Kategorie: Singles & EPs

Shitney Beers

Shitney Beers – Surprise

Kleine Überraschungen machen das Leben irgendwie schöner. Das dachte sich wohl auch Shitney Beers und linst, ganz unerwartet, mit neuer Musik ums Eck. Ziemlich genau ein Jahr nach dem Release von „This Is Pop“, das sich gelegentlich über den reduzierten Singer/Songwriter-Tellerrand hinauswagte, gibt es also Nachschub, aufgenommen zwischen Support-Shows für Sportfreunde Stiller, Die Nerven und Fjørt sowie der ersten eigenen Headliner-Tour mit Band. Beers selbst erklärt, auf das Ergebnis stolz zu sein, gerade nach einer schweren Zeit, in der Selbstzweifel mehrfach beinahe zum Aufhören geführt haben. „Surprise“ findet es gut, dass sie weitermacht. Und wie.

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Hyperlilly

Hyperlilly – Realm Of OK

Ein greifbares Gefühlschaos treibt das musikalische Schaffen von Hyperlilly an. Das Quartett aus Düsseldorf versteht sich auf eine epische wie verwaschene Mischung aus Indie Pop und Shoegaze, angereichert durch Rock, Alternative und etwas Emo. Eingängigkeit, Dynamik und Melancholie schaffen ein nahezu konstantes Wechselbad der Gefühle, das sich rund um Depression und Manie bewegt. Nachdem erste Singles bereits verdientes Airplay und allerlei Playlist-Empfehlungen bei Streaming-Anbietern einheimsen konnten, landet in Form von „Realm Of OK“ nun eine komplette EP.

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Losing Sleep

Losing Sleep – Head In The Clouds

Karlsruhe ist nicht nur Heimat erstklassiger Radiomoderatoren und zweitklassiger Fußballteams, sondern auch der Stomping Ground der 2018 gegründeten Losing Sleep. Das Quartett versteht sich auf sehnsüchtigen Indie Rock mit Gaze-Elementen, der unter anderem Themen wie Liebe und Verlust verarbeitet. Exakt das passiert auch auf der neuesten EP: „Head In The Clouds“ beschreibt das Gefühl, in einer Dauerschleife zwischen Traum und Wirklichkeit festzuhängen, sich der zehrenden Vergangenheit zu stellen und Weg in Richtung Selbstreflexion einzuschlagen.

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CIEL

CIEL – Rather Be Alone

Vor einigen Jahren an der britischen Südküste gegründet, haben CIEL das Zeug für den ganz großen Wurf. Mehrere Kleinformate, BBC-Airplay sowie gemeinsame Tourneen mit Blood Red Shoes und Pale Blue Eyes sprechen eine deutliche Sprache. Obendrein haben sie bereits ihre zweite EP in diesem Jahr am Start, und die ist keinesfalls eine Sammlung von Outtakes. „Rather Be Alone“ bemüht einmal mehr den fuzzigen Indie-Sound des Trios, der von Düsternis und Schwere, aber auch von poppig angehauchtem Feingefühl geschickt unterstrichen wird.

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Ryan Bingham

Ryan Bingham – Watch Out For The Wolf

In seiner US-Heimat ist Ryan Bingham seit Jahren ein Fixstern im Country- und Americana-Sektor, veröffentlichte mehrere Top-50-Alben, wurde mit einem Oscar und einem Grammy ausgezeichnet, und hält sogar sein eigenes Festival ab. Als Teil der letzten beiden Staffeln des Neo-Western-Dramas „Yellowstone“ ist er zudem mittlerweile einem internationalen TV-Publikum ein Begriff. Für seinen neuesten musikalischen Streich zog sich Bingham in die gebirgige Wildnis Montanas zurück. Gemeinsam mit seinem Hund, mit Instrumenten, Notizbüchern und Aufnahme-Equipment durchlebte er eine spirituell herausfordernde, einsame Zeit, in der die EP „Watch Out For The Wolf“ entstand.

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Velcros

Velcros – Spit Takes

Ein Konzert der texanischen Punker Radioactivity in Leipzig legte den Grundstein für eine spannende neue Band. Aktuelle und ehemalige Musiker von Aua, Radare, Spit, Wayste und Okta Logue riefen unter diesem Eindruck Velcros ins Leben, die punkigen Esprit mit allerlei Rock-Spielarten – Garage, Indie, Alternative, College und Power Pop – kreuzten und daraus ein musikalisches Happening klöppelten. Noch im Winter soll ein erstes Album erscheinen, bis dahin verkürzt die EP „Spit Takes“ die Wartezeit mit einem kräftigen Ausrufezeichen.

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Would

Would – Be Okay

Der kreative Geist von Matthias Schwettmann rattert weiter und weiter. Nur zwei Monate nach „Mind My Mind“, dem neuesten Werk seiner Band Palila, lanciert er einen Solo-Nebenschauplatz an – Songs, die für Palila zu ’soft‘ waren, aber auch eigene Tracks. Als Would widmet sich Schwettmann verschiedenen Stationen seines Lebens, teils wie Tagebuchanträge angelegt, zugleich musikalisch etwas offener und weitläufiger. Die erste EP hört auf den Namen „Be Okay“, weckt ob der nunmehr bestens bekannten Stimme natürlich bestimmte Assoziationen, steht aber zu jeder Zeit ganz fest auf eigenen Beinen.

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Von Grambusch

Von Grambusch – Licht x Schatten

Touren, touren, touren: Auf Konzertreisen gefällt es Von Grambusch gefühlt am besten, und so sind die Bremer möglichst oft, möglichst durchgehend unterwegs. Neben ein paar Sommerkonzerten geht es ab Ende Oktober wieder auf Deutschland-Tour, großes Jahresfinale in der Heimat inklusive. Mit dabei haben sie ihre neue EP, die einmal mehr Alternative, Punk, Indie und Pop-Charme mit semi-akustischer Instrumentierung und eloquenter Kante vermengt. „Licht x Schatten“ bringt die Stärken der Nordlichter einmal mehr auf den Punkt.

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Nordic Sad

Nordic Sad – Unity

Zeitweise wirkte es so, als hätte jemand etwas gegen den sich anbahnenden Erfolg von Nordic Sad. Die bisherigen Aufnahmen des 2019 gegründeten Sextetts aus dem hohen Norden waren von Pech begleitet, schienen verflucht zu sein. Zwischen einem geplünderten Studio, verbrannten Festplatten und einer Pandemie, die bei einem Mitglied besonders schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen hatte, mussten sich die Schweden erst in ihre Karriere hineinkämpfen. Nach einer verdient abgefeierten Single liegt nun die erste, betont düstere und unbequeme EP vor: „Unity“.

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Lehmanski

Lehmanski – Du strahlst so schön

Nach 14 langen Jahren gibt es wieder neue Musik von Lehmanski, zumindest unter diesem Namen. Weiterhin darf man diese unter keinen Umständen als Indie Rock bezeichnen, stattdessen hält das selbstgewählte Genre ‚Indieprock‘ – hier stoßen Pop und Rock zusammen – als Alternative her. Davon unabhängig präsentiert der in den letzten Jahren u. a. als Teil von Herrenmoos alles andere als untätige Musiker endlich wieder acht neue Songs mit seinem Solo-Schauplatz. „Du strahlst so schön“ funkelt hell – mal introvertiert und sachte, dann wieder extrovertiert und belebend.

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