Mama Jefferson

Mama Jefferson – Jizzmag

Überaus eitel, aber nur bedingt Sonnenschein: Von ‚Trash Rock‘ ist die Rede, wenn Mama Jefferson die Bühne betreten. Ist das nicht vollkommen überzogen? Mag sein, letztlich sollte das aber komplett egal sein, denn das Schweizer Trio um Vanja Vukelic verbreitet mit seinem übellaunigen und doch unverschämt eingängigen Rock’n’Roll richtig Stimmung. Auf „Jizzmag“ bündeln sie nun ihre Kräfte in zehn Kapiteln.

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A Mote Of Dust

A Mote Of Dust – II

Craig Beaton wandlungsfähig zu nennen, wäre wohl dezent untertrieben. Seit Mitte der 90er bereichert der Schotte die Musikszene – zuerst mit Ganger, dann mit Aereogramme und schließlich als Teil von The Unwinding Hours. Seit 2015 frönt er nun seinem Faible für klassisches Songwritertum. Einzig von Graeme Smillie am Klavier unterstützt, widmet sich A Mote Of Dust persönlichen Themen und der Fragilität des Moments. „II“ ist, wenig überraschend, nun das zweite Studioalbum und zugleich Beatons vermutlicher Schwanengesang.

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Skinny Lister

Skinny Lister – The Story Is…

Vom sympathischen Folk-Act hin zu höheren Weihen: Nach Support-Touren für Frank Turner, Dropkick Murphys und Flogging Molly wollten sich Skinny Lister verändern und öffnen sich musikalisch ein wenig. Die folkige Tradition ihrer ersten drei Alben bleibt erhalten, erhält nun jedoch deutlich mehr Indie- und Pop-Appeal. Ob das gut gehen kann? „The Story Is…“ gibt sich breitenwirksamer und setzt doch nach wie vor auf sympathische Alltagsgeschichten.

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Matthew Logan Vasquez

Matthew Logan Vasquez – Light’n Up

Als Matthew Logan Vasquez‘ Frau kurz nach Weihnachten 2017 mit dem gemeinsamen Sohn nach Norwegen ging, um bei ihrem an Alzheimer leidenden Vater zu sein, blieb der Delta Spirit- und Glorietta-Frontmann zunächst alleine in Texas zurück, um sein neues Album fertigzuschreiben. Und genau das hört man auch, denn die temporäre Trennung von seiner Familie nahm den Singer/Songwriter hörbar mit. Entsprechend ernst, selbst in den vergleichsweise euphorischen Momenten, zeigt sich die dritte Soloplatte „Light’n Up“.

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Coppersky

Coppersky – Orbiter

Coppersky um die drei in Kolumbien geborenen Brüder Zwart melden sich mit einem neuen Nackenschlag zurück. Die niederländische Alternative-Band versteht sich auf dicke Riffs, 70s-Referenzen, Power-Pop und einen Hauch von Grunge – im Prinzip alles, was die letzten gitarrenverstärkten Jahrzehnte so hervorgebracht haben. „Orbiter“, das mittlerweile dritte Studioalbum, befasst sich vornehmlich mit Enttäuschung und zwischenmenschlichen Beziehungen, und genauso heavy wie zerrissen klingen auch diese neun Tracks.

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Lingby

Lingby – Silver Lining

Die Bewältigung von Trauer und der Umgang mit Verlust zählen zu den schwierigsten emotionalen Aufgaben des Lebens. Seit Jahrhunderten inspirieren diese Themen alle Arten von Kunst, natürlich auch die Musik. Hier treten nun Lingby auf den Plan. Die Kölner Band befasst sich auf „Silver Lining“ mit eben jenen Facetten auf einem umfassenden Konzeptalbum. Elektronischer und mitreißender klangen sie noch nie.

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Nicotine Nerves

Nicotine Nerves – 1995

Schon wieder Garage Rock, schon wieder ein Duo, schon wieder Dänemark: Man könnte meinen, es bereits mit der einen oder anderen Band wie Nicotine Nerves zu tun gehabt zu haben. Und das ist alles andere als verkehrt, sofern die Musik stimmt. Bei Rasmus Rankenberg Madsen und Frederik Nielsen aus Aarhus muss man sich darum keine Sorgen machen. Erst 2016 gegründet, verbindet sie die gleiche Liebe zu 90s-Chic, Grunge-Riffs und Tonbandgeräten. Auf eine erste EP folgt mit „1995“ nun das Debütalbum.

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Andy Frasco & The U.N.

Andy Frasco & The U.N. – Change Of Pace

Für Andy Frasco war eine Zeit der Veränderungen gekommen. Das hedonistische, ausschweifende Partyleben hatte der Musiker aus Los Angeles satt und wollte nach mehreren Alben mit seiner Band The U.N. nur noch auf Platte abfeiern. Um diese neue Lebensweise seinen kreativen Ansätzen anzupassen, schloss er sich mit Produzent Dave Schools (Widespread Panic) in einem zum Studio umgebauten Hühnerstall ein, um „Change Of Pace“ aufzunehmen. Der wilde und doch beseelte Mix aus Blues Rock und Rock’n’Roll ist ihm zumindest nicht abhandengekommen.

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Emarosa

Emarosa – Peach Club

Emarosa, war das nicht diese musikalisch gerne mal gen Metalcore schielende Post-Hardcore-Band aus Lexington? Wer das vielseitige Quartett immer noch derartig beschreibt, muss musikalisch hinter dem Mond leben, denn eine erste Stilkorrektur in Richtung Alternative Rock erfolgte bei den Amis bereits nach dem Sängerwechsel (Jonny Craig wurde damals durch Bradley Scott Walden ersetzt) auf ihrem drittem, 2014 erschienenen, Album „Versus“. Während Emarosa auf der letzten Scheibe „131“ dem Post-Hardcore dann endgültig Lebewohl sagten und versuchten, in ihrem neuen musikalischen Umfeld Fuß zu fassen, ist anno 2019 auch Alternative Rock schon wieder ein alter Hut für die Band. Alte Fans werden ihren Ohren nicht trauen, denn auf dem neuesten Werk „Peach Club“ gibt es von vorne bis hinten ausschließlich tief in den 80er Jahren verwurzelten Synthiepop zu hören!

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Motorpsycho

Motorpsycho – The Crucible

Nach dem hochgradig spannenden wie überaus abwechslungsreichen „The Tower“ legten sich Motorpsycho keinesfalls auf die faule Haut. Nicht umsonsten gelten die Norweger als wohl aktivste, am härtesten arbeitende Band im Prog- und Psych-Bereich. Eben jenen decken sie nun auch auf „The Crucible“ ab. Als eine Art Fortsetzung des zuvor erwähnten Doppelalbums zu verstehen, geht das Trio in diesen 40 Minuten unheimlich konzentriert zu Werke und erreicht zugleich ein neues Songwriting-Level.

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