Kategorie: Reviews & Previews

Lykke Li – Wounded Rhymes

In eine Schublade lässt sich die 24jährige Schwedin Lykke Li schon gar nicht zwängen. War ihr Debüt „Youth Novels“ ein Pop-Leckerbissen zwischen Robyn und Róisín Murphy, so rückt nun der Song an sich in den Fokus. „Wounded Rhymes“ beschreibt sie selbst als düsterer und schwermütiger, geradezu launisch. Lykke Li hat einiges zu sagen, was sie in Form von sympathisch reduzierten Hits zu tun pflegt.

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Darkest Hour – The Human Romance

Im 16 Jahr ihres Bestehens sind Darkest Hour immer noch wütend. Mittlerweile in Europa bei Century Media untergekommen, sind sie vielleicht etwas melodischer und eingängiger geworden, lassen den typischen Punch der zwischen Melodic Death / Thrash und Metalcore aber keineswegs vermissen. „The Human Romance“ schreit förmlich nach Metal-Radio und großen Live-Hymnen, vergisst aber auch auf kleinere Überraschungen nicht.

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Usher – More

Für den mehrfachen Grammy-Preisträger Usher Raymond lief es zuletzt alles andere als rund: Abgesehen von seiner Single „Love In This Club“ und dem dazugehörigen Album „Here I Stand“ konnte er so gut wie keine Erfolge in den Charts feiern. Besonders „Raymond vs. Raymond“ lief für seine Verhältnisse allenfalls mäßig. Und dann hetzte uns der RnB-Superstar auch noch Milchbubi Justin Bieber auf den Hals. Wie dem auch sei: Mit den Discosmashern „OMG“ und besonders „DJ Got Us Fallin‘ In Love“ kam 2010 die ersehnte Wende, und nun schickt sich auch die zweite Auskopplung „More“ aus dem Extended Play „Versus“ an, im selben Fahrwasser mitzuschwimmen.

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Papercuts – Fading Parade

Popmusik – ein weit gestreckter Begriff, gerne für Radio-Gleichklang missbraucht, viel zu oft missverstanden. Sub Pop – ein geschichtsträchtiges Label, das wie kaum ein anderes für hervorragende Qualität über Jahre hinweg steht. Die Schnittmenge dieser beiden Pole ergibt „Fading Parade“, das fünfte Papercuts-Album, auf dem Jason Robert Quever erneut die Schönheit des Moments in zeitlose Melodien packt.

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Beth Ditto – EP

Eigentlich war es ja eine einfache Rechnung: Nachdem Gossip mit dem Chart-Dauerbrenner „Heavy Cross“ den Durchbruch in Deutschland geschafft hatten, sollte die Kollaboration „Cruel Intentions“ von Sängerin Beth Ditto und dem britischen Electro-Duo Simian Mobile Disco durch die Decke gehen. Tat sie aus unerfindlichen Gründen aber nicht. Dennoch haben die beiden Parteien für Beth Dittos ersten Solo-Output erneut zusammengearbeitet. Vier dezent angehouste Songs für den (Pop-)Dancefloor gibt es unter dem schlichten Banner „EP“.

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Angelzoom – Everyone Cares

Es ist dies Vertraute einer Heimkehr nach Hause, schöne Erinnerungen rufen sich ins Bewusstsein und dürfen die Liebe des Moments ihr Eigen nennen. So verhält es sich auch mit der Stimme von Angelzoom, Claudia Uhle, einst als X-Perience Frontfrau erfolgreich, steht sie seit sieben Solo-Jahren für wirkungsvolle Dark Ambient Electronic – mit diesem vertrauten Gesang. Den holt nun die Erinnerung ein, zu hören in „Everyone Cares“ vom aktuellen Album „Nothing Is Infinite“.

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Example – Kickstarts

Während man in den USA mit Sample-Wars hinterher hetzt, schreiben britischer Rapper weiterhin elektronsiche Kapitel. Nach Dizzee Rascal, Lethal Bizzle und Wiley kommt nun Example hinterher, dessen hervorragender Zweitling „Won’t Go Quietly“ hierzulande weitestgehend ignoriert wurde. In Form von „Kickstarts“ steht nun allerdings ein potentieller Charthit in den Startlöchern, der definitiv Crossover-Potential besitzt.

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RMX – curated by Blank & Jones

Noch vor gut zehn Jahren waren Blank & Jones mit ihren Dance-Produktionen selbst Dauergast in den Single- und Album-Charts. Inzwischen haben sich die Kölner jedoch erfolgreich im Compilation-Geschäft etabliert und kümmern sich auf ihrem eigenen Label soundcolours um eine Handvoll innovativer Reihen wie „so80s“, „Milchbar“ oder „Chilltronica“. In Kooperation mit EMI Music kommt mit „RMX“ nun eine weitere Konzept-Kopplung auf den Markt. Das Motto: „Superstars remixed by Superstars“.

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Rumer – Seasons Of My Soul

Der Weg von Rumer ins Rampenlicht der Musikwelt war lang beschwerlich. Als Sarah Joyce wurde sie 1979 als jüngstes von sieben Kindern eines britischen Paares in Islamabad geboren, kam in Teenageralter zurück in die Heimat, studierte und war kurzzeitig Sängerin bei La Honda. In der Zwischenzeit hat sie sich mit vielen kleinen Jobs über Wasser gehalten und Songs geschrieben. Bei einer Open Mic Night wurde sie entdeckt, Burt Bacharach, Jools Holland und Elton John zählen zu ihren prominenten Fans. Klingt spannend? Rumers UK-Top-3-Debütalbum „Seasons Of My Soul“ erscheint nun auch hierzulande.

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Marteria – Sekundenschlaf

Berlin steht für Inspiration in Reinkultur, wie zahlreiche nationale und internationale Musiker immer wieder bestätigen. Die Hauptstadt dient auch als Kulisse für Marterias Top 10-Album „Zum Glück in die Zukunft“, das trotz der Geschmacksverirrung „Marteria Girl“ bislang überwiegend mit Qualität punkten konnte. „Sekundenschlaf“ als dritte Single hat dank prominenter Unterstützung sogar durchaus Hitambitionen.

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