Schlagwort: Alternative Rock

Beady Eye – Soul Love / Iz Rite

Die seit Jahren erwartete Implosion von Oasis brachte gleich zwei neue Bands mit sich: Noel Gallagher’s High Flying Birds um, nun ja, Noel Gallagher, sowie Beady Eye mit gleich vier ehemaligen Mitgliedern, zu denen auch Liam Gallagher zählt, kürzlich um Ex-Kasabian-Gitarrist Jay Mehler verstärkt. Zwar trennt man sich nach wie vor nicht ganz von der Vergangenheiten – nach wie vor schaffen es einzelne Oasis-Songs in die Live-Sets, spätestens mit dem im Juni veröffentlichten zweiten Album „BE“ konnte man sich dafür vollends als eigenständige Band etablieren. Das Kalenderjahr beschließen Beady Eye mit der mittlerweile zur Rarität gewordenen Kurzform der Doppel-A-Seite: „Soul Love / Iz Rite“.

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Stone Temple Pilots with Chester Bennington – High Rise

Ob die Stone Temple Pilots jemals zur Ruhe kommen? Die Reunion mit Sänger Scott Weiland brachte immerhin ein gutes Album und eine noch stärkere Live-DVD mit sich. Danach war vorerst Schluss, aktuell sind vor allem die Anwälte damit beschäftigt, die Rausschmiss des Sängers und damit verbundene Forderungen bzw. Zwistigkeiten abzuhandeln. Anstatt abzuwarten und Tee zu trinken, machen die drei Instrumentalisten einfach weiter. Die Vocals übernimmt nun Linkin Park-Frontmann Chester Bennington, seit seiner Kindheit großer STP-Fan. Die erste EP „High Rise“ zeigt, dass nach wie vor mit den Rock-Legenden zu rechnen ist.

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Baby Lou – Stagediving Into Total Darkness

Mit Biss, Herzblut und DIY-Ethos erspietlen sich Baby Lou vor zwei Jahren einen Platz im Punk-Feld. Oder ist das schon Anti-Punk? Überhaupt noch Punk? Wenn es um die Kategorisierung der mittlerweile zum Trio gewachsenen Saarbrückener geht, tut man sich schwer. Man kommt aus dem Punk, gewisse Bausteine sind noch als solche erkennbar, doch mit einer Mischung aus Hardcore, wahnwitziger Elektronik und Prog-Pop zählen Baby Lou zu den einzigartigsten Bands der Gegenwart. „Fresh Water In A Dirty Glass“ teilte wechselweise in alle Richtung aus, „Stagediving Into Total Darkness“ knüpft daran an und wirkt doch – wohlgemerkt in Relation gesetzt – einen Tacken linearer.

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Placebo – Loud Like Love

Als es im April 2012 an die Aufnahmen zum mittlerweile siebten Placebo-Studioalbum ging, geriet Brian Molko schnell unter Zeitdruck. Skizzen für den Nachfolger zu „Battle For The Sun“ gab es nur wenige, nach Veröffentlichung des Appetithappens „B3EP“ sollte es gleich wieder auf Europatour gehen. So griff er auf eigenes Solomaterial zurück, das sich nun teils in neuen Versionen auf der neuen Platte wiederfindet. Kaum war der erste Teil des Albums – noch vor besagter Tour – im Demo-Stadium vorhanden, konnte das Trio frei aufspielen. „Loud Like Love“ klingt tatsächlich nach dem von Stefan Olsdal beschriebenen Befreiungsschlag.

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Placebo – Too Many Friends

Nach dem großen Erfolg von „Battle For The Sun“ und der erfolgreichen Integration von Schlagzeuger Steve Forrest wagen Placebo den nächsten General-Angriff. Bereits im Rahmen der Tour zu ihrem letzten Album gaben die Briten zu Protokoll, an einem neuen Album zu arbeiten. Der letztjährige Happen „B3EP“ wurde erfolgreich verdaut, am 13. September erscheint ihre siebte Studioplatte „Loud Like Love“. Liebe ist für alle da, wird lautstark gefeiert und doch mit einem gewissen Understatement angeteasert: „Too Many Friends“ erscheint drei Wochen vorab als limitierte 2-Track-Single.

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Slut – Alienation

Fünf Jahre ist es bereits her, das letzte reguläre Slut-Studioalbum „StillNo1“. In der Zwischenzeit tourte man mit Autorin Juli Zeh und nahm das dazugehörige Album „Corpus Delicti“ auf. Ebenso verlagerte man sämtliche Operationen von Ingolstadt nach München. Für die neue Platte entschied man sich für ein Team bestehend aus allen fünf Produzenten, mit denen man bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet hatte. Viele Köche verderben keineswegs den Brei, wie „Alienation“ zeigt.

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Crash Of Rhinos – Knots

Sie wollten ein Album aufnehmen, das nach einer Kollision von Nirvanas „In Utero“ und „The Colour And The Shape“, dem Durchbruchsalbum der Foo Fighters, klingt. Was sich dezent verrückt anhört, beeindruckte Rob Whiteley keinesfalls. Gemeinsam mit dem Quintett Crash Of Rhinos aus dem britischen Derby nahm er einen Nachfolger zu „Distal“, ihrem Debüt aus dem Jahr 2010, in einer Lagerhalle in Liverpool auf. Über das Glücken dieser Mission lässt sich vortrefflich streiten. Unabhängig davon ist „Knots“ eine starke Platte mit passendem Titel geworden.

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Seasfire – Oh..Lucifer

In Bristol wird gelärmt, doch kaum einer bekommt es mit. Seasfire haben in ihrer britischen Heimat bereits zahlreiche Singles und EPs veröffentlicht – ein Album ist noch ausständig -, von denen es bislang einzig der Post-Popstep-Track „Heartbeat“ nach Deutschland geschafft hat. Das ist jedoch noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, denn endlich wird nachgelegt. „Oh..Lucifer“ hat nur bedingt mit seinem Vorgänger zu tun und sieht das Quartett ihre Gitarren stärker in den Vordergrund rücken.

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Editors – A Ton Of Love

Als Spätfolge des Post-Punk-Revivals machten die Editors aus dem britischen Birmingham 2005 mit ihrem Debütalbum „The Back Room“ erstmals von sich reden. Mit einer kleinen Verzögerung erreichte man schließlich auch den deutschen Markt, das bis dato letzte Album „In This Light And On This Evening“ schaffte es 2009 sogar in die Top 10. Das Warten auf einen Nachfolger ist nun vorbei, denn knapp vier Jahre später steht – unterbrochen von einem 7CD-Boxset, dem Ausstieg von Chris Urbanowicz und der Hinzunahme von gleich zwei neuen Mitgliedern – „The Weight Of Your Love“ in den Startlöchern. Romantik gibt es bereits zwei Wochen vorab mit der E-Single „A Ton Of Love“.

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Jimmy Eat World – Damage

Wie eine gut geölte Maschine machen Jimmy Eat World weiter und weiter und weiter. Egal, ob man sich gerade poppig-zugänglich gab oder College-Rock widmete – die Emo-Vorreiter riskieren seit ihrem Durchbruch mit der Single „Lucky Denver Mint“ keinen Blick zurück. Ihr bereits achtes Album nahm das Quartett aus Mesa, Arizona ohne Plattenvertrag auf. Ein weltweiter Partner – einmal mehr mit Major-Hintergrund – wurde vor wenigen Monaten gefunden, „Damage“ steht nun in den Startlöchern und zeigt, gerade inhaltlich, einen etwas erwachseneren Jim Adkins.

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