ME REX

ME REX – Megabear

Bei manchen Platten wünscht man sich, sie würden nie zu Ende gehen. ME REX haben das verstanden und ein endloses Album aufgenommen. 2015 als Solo-Wohnzimmerprojekt von Myles McCabe gegründet, entwuchs die mittlerweile vierköpfige Indie-Band schnell den vier Wänden ihres Songwriters und brillierte unter anderem mit der Doppel-EP „Triceratops / Stegosaurus“ im vergangenen Jahr. Ihr Debütalbum heißt „Megabear“ und legt das gute, alte „Choose your own adventure“-Büchlein auf den musikalischen Shuffle-Modus um.

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Eliza Shaddad

Eliza Shaddad – The Woman You Want

Im Abspann des britischen Netflix-Thrillers „Behind Her Eyes“ ertönte eine magische, beschwörende Version des Nina Simone-Klassikers „Don’t Let Me Be Misunderstood“. Die Stimme dahinter: Eliza Shaddad, Kind einer sudanesischen Astrophysikerin und eines schottischen Diplomaten, in sieben verschiedenen Ländern aufgewachsen. Entsprechend ‚globalisiert‘ wirkt ihr Sound, der das Beste aus Indie, Pop, Rock, Folk, Singer/Songwriter und Art mitbringt. „The Woman You Want“ ist ihr zweites Studioalbum, das sich abermals auf keinen bestimmten Sound festlegen lassen will.

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Wavves

Wavves – Hideaway

Nathan Williams schlägt wieder Wellen, um dieses abgeschmackte Wortspiel zu bemühen. Der graduelle Wandel von Pop-Punk zu Alternative-Rock mit Indie-Färbung bekam Wavves sehr gut und erhöhte den Hitfaktor deutlich. Für das mittlerweile siebte Studioalbum bemüht der Kalifornier die Höhen und Tiefen seines Lebens, die mitunter recht extrem ausfallen. „Hideaway“ lebt von der Selbsterkenntnis, des eigenen Glückes Schmied zu sein, zugleich jedoch keinerlei Einfluss auf externe Faktoren zu haben. Der Musik hört man das bestenfalls bedingt an.

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A Place To Bury Strangers

A Place To Bury Strangers – Hologram

Oliver Ackermann und ein stabiles Line-up, das scheint sich auszuschließen. Zumindest krempelte er A Place To Bury Strangers, nicht umsonst gerne als ‚lauteste Band New Yorks‘ bezeichnet, abermals kräftig um, und begrüßt nun Sandra und John Fedowitz von Ceremony East Coast als neue Rhythmusabteilung. Oliver und John kennen sich, seit sie klein waren, und spielten bereits gemeinsam bei den Shoegaze-Legenden Skywave. Nun macht man wieder gemeinsame Sache, wohl aber deutlich noisiger. Die EP „Hologram“ ist ein fantastisches Stelldichein geworden.

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Jodi

Jodi – Blue Heron

Über Jahre wirkte Nick Levine immer wieder bei Pinegrove mit, wenngleich mit stark fluktuierender Häufigkeit. Nebenher entstand ein Solo-Schauplatz. Nach einer ersten EP „Karaoke“ wird nun jener Stil weiterverfolgt, den Levine (selbstgewählte Pronomen: they/them) als ‚Queer Country‘ bezeichnet. Wobei Country nur eine sehr ungefähre Beschreibung dessen ist, was Jodi auf Platte zaubert. Das Album „Blue Heron“ ist reich an Symbolik und bemüht sich darum, der Welt einen Sinn zu geben, und zugleich die Zufälligkeit des eigenen kreativen Ausdrucks fest zu umarmen.

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Charli Adams

Charli Adams – Bullseye

Charli Adams nützt die Kraft der Musik, um ihren toxischen Wurzeln endgültig zu entfliehen. Sie wuchs in überaus konservativen Kreisen in Alabama auf und versuchte stets, es allen anderen recht zu machen, anstatt ihre eigene Identität zu finden. Ein Umzug nach Nashville, einhergehend mit dem Start ihrer Musikkarriere, ließ Adams aufblühen und sorgte für umfassendes Kritikerlob. Entsprechend ringt sie auf ihrem Debütalbum mit gewaltigen Vorschusslorbeeren, die Vergleiche mit Phoebe Bridgers, Taylor Swift und beabadoobee heraufbeschwören. „Bullseye“ spielt sich von allem frei.

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Graduating Life

Graduating Life – II

Ob das Universum etwas gegen Graduating Life hat? Zunächst überwarf sich Mastermind Bart Thompson während den Aufnahmen mit einem Freund, der sich ums Tracking kümmerte, dann wurde die erste Tour des ehemaligen Soloprojekts COVID-bedingt abgebrochen. Thompson berappelte sich, söhnte sich mit seinem Kumpel aus und befand letztlich, dass sich die Musik eigentlich schon lohnt. Aus diesem Kampf zurück zum Spaß am Songwriting entstand „II“, eine abermals herrlich vielfältige Platte zwischen Emo, Pop-Punk und Alternative Rock.

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Fine And Great

Fine And Great – How To Survive By Getting By

Eine erste Single im März 2020 zu veröffentlichen, pünktlich zu Pandemiebeginn, ist alles andere als ideal. Anstatt sich aber davon entmutigen zu lassen, machten Fine And Great einfach weiter. Das Trio aus München gibt es erst seit Ende 2019, unter dem Faible für emotional aufgeladenen Punk Rock mit melodischer Kante vereint. Neben einer ersten, sozial distanzierten Online-Show und sogar einem ‚richtigen‘ Konzert blieb genug Zeit, um noch mehr Musik zu schreiben. „How To Survive By Getting By“ bringt gleich fünf neue Songs zusammen.

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Zement

Zement – Rohstoff

Nach all den Jahren und Jahrzehnten bleibt die Faszination für Krautrock ungebrochen. Neue Generationen entdecken den motorisch-experimentellen Sound am Tellerrand von Psychedelic, Prog, Electro und x-weiteren Genres mit Jam-Schlagseite. Zu den krautigen Königen der Gegenwart zählen Zement. Das Duo entstammt eigentlich der DIY-Punk-Szene Würzburgs, bevor man sich auf bislang zwei Platten den langen, durchaus technoiden Visionen von Kraftwerk und Neu! zuwandte. Auf „Rohstoff“ intensivieren Christian Büdel und Philipp Hager ihre rein instrumentalen Exkurse nun gekonnt.

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Mieke Miami

Mieke Miami – Montecarlo Magic

Als Sabine Mieke Wenzl in der elterlichen Plattensammlung auf „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ stieß, war es um sie geschehen. Sie studierte später Saxophon, Klavier und Querflöte in Berlin, wohnt inzwischen in Luckenwalde, arbeitet aber nach wie vor in der Hauptstadt als Lehrerin und Komponistin. Und eben als Musikerin, denn unter dem Pseudoynm Mieke Miami schreibt sie herrlich eigenwillige, kunstvolle Songs mit poppigem und elektronischem Einschlag. Das Faible für die Beatles ist ihr geblieben, doch „Montecarlo Magic“, so der Titel von Miamis zweitem Album, hat damit wenig zu tun.

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