Kategorie: Alben

Grande Roses – Disease

Ein Hoch auf das allmächtige Happy Ende. Für die Schweden-Rocker Grande Roses schien alles großartig zu laufen, sie hatten einen Major-Vertrag unterschrieben und eine EP veröffentlicht, nur um zwei Wochen vor den Aufnahmen zum ersten Album gegangen worden zu sein. Anstatt in sich zusammen zu sacken, wurde die Studiozeit von zwölf auf vier Tagen verkürzte. Grande Roses haben diese erste Bandkrise überstanden, bei Noisolution unterschrieben und machen sich mit ihrem Erstling „Disease“ nun auf, die Rockwelt zu erobern.

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Ólafur Arnalds – For Now I Am Winter

Als Posterboy der modernen Klassiker ist der Isländer Ólafur Arnalds mittlerweile in aller Munde. Der 26jährige ist ein Arbeitstier, nimmt schon mal Songs innerhalb von einem Tag vor einem Live-Publikum auf und bietet diese Sessions – siehe beispielsweise seine hervorragenden „Living Room Songs“ – zum sofortigen Download an. Ebenso wird seine Mischung aus Klassik und minimalistischer Elektronik immer wieder auf Soundtracks eingesetzt – aktuell für die britische Serie „Broadchurch“, in der Vergangenheit unter anderem für den Film „Another Happy Day“. Nach dem Electro-Ausflug mit Kiasmos hat Arnalds nun einen Major-Partner an seiner Seite und veröffentlicht „For Now I Am Winter“, sein bislang vielleicht bestes Album.

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Retro Stefson – Retro Stefson

Island, so denkt man, sei aufgrund seines Klimas und Künstlern wie Björk und Sigur Rós eine magische Eislandschaft. Natürlich ist das Quark, wie man spätestens seit „Kimbabwe“, dem internationalen Debüt und gleichzeitig insgesamt zweiten Album von Retro Stefson weiß. Das blutjunge Septett vermischte Afrobeat und World Music mit Rock, Pop und Electro auf schwer zu kategorisierende, dafür überaus tanzbare Art und Weise. Mittlerweile haben sich die Isländer nicht nur einen Ruf als gute Liveband erspielt, ein neues Album haben sie ebenfalls im Gepäck. Wer „Kimbabwe“ mochte, muss sich auf „Retro Stefson“ erst einmal zurecht finden.

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Betting On The Mouse – Betting On The Mouse

Was ist es bloß mit dem Norden Europas und Popmusik? Gerade der skandinavische Raum exportiert großartige Talente en masse, scheinbar auf einen endlosen Pool zurückgreifen zu können. Zu ihnen zählen auch Betting On The Mouse aus Kopenhagen um Frontfrau Martha Marie Skou, die mittlerweile in Berlin residiert. Wissen muss man über das Quartett eigentlich nichts. Es genügt die Feststellung, dass ihr internationales Debüt, schlicht „Betting On The Mouse“ betiteltet, bezaubernde, verträumte Songs mit hohem Suchtfaktor nach Deutschland transportiert.

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Justin Timberlake – The 20/20 Experience

Selten wurde ein Comeback-Album so heiß erwartet wie das von Multitalent Justin Timberlake. Der 32-Jährige hatte sich in den letzten Jahren verstärkt seiner Filmkarriere gewidmet und war in gleich mehreren Blockbustern zu sehen. Nebenbei machte er noch mit seinem spektakulären Anteilskauf an der Social Media-Plattform MySpace Schlagzeilen. Nach über sechs Jahren hieß es Anfang dieses Jahres allerdings Aufatmen für die Fans: Mit „Suit & Tie“ und besonders dem erfolgreichen „Mirrors“ veröffentlichte er gleich zwei neue Songs, die als Vorboten für drittes Solo-Album „The 20/20 Experience“ dienen sollten, das ab sofort erhältlich ist. Musikalisch kann es die logischerweise sehr hohen Erwartungen erfüllen, auch wenn hier und da einige Längen nicht zu leugnen sind.

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Herrenmagazin – Das Ergebnis wäre Stille

Mit prominenten Fans und Unterstützern – Ex-Blumfeld-Manager Oliver Frank, Jan Müller von Tocotronic und Marcus Wiebusch von Kettcar – starteten Herrenmagazin ihre Karriere als deutsche Indie Rock-Hoffnung. Auch wenn sich die Vorschusslorbeeren bislang nicht in Chartplatzierungen manifestierten, überzeugten die beiden ersten Platten „Atzelgift“ und „Das wird alles einmal dir gehören“ qualitativ vollends. Mit dem Wechsel zu Delikatess Tonträger bleibt man dem Geheimtipp-Status wohl weiterhin treu. Dass die vier Hamburger an Strahlkraft nichts verloren haben, zeigen sie auf „Das Ergebnis wäre Stille“.

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The Mary Onettes – Hit The Waves

Warum sind The Mary Onettes bislang nicht auf die Idee gekommen, ein Album mit dem Titel „No Strings Attached“ aufzunehmen? Gut, vermutlich will man dem offensichtlichen *NSYNC-Vergleich aus dem Weg gehen, auch wenn der clevere Bandname die Puppen tanzen lassen möchte. Dabei könnte das Quartett aus dem schwedischen Jönköping nicht weiter von generischem Boyband-Sound entfernt sein: ihr düsterer Gitarren-Pop mit 80s- und Synthi-Einschlag ist New Romantic durch und durch. Dass diese süßliche Melancholie medienübergreifend funktionieren kann, zeigen unter anderem Soundtrack-Einsätze in der Ärzteserie „Grey’s Anatomy“. Ihr drittes Album „Hit The Waves“ hat Nachschub im Gepäck.

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Olly Murs – Right Place, Right Time

Olly Murs gilt ohne Frage als eines der fleißigsten Arbeitsbienchen, wenn es um das Veröffentlichen neuer Singles und Alben geht. Der britische Singer/Songwriter aus Essex, 2009 immerhin Zweitplatzierter der Castingshow „The X Factor“, konnte seinem damaligen Konkurrenten Joe McElderry schon 2010 mit seinem selbstbetitelten Album das Wasser abgraben. Den europaweiten Durchbruch bescherten ihm jedoch der Longplayer „In Case You Didn’t Know“ und vor allem der Nr. 1-Hit „Heart Skips A Beat“. Um dieser schönen Tradition treu zu bleiben, wurde bereits am 26. November 2012 sein drittes Werk „Right Place, Right Time“ in Großbritannien veröffentlicht, welches nun auch den Sprung nach Deutschland schafft.

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Bosse – Kraniche

Es spricht schon für Axel Bosses Musik. Während andere Künstler nach einem fulminanten Start in den Charts mit jeder weiteren Veröffentlichung federn lassen müssen, etabliert sich der gebürtige Bielefelder Sänger und Songwriter von Album zu Album mehr in der deutschen Musikszene. „Schönste Zeit“, das erste Lebenszeichen nach eineinhalb Jahren Kreativpause und Lead-Single des neuen Albums „Kraniche“, pulverisierte seine bisherige Höchstposition in den Single-Charts gleich in der ersten Woche (#29) und lässt erahnen, zu was die dazugehörige LP im Stande sein könnte.

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The Black Marbles – Made In Concrete

Er will nicht aussterben, der gute, alte Rock’n’Roll. Dass man mit vermeintlich ollen Kamellen immer noch abräumen kann, zeigen aktuell Bands wie The Answer und Airbourne. Möglicherweise muss man künftig The Black Marbles dieser illustren Liste hinzufügen. Das schwedische Quartett gibt es seit 2009, nach ein paar Umbesetzungen begann man aber erst im vergangenen Jahr an den Arbeiten zum Debütalbum. „Made In Concrete“ erscheint über das bandeigene Label und soll Vergleichen mit 70s-Größen wie Free, Humble Pie und The Faces standhalten. Das ist zumindest mutig, funktioniert über weite Strecken aber überraschend gut.

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