Kategorie: Singles & EPs

Dido – No Freedom

Zugegeben, der Name Dido Florian Cloud de Bounevialle O’Malley Armstrong eignet sich nun wirklich nicht zur Beschriftung eines CD-Covers. Genau aus diesem Grund legte sich die britische Singer/Songwriterin Dido schon früh lediglich auf ihren außergewöhnlichen ersten Vornamen fest. Während sie ihre Solo-Karriere bereits 1999 begann, wurde ihr der große Durchbruch erst ein Jahr später als Feature-Act beim Song „Stan“ zusammen mit Eminem zuteil. Ein weiterer Höhepunkt war der Überhit „White Flag“ aus dem Album „Life For Rent“ 2003. Seit ihrer 2008er LP „Safe Trip Home“ war es jedoch merklich still um sie geworden. Mit „No Freedom“ wird sich das nun wieder ändern, auch wenn der Titel lediglich als Download veröffentlicht wird.

Weiterlesen

Gudrid Hansdóttir – A Faroese Fisherman Speaks Of Drowning

Nur selten schafft es Musik von den Färöer Inseln auf das europäische Festland. Dass man in allen Bereichen mithalten kann, zeigt aktuell zum Beispiel Hamferðs Sieg beim „Wacken Metal-Battle“, der den Metallern von der Insel einen Plattenvertrag bei Nuclear Blast eingebracht hat. Deutlich kleinere Brötchen muss hierzulande Gudrid Hansdóttir backen, zuletzt gemeinsam mit Sutcliffe in Erscheinung getreten. Ihr drei Alben haben in der Heimat zahlreiche Preise abgeräumt, in Deutschland ist ihr sympathisch folkiger Singer/Songwriter-Sound nach wie vor eine Randgruppenerscheinung. Pünktlich zum Vinyl-Release ihrer dritten Platte „Beyond The Grey“ erscheint „A Faroese Fisherman Speaks Of Drowning“ als Download-Single.

Weiterlesen

Madness – Never Knew Your Name

Hierzulande werden die Ska-Heroen von Madness leider bis heute auf ihren eher untypischen Gassenhauer „Our House“ reduziert. Dass man den Briten damit Unrecht tut, beweisen nicht nur Hymnen wie „House Of Fun“ oder „It Must Be Love“, die in ihrer Heimat Kultstatus besitzen, sondern auch die Veröffentlichungen der jüngeren Zeitrechnung, beispielsweise das durch den Film „Neues vom Wixxer“ bekannte „NW5“. Das bereits seit Oktober letzten Jahres erhältliche neue Album „Oui Oui, Si Si, Ja Ja, Da Da“ ging bei uns erwartungsgemäß am Gros der Käuferschaft vorbei und verpasste sogar den Einstieg in die Alben-Top 100. Für Madness jedoch kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen, und so wird mit „Never Knew Your Name“ nach „My Girl 2“ sogar noch ein zweiter Song ausgekoppelt.

Weiterlesen

Bosse – Schönste Zeit

Axel Bosse hat mit seinem Album „Wartesaal“ seinen bisher größten musikalischen Erfolg gefeiert. Beim Bundesvision Song Contest 2011 gelang ihm und Anna Loos zudem mit „Frankfurt Oder“ der Sprung aufs Treppchen und in den Charts die bisher höchste Peak für eine seiner Singles (#35). Bis auf das kurze Dance-Pop-Intermezzo („Karambolage“) an der Seite von Oliver Koletzki blieb es 2012 jedoch relativ ruhig um den gebürtigen Braunschweiger. Dieser verbrachte das letzte Jahr u.a. in Istanbul und Umbrien, um Ideen für das kommende Album „Kraniche“ zu sammeln. Mit „Schönste Zeit“ liefert Bosse den ersten Vorgeschmack.

Weiterlesen

Rihanna feat. Mikky Ekko – Stay

Wenn man wie Rihanna mit knapp 25 musikalisch so gut wie alles erreicht hat, was das schnelllebige und oftmals unbarmherzige Business zu bieten hat, muss man sich Alternativen überlegen, sofern man sich mit seinem verdienten Reichtum nicht wie eine gleichaltrige Magdalena Neuner zur Ruhe setzen möchte. Da kommen diverse Gerüchte über eine Affäre mit Justin Bieber (ulkige Vorstellung…) oder eine skandalträchtige Aussöhnung mit RnB-Rüpel Chris Brown doch gerade recht. Weil bei ihren „Diamonds“ nach mehr als viermonatigem Chartaufenthalt aber so langsam der Glanz nachlässt, wird es Zeit für Nachschub. Und auch hier überrascht die barbadische Chanteuse mal wieder alle, denn wer hätte gedacht, dass es sich beim Duett „Stay“ mit Mikky Ekko um eine bedächtige Piano-Ballade handelt?

Weiterlesen

Ewig – Sieh mich an

„Nach der Tour ist vor der Tour!“, dachte sich wohl das Trio Ewig. Die Fangemeinde der jungen Band vergrößert sich eher allmählich. Bis November letzten Jahres tingelten die Ewigs durch Deutschland sowie Österreich und stellten alle Lieder aus „Wir sind Ewig“ vor. Dass die Band um Sängerin Jeanette Biedermann vor teils überschaubarem Publikum musizierte, tat der Energie der deutschen Lieder keinen Abbruch. Immerhin hangelte sich das gelobte Debütalbum in die obere Charthälfte: Jetzt heißt es weitertouren – und das in den größten Hallen Deutschlands, wenngleich im Augenblick noch als Vorband. Auf der Pur-„Sein & Schein“-Tour wollen die Ewigs ihre sehr guten Livequalitäten unter Beweis stellen: Single #2 „Sieh mich an“ eignet sich dazu lediglich bedingt.

Weiterlesen

Sea + Air – The Heart Of The Rainbow

Wenn Zwei sich gleichen wie Wasser und Luft, deren elementare Unterschiede anziehender denn je sind, so müssten sie durch die Erdatmosphäre tauchen und im Ozean Luftschlösser bauen können. Zuzutrauen wäre es dem Singer/Songwriter-Duo Sea + Air. Dessen Verbindung geht jedoch auf die Eigenwilligkeit vom gesprochenen „Sie + Er“ zurück, welche das deutsch-griechische Paar vor allem musikalisch auslebt. Man höre „The Heart Of The Rainbow“ und sei hiermit gewarnt: Die Gefahr eines extravaganten Zuckerschocks war selten so kalkuliert.

Weiterlesen

Disco Ensemble – Second Soul

Die obskure Posse um das fünfte Disco Ensemble-Album „Warriors“ nähert sich einem versöhnlichen Ende. Nachdem die Finnen mit dieser Platte in ihrer Heimat verdientermaßen abräumten – der Übergang von wild gestikulierenden Screamo-Jünglingen zu echten Alternative Rock-Hitlieferanten ist mittlerweile abgeschlossen – sollte es im vergangenen Oktober zu einem Deutschland-Release kommen, aus der letztlich eine Hauruck-Download-Veröffentlichung wurde. Dann kam Til Schweiger, erklärter Disco Ensemble-Fan, und sorgte dafür, dass „Second Soul“ Platz auf dem Soundtrack zu „Kokowääh 2“ fand. Die Finnen haben nun einen Major-Deal, „Warriors“ erscheint am 1. März, die Download-Single gibt es zwei Wochen zuvor.

Weiterlesen

Anti-Flag – Toast To Freedom

Am 31. Juli 2012 spielten Anti-Flag ein Benefiz-Konzert für die seinerzeit inhaftierten Pussy Riot-Mitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alyok Hina und Yekatherina Samutsevich. Unter anderem anwesend: Jochen Willms, langjähriger Freund und Weggefährte von „Art For Amnesty International“-Gründer Bill Shipsey. Gemeinsam wollte man sich Luft machen, Wut und Unverständnis zum Ausdruck bringen. Nur drei Monate später fand man sich im Studio wieder, um gemeinsamen mit einigen Freunden eine Cover-Version von „Toast To Freedom“ aufzunehmen – jenem Song von Carl Carlton und Larry Campbell, der zum 50jährigen Jubiläum von Amnesty International geschrieben und ursprünglich von so unterschiedlichen Künstlern wie Marianne Faithful, Kris Kristofferson, Gentleman und Ewan McGregor dargeboten wurde.

Weiterlesen

King Krule – Octopus

Zwar hat es nicht für die Top 5 gereicht, doch eine Platzierung auf der „BBC Sound of 2013“-Longlist ist für King Krule als großer Erfolg zu werten. Der 18jährige Archy Marshall aus Großbritannien zählt zu den großen Hoffnungsträgern des noch jungen Jahres. Als Youngster mit einem Faible für Fela Kuti, Django Reinhardt und Chet Baker wuchs er mit seiner E-Gitarre in der Hand auf, ist irgendwo im musikalischen Dunstkreis von Jamie T anzutreffen. Noch im vergangenen Jahr erschien „Rock Bottom“ und „Octopus“ als Doppel-A-Single. Letzterer Track erhält nun ein eigenes Download-Bundle.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?