Schlagwort: Alternative Rock

Sleater-Kinney – No Cities To Love

In der heutigen Zeit über beinahe zwei Jahre ein Geheimnis dieser Größenordnung zu bewahren, ist ein Kunststück. So war es tatsächlich eine gewaltige Überraschung, als Sleater-Kinney vergangenen Herbst mit der Veröffentlichung ihres Boxsets „Start Together“ ihr Comeback samt neuem Studioalbum ankündigten, nachdem sie zuvor bereits zwei Jahre mit der Idee gespielt und auch geprobt hatten. An der Einstellung des Trios hat sich durch Carrie Brownsteins Medienpräsenz – ihre TV-Serie „Portlandia“ wurde für einen Emmy nominiert – nichts geändert und so macht „No Cities To Love“ letztlich dort weiter, wo Sleater-Kinney ein Jahrzehnt zuvor unterbrachen.

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The Migrant – Flood

Fernweh und die Liebe zur Musik machten aus dem Dänen Bjarke Bendtsen The Migrant. Nach einigen Jahren bei The Elephants brach der Mann aus dem ländlichen Jütland auf in die USA und reiste immer wieder durch Nordamerika; Erlebnisse, die seine ersten drei Alben beeinflussen sollten. Zwar wohnt Bendtsen mittlerweile – wieder – in Kopenhagen, das texanische Austin ist jedoch für ihn zu einer Art zweiten Heimat geworden und dient als steter Quell der Inspiration. Die neue Platte „Flood“ wurde dennoch in Dänemark aufgenommen, und zwar erstmals unter Live-Bedingungen mit voller Unterstützung durch Bendtsens Band.

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Abramowicz – Generation

Deutschland, deine Gitarrenbands. Mit festem Schritt und kurzweiligen Melodien treten Abramowicz an, um das Erbe jener Bands anzutreten, die gar nicht daran denken sich zur Ruhe zu setzen. Bereits 2010 gegründet, wuchsen die Hamburger erst im Sommer vergangenen Jahres vom Trio zum Quintett mit Verpflichtung eines Lead-Gitarristen und eines Keyboarders. Die Idee: Garage-Punk, kurzweiliger Rock, eine fette Portion Eingängigkeit und ein wenig Genreclash zwischen nordamerikanischen Springsteen-Rock-Jüngern und heimischen Globetrotter. Die 4-Song-EP „Generation“ macht schon mal Bock auf mehr.

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Jamie T – Rabbit Hole

Lange war er weg, plötzlich ist er wieder da: Nach der Veröffentlichung seines zweiten Albums „Kings & Queens“ plus dazugehörigem Tourzyklus tauchte Jamie T für gleich mehrere Jahre komplett unter. Im Sommer diesen Jahres, schließlich, beendete der Brite die lange Durststrecke mit dem deutlich erwachseneren Album „Carry On The Grudge“. Folk sowie Singer/Songwriter-Klänge stehen nun im Mittelpunkt, was aber keineswegs heißt, dass Treays die rauere, rockige Seite aufgegeben hätte. Zu „Rabbit Hole“ gibt es nun auch ein sehenswertes Video.

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Zen Zebra – Genesia

Gute Neuigkeiten aus dem Zen Zebra-Lager: Das Quintett aus Leipzig befindet sich aktuell im Studio, um einen Nachfolger zu ihrem bockstarken Debütalbum „awaystation“ aufzunehmen. Dem ersten Vernehmen nach gestaltet sich das neue Material „noch cineastischer, noch leidenschaftlicher, noch eingängiger“ – gute Vorzeichen für einen weiteren Leckerbissen zwischen Postcore, Prog und Alternative Rock. Ein erstes musikalisches Lebenszeichen gibt es schon jetzt in Form der Single „Genesia“, die es versteht zaghafte Hoffnungen zu nähren.

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Foo Fighters – Sonic Highways

Nach dem unwahrscheinlich populären und vielfach ausgezeichneten Garagenalbum fürs Stadion, „Wasting Light“, wollte Dave Grohl mehr. Bloß ein Album aufzunehmen ist für den Tausendsassa längst nicht mehr genug, und so schickte er seine Foo Fighters auf eine Rundreise quer durch die USA. Acht Städte, acht Studios, acht Songs, acht Gäste, acht Dokufolgen – begleitet wurden die Aufnahmen durch eine HBO-Serie, die viel mehr als ein bloßes Making of ist, die auf die Musikszene der jeweiligen Städte eingeht. Beinahe droht „Sonic Highways“, das Album hinter diesem Multimedia-Konzept, verloren zu gehen. Bei all der Grandezza kann es für die Foo Fighters eigentlich nur ein Hit oder ein Flop werden. Dazwischen gibt es nichts.

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Restorations – LP3

Springsteen ist bei jungen Rockbands wieder groß im Trend, und doch sind Restorations wesentlich mehr als nur eine unter vielen Kapellen, die dem Boss huldigen. Ganz so jung ist das Quintett aus Philadelphia freilich nicht mehr, hat dafür umso mehr Spaß an klassischem Genre-Bending. Americana, Punk, Folk, Post Punk, Alternative-Geballer – all das und viel mehr zieht sich wie ein roter Faden durch „LP3“, ein weiteres bärbeißiges Monster mit einer Latte an Hits und angenehm strapaziösen Experimenten.

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Navel – Songs Of Woe

Abnabeln und ankommen: Seit einem Jahrzehnt sind Navel auf der Suche nach ihrem Sound. Einzige Konstante ist Sänger und Mastermind Jari Antti, der erstmals auf ein für seine Verhältnisse stabiles Lineup bauen kann. Einzig hinter der Schießbude gab es einen Wechsel, Marco Raeff und Massimo Tondini waren bereits vergangenes Jahr auf „Loverboy“ zu hören. Der letztjährige, endgültige Bruch mit den Grunge-Anfängen wird nun auch auf dem vierten Studioalbum „Songs Of Woe“ kultiviert und mit ungewohnter Spontanität verstärkt.

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Smile And Burn – Action Action

Hymnenhafter, hitverdächter Punk Rock mit einem nicht zu verhehlenden Faible für Popmusik ist spätestens seit dem großen Erfolg der Beatsteaks ein populäres Rezept. Konsequent und ansprechend wird der Stiefel allerdings nur selten durchgezogen, selbst die erwähnten Giganten haben ihren Sound nach „Smack Smash“ bis zur Unkenntlichkeit ent- und verfremdet. Diese Lücke könnten nun die Berliner Smile And Burn schließen, denen auf ihrem dritten Album „Action Action“ der Schritt in Richtung Entertainment endlich gelungen ist.

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The Bulletmonks – No More Warnings

Rotzig, ruppig, entfesselt – nicht gerade still und kaum heimlich haben sich The Bulletmonks ihren Ruf als treibende Kraft im Hard Rock-Sektor erarbeitet. Mittlerweile sind die Nürnberger zu fünft. Da sich Tyler Voxx nun voll und ganz auf den Gesang konzentrieren will, übernimmt mit Shark Shooster ein neuer Mann die Gitarre. Dazu ist seit Sommer 2013 Neuschlagzeuger Bristle Brush Johnson, ein Absolvent der L.A. Music Academy, an Bord. Gemeinsam nahm man das mittlerweile dritte Album „No More Warnings“ im Kellerstudio von DESSS Recordings auf.

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