Kategorie: Singles & EPs

Sea + Air – The Heart Of The Rainbow

Wenn Zwei sich gleichen wie Wasser und Luft, deren elementare Unterschiede anziehender denn je sind, so müssten sie durch die Erdatmosphäre tauchen und im Ozean Luftschlösser bauen können. Zuzutrauen wäre es dem Singer/Songwriter-Duo Sea + Air. Dessen Verbindung geht jedoch auf die Eigenwilligkeit vom gesprochenen „Sie + Er“ zurück, welche das deutsch-griechische Paar vor allem musikalisch auslebt. Man höre „The Heart Of The Rainbow“ und sei hiermit gewarnt: Die Gefahr eines extravaganten Zuckerschocks war selten so kalkuliert.

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Disco Ensemble – Second Soul

Die obskure Posse um das fünfte Disco Ensemble-Album „Warriors“ nähert sich einem versöhnlichen Ende. Nachdem die Finnen mit dieser Platte in ihrer Heimat verdientermaßen abräumten – der Übergang von wild gestikulierenden Screamo-Jünglingen zu echten Alternative Rock-Hitlieferanten ist mittlerweile abgeschlossen – sollte es im vergangenen Oktober zu einem Deutschland-Release kommen, aus der letztlich eine Hauruck-Download-Veröffentlichung wurde. Dann kam Til Schweiger, erklärter Disco Ensemble-Fan, und sorgte dafür, dass „Second Soul“ Platz auf dem Soundtrack zu „Kokowääh 2“ fand. Die Finnen haben nun einen Major-Deal, „Warriors“ erscheint am 1. März, die Download-Single gibt es zwei Wochen zuvor.

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Anti-Flag – Toast To Freedom

Am 31. Juli 2012 spielten Anti-Flag ein Benefiz-Konzert für die seinerzeit inhaftierten Pussy Riot-Mitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alyok Hina und Yekatherina Samutsevich. Unter anderem anwesend: Jochen Willms, langjähriger Freund und Weggefährte von „Art For Amnesty International“-Gründer Bill Shipsey. Gemeinsam wollte man sich Luft machen, Wut und Unverständnis zum Ausdruck bringen. Nur drei Monate später fand man sich im Studio wieder, um gemeinsamen mit einigen Freunden eine Cover-Version von „Toast To Freedom“ aufzunehmen – jenem Song von Carl Carlton und Larry Campbell, der zum 50jährigen Jubiläum von Amnesty International geschrieben und ursprünglich von so unterschiedlichen Künstlern wie Marianne Faithful, Kris Kristofferson, Gentleman und Ewan McGregor dargeboten wurde.

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King Krule – Octopus

Zwar hat es nicht für die Top 5 gereicht, doch eine Platzierung auf der „BBC Sound of 2013“-Longlist ist für King Krule als großer Erfolg zu werten. Der 18jährige Archy Marshall aus Großbritannien zählt zu den großen Hoffnungsträgern des noch jungen Jahres. Als Youngster mit einem Faible für Fela Kuti, Django Reinhardt und Chet Baker wuchs er mit seiner E-Gitarre in der Hand auf, ist irgendwo im musikalischen Dunstkreis von Jamie T anzutreffen. Noch im vergangenen Jahr erschien „Rock Bottom“ und „Octopus“ als Doppel-A-Single. Letzterer Track erhält nun ein eigenes Download-Bundle.

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Feed Me & Crystal Fighters – Love Is All I Got

Wenn zwei in Deutschland weitestgehend unbekannte Musik-Acts beschließen, zusammen die Charts aufzumischen, geht die Rechnung am Ende selten auf. Anders scheint dies bei „Love Is All I Got“ zu sein, dem Ergebnis einer Zusammenarbeit des 28 Jahre alten Briten Jon Gooch a.k.a. Feed Me und der spanisch-britischen Folktronica-Truppe Crystal Fighters. Nach dem Release im November als 1-Track-Download wartet nun ein aufgemotztes Bundle auf den 1. Februar. Und da Liebe alles ist, was die Künstler zu haben scheinen, ist auch das Risiko überschaubar.

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Jimi Hendrix – Somewhere

Obwohl Jimi Hendrix, der im vergangenen November seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte, bereits seit mehr als 40 Jahren tot ist, findet sich immer wieder (vermeintlich) unveröffentlichtes Material, aus dem man ein neues Album zimmern kann. Nach dem guten „Valleys Of Neptune“ vor drei Jahren steht für Anfang März „People, Hell & Angels“ in den Startlöchern, das Hendrix‘ Post-Experience-Sessions mit den damals beteiligten Musikern auf einem Silberling vereinen soll. Mit anderen Worten: die Songs kennt man, wohl aber nicht in diesen angedachten Original-Versionen. Vorab erscheint „Somewhere“ als 2-Track-Single.

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Sir Sly – Ghost

Gestatten, Sir Sly, ein Trio aus Los Angeles, beliebt bei diversen Hipster-Blogs und als Mischung aus Coldplay und Maroon 5 beschrieben. Das klingt erst einmal seltsam, vielleicht sogar abschreckend, doch es wird bekanntermaßen nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Dabei ist der Sound von Landon Jacobs, Jason Suwito und Hayden Copien eine spannende Angelegenheit, entpuppt sich als entspannte Popmusik mit stark elektronischem Einschlag, ein wenig Indie-Attitüde und einem Hauch von Gitarren. Bei National Anthem, das unter anderem auch Heimat für die „BBC Sound of 2013“-Gewinner Haim war, erscheint ihre erste Single „Ghost“.

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Delphic – Baiya

Mit ihrer eingängigen Mischung aus Indie Rock und Electro-Klängen überzeugten Delphic nicht nur Kritiker, in UK verkaufte sich ihr Debütalbum „Acolyte“ in die Top 10, während es hierzulande – keine Verwunderung – bestenfalls verhalten lief. Seit dem Release sind ziemlich genau drei Jahre vergangen, die unter anderem mit der Veröffentlichung von „Good Life“, einer von fünf offiziellen Singles zu den Olympischen Sommerspielen in London, gefüllt wurde. Für das zweite Album „Collections“ gestaltet sich der Sound nun offener: weniger Rock, mehr Electro, dazu ein wenig RnB und House. Zeitlich erscheint „Baiya“ als Download-Single.

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New Found Land – Mirror

Es ist ja nicht so, dass Anna Roxenholt eine gänzlich Unbekannte wäre. Ihr deutsch-schwedisches Bandprojekt New Found Land durfte sich über nationale Radio-Rotation freuen, einige Songs schafften es auch auf den Soundtrack diverser US-amerikanischer Serien und Filme. Nun aber der Schnitt: „New Found Land war immer mein Projekt“, realisierte die Schwedin, und trennte sich von ihren Mitstreitern, darunter auch ihr Ehemann, was letztlich die private Beziehung der beiden gerettet haben soll. Am 1. März erscheint der Alleingang, programmatisch „New Found Land“ betitelt. Dass Roxenholt immer noch on top of her game ist, zeigt die Vorabsingle „Mirror“.

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MS MR – Hurricane

Eine geheimnisvolle Aura umgibt das New Yorker Musikprojekt MS MR. Wer genau sind die Künstler? Mindestens genauso groß war lange auch das Geheimnis um die Aussprache des Bandnamens. Lizzy Plapinger und Max Hershenow, so viel steht mittlerweile fest, sind die Köpfe hinter dem Projekt. Während Mister Hershenow sich um die Produktion des gemeinsamen Materials kümmert, verleiht Miss Plapinger MS MR eine Stimme. Erstmals mit der Unterstützung eines Major-Labels gewähren die beiden Musiker mit ihrer EP „Hurricane“ nun großzügigen Einblick in das bisherige Material, noch ehe das Debüt-Album erschienen ist.

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