Schlagwort: Electro-Pop

Frida Gold – Unsere Liebe ist aus Gold

Die Zeiten, in denen deutsche Bands wie Pilze aus dem Boden schossen, sind bereits ein gutes halbes Jahrzehnt vorbei. Und doch findet sich im mittlerweile wieder dem amerikanischen Musikmarkt zugewandten Geschäft noch das ein oder andere Juwel, das sich im Schleifprozess befindet. Frida Gold aus Hattingen im Ruhrgebiet ist eine solche Band, die es innerhalb kürzester Zeit zu bundesweiter Bekanntheit gebracht hat. Ihr erstes Album trägt folgerichtig den Namen „Juwel“, und besonders die zweite Single-Auskopplung „Wovon sollen wir träumen“ konnte dank ZDF-Unterstützung während der Frauen-Fußballweltmeisterschaft mit einer Top 20-Platzierung überzeugen. Mit dem neuen Song „Unsere Liebe ist aus Gold“ legen sie nun ihr bisher bestes Werk vor.

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Lady Gaga – Yoü And I

Ihr Name steht für schier grenzenlosen Erfolg, extravagante und exzentrische Auftritte sowie schrille Outfits: Die Marke Lady Gaga hat seit 2008 weltweit Hochkonjunktur. Doch wo Ruhm ist, da sind auch extrem hohe Erwartungen für das Folgematerial. Und so ein zweites Album soll ja bereits die ein oder andere Karriere zunichte gemacht haben. Im Falle Stefani Germanottas (so Frau Gaga bürgerlich) trifft dies keinesfalls zu: „Born This Way“ schoss erneut in nahezu allen Hitlisten auf Platz 1; einzig die zweite Single „Judas“ lief in Deutschland mit Platz 23 für ihre Verhältnisse überraschend schwach. Mit Single Nr. 4 namens „Yoü And I“ (nein, kein Rechtschreibfehler) geht sie nun ein wenig mehr Risiko ein. Die Chancen, dafür belohnt zu werden, stehen wieder überaus gut.

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Juli – Du lügst so schön

Es war in der Tat eine ‚perfekte Welle‘, die da 2004 über Deutschland schwappte und reihenweise neue, unverbrauchte Acts wie die Gießener Pop-Rock-Band Juli brachte. Ihr ist es unter anderem maßgeblich zu verdanken, dass handgemachte, deutsche Musik im 21. Jahrhundert wieder salonfähig wurde. Nach einem Nr. 2- und einem Nr. 1-Album folgte 2010 der dritte Longplayer namens „In Love“, auf dem es deutlich elektronischer zuging, der mit Platz 4 jedoch ebenfalls höchst erfolgreich war. Die vierte Single-Auskopplung „Du lügst so schön“ setzt dagegen wieder bei Julis Wurzeln an – und kann mit reifen Lyrics, einer Menge Emotionen und einer gewissen Fragilität punkten.

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ZyniC – My Personal Kryptonite

ZyniC gehören neben Hurts und den Mirrors zu den vielversprechendsten Newcomern im Bereich des 80er-geprägten Synthiepops. Wobei es statt ‚gehören‘ eigentlich ‚gehört‘ heißen müsste, denn hinter dem Namen verbirgt sich keine Band im klassischen Sinne, sondern der Solokünstler H.P. Siemandel, welcher sich nicht nur für den ansprechenden Gesang, sondern auch für die Synthesizerklänge verantwortlich zeigt. Leider konnte ZyniC den kommerziellen Durchbruch im Gegensatz zu genannten britischen Bands bisher nicht erzielen – trotz einer superben Download-Debütsingle namens „Dreams In Black And White“, die aktuell als limitierte EP neu aufgelegt wird, und einem ebenso genialen Album namens „Fire Walk With Me“.

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When Saints Go Machine – Kelly

Dänemark, Land des elektronischen Wahnsinns. Was hier an Electro-Pop-, Dance- und Alternative-Varietäten die Runde macht, beeindruckt. Neben Ginger Ninja versuchen aktuell auch When Saints Go Machine über das Feinschmecker-Label !K7 Fuß zu fassen. Auf ihrer Debüt-EP „Fail Forever“ – das dazugehörige Album „Ten Makes A Face“ ist hierzulande nur via Import erhältlich – hat das Quartett aus Kopenhagen bereits seine Klasse angedeutet, auf „Konkylie“ vor drei Monaten die Erwartungen bestätigt. Mit „Kelly“ haben die Dänen nun auch einen potentiellen Single-Hit am Start.

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Melanie C – The Sea

Während ihrer Spice-Girls-Zeit war sie die Sportliche, bekannt für ihre Flickflacks und sorgte nicht zuletzt mit ihren Outfits für einen recht maskulinen Touch innerhalb der erfolgreichsten Girlband unserer Zeit. Doch kaum einer hätte der toughen Melanie Chisholm trotz ihrer einzigartigen Röhre eine erfolgreiche Solo-Karriere zugetraut. Zehn Jahre und fünf Millionen verkaufte Platten später weiß man es besser: Mit vier Top-20-Alben, drei Top-20- und einem Nr.-1-Hit allein in Deutschland ist sie mit Abstand das fleißigste und ertragreichste Ex-Gewürzmädel. Nach ihrem letzten Album „This Time“ legt sie nun mit „The Sea“ nach und kombiniert sämtliche Stilrichtungen ihrer bisherigen Longplayer zu einer sympathischen Mischung.

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Klee – Aus lauter Liebe

„Der Film von Morgen wird ein Akt der Liebe sein.“ – François Truffauts Statement zum Geist der Nouvelle Vague ist geradezu programmatisch für das neue Klee-Album „Aus lauter Liebe“, sofern man ‚Film‘ durch ‚Kunst‘ ersetzen will. Drei Jahre nach „Berge versetzen“ stehen erneut Liebe, Emotionen und Sehnsüchte im Vordergrund, wird gleichermaßen an das französische Kino der frühen 60er Jahre erinnert. Was nach einem kauzig-kitschigen Konzeptalbum klingt, ist in Wirklichkeit aber ein weiteres Highlight aus dem Hause Kerstgens / Servaes.

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Melanie C – Think About It

Vier lange Jahre dauerte die Auszeit des erfolgreichsten Ex-Spice-Girls, unter anderem aufgrund der Geburt ihrer ersten Tochter im Jahr 2009. Doch nun will es Melanie Chisholm (oder kurz Melanie C) wieder wissen: Mit „The Sea“ veröffentlicht sie am 2. September ein brandneues Album und die erste Single „Rock Me“ wurde gleich zur offiziellen ZDF-Hymne der Frauen-Fußballweltmeisterschaft ernannt. Pech nur, dass sich die deutschen Spielerinnen bekanntermaßen nicht mit Ruhm bekleckerten und im Viertelfinale die Segel streichen mussten, was auch der Chartperformance des Songs nicht gut tat. Die Nachfolgesingle „Think About It“ ist wieder auf sich allein gestellt, weiß aber mit einer hervorstechenden Eigendynamik zu überzeugen.

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Hello Gravity – Wunderkind

Schrobenhausen – eine kleine oberbayerische Stadt, bekannt als Spargelzentrum. Ob sich die vier Jungs von Hello Gravity im Europäischen Spargelmuseum kennengelernt haben, ist nicht überliefert, freilich aber die Idee hinter ihrem Namen zwischen Bodenhaftung und dem Streben nach oben. 2007 erst gegründet, steht nun ihr von Dienje-Chef Ron Flieger produziertes Debütalbum „Wunderkind“ am Start; ein deutschsprachiger Begriff, der auch im Englischen existiert und den Spagat zwischen heimischen Wurzeln und internationalen Ansprüchen – gesungen wird ausschließlich in englischer Sprache – symbolisieren soll.

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Lovers Electric – Impossible Dreams

Aus Australien schwappt seit einigen Monaten eine regelrechte Welle von Electro-Pop-Acts nach Deutschland. Man denke nur an Empire Of The Sun, die Bag Raiders oder aktuell Gypsy & The Cat. Eden Boucher und David Turley von Lovers Electric leben inzwischen zwar in Berlin, haben ihre Wurzeln aber ebenfalls in Down Under und beherrschen den gefragten Aussie-Sound. Zumindest in einer durch und durch radio-kompatiblen Light-Variante, wie sie auf „Impossible Dreams“ zu hören ist.

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