Kategorie: Alben

Thao & The Get Down Stay Down

Thao & The Get Down Stay Down – Temple

Nach Jahren des Doppellebens, der übermäßigen Vorsicht und des Versteckens – unter anderem aus Furcht vor Konflikten mit und Entfremdung von ihrer Familie und geliebten Kultur – bekennt sich Thao Nguyen offen zu ihrer Queer Identity. Eine gewisse Nervosität bleibt ihr innewohnend, und doch spürt sie eine neue Freiheit, heiratete ihre Freundin und lebt endlich ihr echtes Leben. Beinahe hätte es keine neue Platte von Thao & The Get Down Stay Down gegeben, schien Genosse Rock nicht ausreichend, das endlich öffentlich gewordene Selbst entsprechend auszudrücken. Erstmals in Eigenregie produziert mit Unterstützung des langjährigen Bandmitglieds Adam Thompson, der auch gleich an der Hälfte des Albums mitschrieb, klingt „Temple“ nun etwas anders, und doch vertraut.

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Jason Isbell And The 400 Unit

Jason Isbell And The 400 Unit – Reunions

Nach sechs Jahren bei den Drive-By Truckers war für Jason Isbell die Zeit gekommen, auf eigenen Füßen zu stehen. Der Singer/Songwriter begann eine überaus erfolgreiche Solokarriere mit Band, die mittlerweile als The 400 Unit (unter anderem mit Sadler Vaden, der erst kürzlich selbst eine packende Soloplatte veröffentlichte) auch offiziell auf dem Plattencover steht. Deutlich sechsstellige Verkaufszahlen und vier Grammy-Auszeichnungen später, kehren Jason Isbell And The 400 Unit mit „Reunions“ zurück.

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Louise Patricia Crane

Louise Patricia Crane – Deep Blue

Über Jahre hinweg sammelte Louise Patricia Crane verschiedenste Ideen, einzig ein kreativer Partner fehlte. Als sie etwas Gesang für Stephen Carneys Projekt The Eden House aufnehm, fand sie in ihm genau diese Person; eine Person, die ähnliche Klänge und Künstler*innen schätzt, sogar eine ähnliche musikalische Herangehensweise an den Tag legt. Später sollte noch Jakko Jakszyk von den legendären King Crimson an Bord kommen, außerdem nahm kein Geringerer als Ian Anderson (Jethro Tull) ein paar Flötenpassagen auf. Längst hatte sich die Platte verselbstständigt und erscheint nun unter dem Titel „Deep Blue“.

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Axel Rudi Pell

Axel Rudi Pell – Sign Of The Times

Die Zeit der Experimente ist bei Axel Rudi Pell, dem Wattenscheider Gitarrenvirtuosen, schon lange vorbei. Waren auf seinen Alben in den 90ern immer auch mal wieder ungewöhnliche Songs enthalten, liefert er seit den 2000ern stets genau das ab, was sich seine Fans von ihm und seiner Band um Sänger Johnny Gioeli wünschen. Das soll nicht heißen, dass sich seitdem alle Alben der Band gleich anhören, aber gerade die letzte Scheibe „Knights Call“ fiel insgesamt etwas zu unkreativ aus. Umso schöner, dass Axel mit „Sign Of The Times“ dieses Mal ein richtig gutes und glücklicherweise auch richtig abwechslungsreiches Album abliefert.

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Vonheim

Vonheim – In The Deep

Ihre musikalischen Vorstellungen und Hintergründe mögen zwar höchst unterschiedlich sein, doch wenn Vonheim zusammenkommen, entsteht meist Magie. Die Norweger verstehen sich auf Indie Rock und Alternative Rock – mal poppig, mal progressiv angehaucht – und stellen Kreativität über Befindlichkeiten. Vergleiche mit Radiohead kommen nicht von ungefähr, wenngleich man nicht ganz so experimentell unterwegs ist. „In The Deep“ ist ihr bereits zweites Album.

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Cadet Carter

Cadet Carter – Perceptions

Hallo, schweres zweites Album, we meet again. Über die komplexe, durchaus psychologisch verankerte Welt der Follow-up-Aufnahme wurde viel geschrieben. Cadet Carter ließen sich davon aber erst einmal wenig beeindrucken. Zwar wurde das eponyme Debüt der Münchner gut aufgenommen, Druck von außen ließ man jedoch nicht aufkommen. Die eigene Erwartungshaltung war ein eigenes Thema, und so wurde an vielen Ideen gearbeitet und kräftig aussortiert, bis die neue Platte stand. „Perceptions“ setzt den Indie-Emo-Alternative-Punk-Rock-Weg nun sympathisch fort.

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RAC

RAC – Boy

Gemeinsam mit Gleichgesinnten gründete der damals in den USA studierende Portugiese André Allen Anjos das Remix Artist Collective, kurz: RAC. Unzählige Remixe für namhafte Künstler, darunter Kings Of Leon, Lana Del Rey, New Order, Lady Gaga und Foster The People, sollten folgen, 2017 gab es sogar einen Grammy. Nach einiger Zeit begann Anjos eigene Songs zu veröffentlichen, sein Debütalbum – nunmehr alleine auf weiter RAC-Flur – folgte 2014. Die brandneue Platte hört auf den Namen „Boy“ und bringt abermals Indie sowie Electronica zusammen.

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Alpentines

Alpentines – Blackness

Namen sind wie Schall und Rauch. Ja, die Mitglieder von Alpentines spielen in verschiedenen, durchaus bekannten Indie-Formationen, und doch ist die Zusammenkunft der vier Kölner eine ganz eigene Angelegenheit, die keine langen Listen erfordert. Was auf „Silence Gone“ bereits gut klappte, findet nun Fortsetzung auf „Blackness“ – sieben kleine Songs und Fragmente, die sich mit Überlegungen zum großen Ganzen und den Widersprüchen der gelebten Wirklichkeit befassen. Und das im gewohnten Indie-Gewand mit aufregenden Pop- und Rock-Auslegern.

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Austra

Austra – HiRUDiN

Katie Stelmanis, besser bekannt unter ihrem zweiten Vornamen Austra, verschiebt den Fokus. „Future Politics“ befasste sich vor drei Jahren mit jenen Machtgefügen, welche das gesellschaftliche Leben entscheidend bestimmen. Nun richtet sich der Fokus nach innen mit so breitgefächerten Themen wie den Nachwirkungen einer toxischen Beziehung, Queer-Shame und Unsicherheit. Stelmanis verließ ihre Komfortzone in vielerlei Hinsicht, arbeitete mit ihr zuvor unbekannten Improv-Musikern sowie erstmals mit externen Produzenten zusammen. Entsprechend aufwühlend, vielschichtig und mitreißend gestaltet sich „HiRUDiN“.

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H.B. Nielsen

H.B. Nielsen – Grand Opening

Wenn ein Reisender nachhause zurückkehrt, bringt er in der Regel viele Geschichten mit. Das gilt in hohem Maße für Henric Beckenäs Nielsen. Vor vielen Jahren zog er von Schweden nach New York, um College-Eishockey zu spielen, nahm aber schnell stattdessen die Gitarre zur Hand. Später entdeckte er das Tatöwieren für sich, machte aus der Leidenschaft einen Beruf und reiste um die Welt, bevor er sich 2018 in Göteborg niederließ und erneut die Klampfe auspackte. Auf seinem Debüt „Grand Opening“ gibt er nun seinen Erfahrungsschatz weiter und konzentriert sich vor allem um Abschiede sowie damit verbundene Zweifel.

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