Der Rest Europas konnte sich bislang nur bedingt für das Trio begeistern, hier fristet man ein Kenner-Dasein am Rand. Ob das sechste Studiowerk den Status Quo ändern kann? Zumindest rein musikalisch bringt „More. Again. Forever.“ – eine Abhandlung über die Aufs und Abs, welche das Leben mit sich bringt – alles mit.

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AJJ

AJJ – Good Luck Everybody

AJJ waren schon mal glücklicher. Die Welt um sie herum wird scheinbar immer düsterer und hässlicher, und so rücken die Folk-Punks den Blick mehr denn je auf die gruseligen Aspekte des modernen Lebens in Amerika. Wer als Hauptdarsteller agiert, kann man sich wahrscheinlich vorstellen. So ist „Good Luck Everybody“, der Titel des neuen Albums, durchaus zynisch zu nehmen. Und auch musikalisch spielt die US-Band mit den Erwartungen.

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