Kategorie: Reviews & Previews

Johnny Cash – Out Among The Stars

Beim Sichten der elterlichen Archive sowie jener von Sony Music stieß John Carter Cash 2012 auf Bänder eines Albums seines Vaters aus den 80ern, das nie veröffentlicht wurde. „Out Among Stars“ fasst zwölf Studioaufnahmen zwischen 1981 und 1984 zusammen – eine Ära, die wieder für Cash’sche Großtaten noch als besonders Country-freundlich bekannt ist. Dennoch darf eine Platte mit neuer Musik des mittlerweile vor zehn Jahren verstorbenen Johnny Cash als mittlere Sensation gewertet werden. Stellt sich bloß eine Frage: Verschimmelte das Material zu Recht im Archiv?

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Blank & Jones – Milchbar // Seaside Season 6

Es geht zurück in ein Land, in dem Milch und Ambient fließt. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der letzten Ausgabe geht die „Milchbar“-Sampler-Reihe von Piet Blank und Jaspa Jones in die sechste Runde. Die Soundtracks des Duos, der in zehnstündigen, exklusiven Sunset-Live-Sessions kulminiert, begleiten Bar-Besucher in Norderney seit geraumer Zeit. Was es dort unter anderem an Lounge, Ambient und Chillout zu hören gibt, bekommen geneigte Freunde der Entspannung bereits jetzt in seiner sechsten Auflage serviert.

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Heisskalt – Vom Stehen und Fallen

Chimperator, das steht längst nicht mehr nur für Cro und Die Orsons. Mit dem eigenen Department-Sublabel treibt man die eigene musikalische Öffnung voran. Elenka durfte sich bereits an kauzigem Electro-Pop versuchen, davor debütierten Heisskalt mit ihrer rockigen EP „Hallo – Mit Liebe gebraut“. Was vor einem Jahr noch mit gemischten Gefühlen aufgenommen hat, bewegt sich auf dem Debütalbum nun in eine bedingt erwartete Richtung. Das Quartett aus Stuttgart kehrt seine Post-Hardcore-Wurzeln hervor und vermischt diese mit emotionalem, intelligenten Indie Rock. „Vom Stehen und Fallen“ entpuppt sich als positive Überraschung.

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Kylie Minogue – Kiss Me Once

In aller Regelmäßigkeit beglückt Kylie Minogue nun bereits seit 27 Jahren die Musikwelt. Bis zu ihrem letzten Album „Aphrodite“ im Jahr 2010 war durchschnittlich alle zwei Jahre ein neues Album fällig. Für ihre nunmehr zwölfte LP nahm sich die gebürtige Australierin dann doch ein wenig mehr Zeit. Der Vorbote „Into The Blue“ versprach ein poppiges Album aus dem Hause Minogue. Geworden ist „Kiss Me Once“ jedoch ein musikalisches Potpourri aus kantigen Dubstep-Klängen, kitschigen Pop-Sounds aus beinahe vergessenen „Light Years“-Zeiten und ganz viel Sex.

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Foster The People – Supermodel

Mit kräftiger Verzögerung stürmten Foster The People weltweit die Charts. Die Top-3-Platzierung von „Pumped Up Kicks“ in den USA ließ Kritiker gar die ‚Auferstehung des Indie-Genres‘ herbeischreiben. Hierzulande konnte nach der Top-10-Single kein erfolgreicher Nachfolger platziert werden, obwohl entsprechend hitverdächtiges Material ausreichend vorhanden war. Nach dem internationalen Durchbruch legt das Trio aus Los Angeles nun das vermeintlich schwierige zweite Album „Supermodel“ nach.

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Spring Offensive – Young Animal Hearts

Selbst ist die Band, wenn sich der Erfolg einstellen und Träume verwirklicht werden sollen. Spring Offensive aus Oxford können auf acht Jahre Bandgeschichte zurückblicken, in denen die Indie Rock-Band eine Reihe talentierter Bands (allein in den letzten Monaten u.a. London Grammar, To Kill A King und Local Natives) supporten und sich über BBC-Radio-Airplay freuen durfte. Das Debütalbum „Young Animal Hearts“ wurde via Crowdfunding finanziert, ist aber auch für alle Späteinsteiger regulär im Handel erhältlich.

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Reptile Youth – Rivers That Run For A Sea That Is Gone

Party, Hedonismus, Dance-Punk – Mads Damsgaard Kristiansen und Esben Valløen, die beiden Mannen hinter Reptile Youth, sind nicht gerade dafür bekannt, einen feuchten Kericht auf Erwartungen und Hits zu geben. Dass sie, mal eben so im Vorbeigehen, trotzdem einige eben solcher schreiben, nimmt man dankend mit. Nach dem poppigen Debütalbum wollten die beiden Dänen nun die Energie ihrer Liveshows auf CD bannen. Herausgekommen ist dabei eine Platte mit dem unfassbar komplizierten Titel „Rivers That Run For A Sea That Is Gone“, der in seiner Komplexität gewissermaßen zum Sound des Duos past – und auch nicht.

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Kylie Minogue – Into The Blue

Nachdem 2012 eine Retrospektive der bis dahin 25 Jahre dauernden Musikkarriere von Kylie Minogue erschien, standen die Zeichen 2013 auf Neuanfang. Die kleine Australierin tauschte ihr langjähriges Management aus und dockte bei Jay Zs Label Roc Nation an. Mit „Skirt“ folgte postwendend die erste Single der neuen Ära, die nicht zuletzt durch ihren Dubstep-Einschlag mit ihrer vorherigen Musik brach. „Into The Blue“, die Lead-Single zu ihrem neuen Album „Kiss Me Once“, dürfte jedoch all jene Fans beruhigen, die angesichts des neuen Managements eine Urbanisierung von Kylies Gute-Laune-Dance-Pop gerechnet haben.

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Elbow – The Take Off And Landing Of Everything

Großbritannien liegt Elbow mittlerweile zu Füßen. Überhäuft mit Preisen, fährt das Quintett aus dem Umland von Manchester regelmäßig Platin-Auszeichnungen ein, durfte im Rahmen der Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele in London 2012 auftreten und hat mit „One Day Like This“ einen Song geschrieben, der seither bei sämtlichen Hochzeiten auf der Insel läuft. Unbeeindruckt davon wurde, unterbrochen von Frontmann Guy Garveys Arbeiten am „King Kong“-Musical in New York, das mittlerweile sechste Album „The Take Off And Landing Of Everything“ aufgenommen, das die Briten noch größer, noch monumentaler erscheinen lässt.

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We Are Scientists – TV en Français

Auch wenn „Nobody Move, Nobody Get Hurt“, der Breakout-Hit von We Are Scientists, bereits neun Jahre auf dem Buckel hat, so tanzt man sich zu diesem letzten Aufbäumen der Post-Punk-Revival-Bewegung weiterhin die Füße wund. Die beiden New Yorker Keith Murray und Chris Cain haben diese Zeiten jedoch längst hinter sich gelassen und eine Reihe guter Platten aufgenommen. Mit „TV en Français“ kommen sie nun endgültig im klassischen Indie Rock-Feld an und tauchen vermehrt in (semi-)balladeske Pop-Momente ein.

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