Schlagwort: Alternative Rock

Doodseskader

Doodseskader – The Change Is Me

Wenn das zweite Album tatsächlich das schwerste sein soll, was denken Doodseskader wohl über ihre dritte Platte? Relativ wenig, denn nach „Year One“ und „Year Two“ verwarfen Tim De Gieter und Sigfried Burroughs das bereits fix und fertige „Year Three“. Diverse Gigs während dem Mixing-Prozess zeigten dem Duo aus dem belgischen Gent, dass sie inzwischen zu anderen Menschen geworden waren. Anstatt sich abermals auf kontinuierliche Selbstverbesserung zu konzentrieren, dokumentierte man ausnahmsweise den Status Quo und bemühte sich um die Akzeptanz eigener Fehler und Stärken. „The Change Is Me“ soll eine positivere Ära einläuten.

Weiterlesen
Courtney Barnett

Courtney Barnett – Creature Of Habit

Nomen trifft Omen: „Things Take Time, Take Time“ hätte kaum besser als Titel für das bis jetzt letzte Album von Courtney Barnett gewählt werden können. Das ist mittlerweile fast viereinhalb Jahre her, in denen es für die Australierin allerdings nicht umbedingt ruhig gewesen war. Unter anderem sperrte sie ihr eigenes Label Milk! Records zu (zum Abschluss erschien noch ein rein instrumentaler Doku-Soundtrack) und zog nach Los Angeles. Diese Veränderungen spielen selbstverständlich auch auf ihrem inzwischen vierten regulären Soloalbum eine nicht zu verachtende Rolle. „Creature Of Habit“ handelt davon, sich selbst nicht mehr im Weg zu stehen, um das eigene Leben auch tatsächlich leben und mit allen Sinnen erfassen zu können.

Weiterlesen
The Clockworks

The Clockworks – The Entertainment

Gleich mit ihrem ersten Album gelang The Clockworks ein absoluter Volltreffer: Auf „Exit Strategy“ brachte das in Irland gegründete und heute in London ansässige Quartett gebündelte Indie- und Alternative-Klasse zusammen. Und das in kompletter Eigenregie, denn das bandeigene Label war die perfekte Bühne, um diese Hit-Platte auf das Publikum loszulassen. Der Nachfolger wurde vor allem in den eigenen vier Wänden geschrieben und aufgenommen, holt sich neue musikalische Einflüsse hinzu und befasst sich zudem mit Themen wie Isolation, Einsamkeit und Verbindungen. Vom schweren zweiten Album hält „The Entertainment“ herzlich wenig.

Weiterlesen
Hi Mum

Hi Mum – Ghostwood

Vorneweg: Ja, das liest sich wie ein reiner Sängerwechsel und ein damit einhergehender neuer Bandname. Ist aber wesentlich mehr. So viel mehr. Aber der Reihe nach: Im September 2023 legten sich Maffai erst einmal auf Eis, doch blieb man sich freundlich verbunden. Ob und wann es ein Comeback geben wird, bleibt offen. Gitarrist Simon Züchner, Bassist Daniel Schmitt und Schlagzeuger Jan Kretschmer machen aber gemeinsam weiter in einem neuen Projekt. Den Gesang bei Hi Mum übernimmt Lilly Jane Kletke, musikalisch bewegt man sich eher in Indie-, Alternative- und Shoegaze-Gefilden mit einer gewissen 90s-Ästhetik. „Ghostwood“ ist ihr erstes Album.

Weiterlesen
Yeast Machine

Yeast Machine – Bad Milk

Wasser ist nass und die Rock-Kommune rockt – so weit, so unspektakulär. Einer solchen entsprangen Yeast Machine aus Tübingen, sprachen und sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache und leben zudem noch zusammen. Die fünf Freude traten bislang mit einer EP, einem Album und diversen Festival-Auftritten in Erscheinung, begleitet von einem stark 90er-Jahre geprägten Sound mit Grunge, Alternative, Stoner und Konsorten. Noisolution ist ihre neue Label-Heimat, „Bad Milk“ ihr neues Album. Ranzig ist hieran aber glücklicherweise rein gar nichts.

Weiterlesen
Shoreline

Shoreline – Is This The Low Point Or The Moment After?

Wie weiß man, ob man die Talsohle bereits durchschritten hat, oder ob man erst am absoluten Tiefpunkt angekommen ist? Diese Frage stellen sich Shoreline auf ihrem neuesten Album, mit dem sie als erste deutsche Band bei Pure Noise Records landen. Das Quartett aus Münster bemüht sich um Hoffnung in einer Welt, die immer hässlicher wird, und liefert die passenden Kampfansagen gleich dazu. Zudem entwickelt man sich musikalisch ein wenig weiter – „Growth“, wenn man denn so will. „Is This The Low Point Or The Moment After?“ nimmt in den Arm, rüttelt wach und geht gemeinsam besseren Tagen entgegen.

Weiterlesen
The Sophs

The Sophs – GOLDSTAR

Sechs junge Menschen aus Los Angeles und ein Demotape – so oder so ähnlich begann es einst für The Sophs, die ihre ersten Songs direkt an diverse Lieblingslabels schickten. Bereits am nächsten Tag bekamen sie Antwort von Rough Trade Records, der Rest ist sympathische Geschichte. Seit letztem Sommer erscheinen bereits ein paar Songs hier und da, nun steht das vielschichtige erste Album in den Startlöchern. „GOLDSTAR“ sehnt sich nach Anerkennung und fragt sich zugleich, ob man denn das Richtige tatsächlich aus den richtigen Gründen tut.

Weiterlesen
Nothing

Nothing – a short history of decay

Nach dem Release von „The Great Dismal“ 2020 verabschiedeten sich Nothing erst einmal von ihrem Zwei-Jahres-Rhythmus und legten eine kleine Albumpause ein. Untätig war die Shoegaze-Band keinesfalls, unter anderem gab es Live-Material und eine gemeinsame Platte mit Full Of Hell, zudem wurde ein eigenes Festival auf die Beine gestellt. Und doch bot sich für Mastermind und Gründer Domenic „Nicky“ Palermo die Möglichkeit, einen Gang zurückzuschalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Inzwischen mit essentiellem Tremor, einer nicht-tödlichen Familienkrankheit, ringend, steht „a short history of decay“ unter dem Eindruck der Endlichkeit.

Weiterlesen
Pil & Bue

Pil & Bue – You Have Chosen Darkness

Seit Jahren fristen Pil & Bue zumindest außerhalb der Heimat ihr Quasi-Geheimtipp-Dasein als eines der besten Rock-Duos Europas. Im Gegensatz zu vielen anderen sind die Norweger deutlich härter und kunstvoller unterwegs. Exakt das möchten Petter Carlsen und Gøran Johansen einmal mehr unter Beweis stellen. Dafür gründeten sie ihr eigenes Label, um absolute, uneingeschränkte kreative Freiheit zu genießen. Das hört man dem Nachfolger des für einen norwegischen Grammy nominierten „Special Agents“ auch an: „You Have Chosen Darkness“ lehnt sich in so ziemlich jeder Hinsicht etwas weiter aus dem Kreativ-Fenster.

Weiterlesen
Volores

Volores – Shores Of Scorpio

Das Ehepaar Shelby und Nathen Maxwell (Bassist bei Flogging Molly) bemüht sich als Volores um spannende, emotional aufgeladende Indie- und Alternative-Klänge mit einer gesunden Prise Goth, Post Punk und Americana. Nach einem immersiven ersten Album stellte eine kapitale Enthüllung das Leben von Sängerin Shelby auf den Punkt: Ihr leiblicher Vater war nicht der Mann, für den sie ihn gehalten hatte. Daraus ergab sich die Suche nach einem eigentlichen Zuhause für eine Person, die sich stets fehl am Platze gefühlt hatte. „Shores Of Scorpio“ begleitet die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?