Schlagwort: Electro-Pop

Gotye – Making Mirrors

Aus Australien und Neuseeland strömen scheinbar im Akkord spannende, angenehm andere Electro-Pop-Acts (sowohl ‚Electro‘ als auch ‚Pop‘ sind im weitesten Sinn zu sehen – von Indie Pop über Funk bis Industrial wandert alles durch den Down Under-Fleischwolf), die die Charts und Airwaves mehr und mehr für sich erobern. Während man sich Empire Of The Sun, The Naked And Famous und Gypsy & The Cat kaum mehr aus der aktuellen Musiklandschaft wegdenken kann, hinterlässt nun auch Gotye seine Duftmarken in Deutschland. Der Australier mit belgischen Wurzeln erobert aktuell die Top 10 der deutschen Singlecharts – kein Wunder, dass sein mittlerweile drittes Studioalbum „Making Mirrors“ gleich nachgeschoben wird.

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Gotye feat. Kimbra – Somebody That I Used To Know

Australische Hits scheinen in der deutschen Musikwelt immer mehr einen festen Platz einzunehmen. In letzter Zeit schwappen nämlich verdammt viele gute Songs aus Down Under nach Deutschland rüber. Einen nicht geringen Anteil daran haben natürlich die Titel aus diversen Vodafone-Werbungen von Interpreten wie Empire Of The Sun, die Bag Raiders oder ganz aktuell Gypsy & The Cat. Dass es aber auch ganz ohne derartige Werbeunterstützung funktionieren kann, beweist der belgisch-australische Singer/Songwriter Gotye. Dessen Duett „Somebody That I Used To Know“ mit der aus Neuseeland stammenden Kimbra gelang der Sprung nach Deutschland nämlich völlig problemlos – und das in erster Linie dank jeder Menge Klicks auf Youtube, wo das dazugehörige Video inzwischen weit über 20 Millionen Mal gesehen wurde.

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Gypsy & The Cat – Time To Wander

Neue Werbekampagne, neuer Song: Als Soundtrack für Mobilfunk-Clips lassen sich hohe Chartpositionen relativ locker einfahren, wie zuletzt Empire Of The Sun (#1) und Bag Raiders (#17) bewiesen haben. Mit Gypsy & The Cat sind nun erneut Australier an der Reihe, die das gewünschte electro-poppige Lebensgefühl offensichtlich am besten einzufangen vermögen. Mit „Jona Vark“ hatte das Duo bereits einen feinen Airplay-Hit dank Viva-Unterstützung, in den Charts ging es auf die #22. „Time To Wander“ soll nun in ähnliche Höhen vorstoßen und dem dazugehörigen Album „Gilgamesh“ zu weiteren Käufen verhelfen.

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Lady Gaga – Marry The Night

Die Chartsbilanz der bisherigen Auskopplungen aus Lady Gagas aktuellem Album „Born This Way“ fällt eher durchwachsen aus. War die Vorab-Single „Born This Way“ noch ein souveräner Nummer 1-Hit, verfehlte der Nachfolger „Judas“ sogar den Einstieg in die Top 20 – was unter anderem aber auch an der etwas verspäteten Anmeldung für die Charts gelegen haben könnte. Der eingängige Popsong „The Edge Of Glory“ knackte dann – nicht zuletzt dank des Auftritts bei „Germany’s Next Topmodel“ – die Top 3, doch dessen uninspirierter, als Single im Prinzip indiskutabler, Nachfolger „Yoü And I“ ist dann schon wieder im Flopbereich einzuordnen. Allerdings enthält das Album durchaus noch den einen oder anderen hochklassigen Song. Mit „Marry The Night“ wird nun glücklicherweise einer der stärksten Titel der Platte ausgekoppelt.

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The Naked And Famous – Punching In A Dream / Girls Like You

Die Releasestrategie – sofern man in diesem Fall von einer Strategie sprechen kann – der „Passive Me, Aggressive You“-Ära von The Naked And Famous zu verstehen, fällt alles andere als leicht. Die erste Single „Young Blood“ war ein Airplay-Hit und durfte sich über ausgedehnte VIVA-Promotion freuen, hat es aber nicht über Platz 30 hinaus geschafft. Die Nachfolger „Punching In A Dream“ und „Girls Like You“ wurden respektive für Mitte Juli und Ende Oktober angekündigt, jedoch relativ beiläufig gecancelt. Dafür erscheinen nun gleich fünf (!) Download-EPs gleichzeitig, unter anderem auch die erwähnten Follow-Up-Singles nebst exklusiven B-Seiten.

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Eleanor Friedberger – Last Summer

Während sich die Fiery Furnaces eine kleine Auszeit nehmen, finden die Geschwister Friedberger Zeit für Soloausflüge. Soundtüftler Matthew arbeitet gerade an seiner „Solos“-Serie, einer Sammlung an Vinyl-Platten, die jeweils nur mit einem Instrument umgesetzt wurden und aktuell in fünf Teilen (weitere sollen folgen) erhältlich sind. Eleanor Friedberger kommt mit einem Album aus, „Last Summer“, das mit gerade einmal vier Monaten Verspätung nun auch in Deutschland erscheint. Besonders überzeugend: Hier gehen eine einzigartige Stimme und gelegentlich sperrige Arrangement perfekt Hand in Hand miteinander.

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Kelly Clarkson – Stronger

Gewinner internationaler Castingshows halten sich in der Regel länger als ihre deutschen Kollegen – und doch gibt es in den letzten Jahren selbst in UK und den USA Abnutzungserscheinungen, was den Erfolg hochstilisierter Superstars angeht. Glücklich kann sich dagegen die Siegerin der ersten „American Idol“-Staffel Kelly Clarkson schätzen: Die 29-Jährige konnte seit 2003 bisher über 30 Millionen Tonträger verkaufen, und nach einer kurzen Verschnaufpause veröffentlicht sie nun ihr bereits fünftes Studioalbum namens „Stronger“. Dass der Name hier Programm ist, dürfte nicht schwer zu erraten sein. Mit viel Gefühl beweist die Texanerin stimmliche Power und Eleganz in Einem, und liefert das berühmte Rundum-Sorglos-Paket ab.

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Rihanna feat. Calvin Harris – We Found Love

Bei einigen Menschen scheint der Tag aus mehr als 24 Stunden zu bestehen. Anders lässt es sich kaum erklären, dass die barbadische Pop- und Dance-Queen Rihanna seit 2009 jedes Jahr kontinuierlich gen Ende November ein neues Album rausschießt. Das nächste Baby des Workaholics hört auf den simplen Namen „Talk That Talk“; für die erste Singleauskopplung „We Found Love“ (bereits die fünfte in diesem Jahr) hat sie sich den schottischen Beatschmied Calvin Harris geangelt, der dem Track seine ganz eigene Note verleiht. Und trotz aller medialer Omnipräsenz: Auch mit diesem Song kann die 23-Jährige bei Fans und Kritikern gleichermaßen erneut punkten.

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M83 – Hurry Up, We’re Dreaming

Seit mittlerweile zehn Jahren verzaubert der Franzose Anthony Gonzalez als M83 mit seiner Electro- / Dream-Pop-Melange Musikfans und Musiker gleichermaßen. So betourte er sein letztes Album „Saturdays = Youth“ (2008) unter anderem im Vorprogramm der Killers, Kings Of Leon und Depeche Mode, dazu hat er sich einen Namen als Remixer für Daft Punk, Bloc Party und Placebo gemacht. Eine neue Dimension erreicht sein Arbeitseifer jedoch nun mit „Hurry Up, We’re Dreaming“, einem Doppelalbum, inspiriert durch ähnlich ausgelegte Werke wie das weiße Album der Beatles oder „Mellon Collie And The Infinite Sadness“ von den Smashing Pumpkins. Ob sich Gonzalez da nicht zu viel zugemutet hat?

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Fenech-Soler – Stop And Stare

Der massiven Unterstützung von Groove Armada, die Fenech-Soler mit auf Tour nahmen und Sänger Ben Duffy ihre Single „Paper Romance“ einsingen ließen, ist es unter anderem zu verdanken, dass sich das britische Quartett mittlerweile einen Namen machen konnte. Auch wenn man bislang nicht an den Erfolg von Kollegen wie The Naked And Famous oder Gypsy & The Cat anknüpfen konnte: Rein musikalisch gesehen macht ihr selbstbetiteltes Debütalbum immer noch verdammt viel Spaß. Die mittlerweile dritte Single „Stop And Stare“ übt sich in zartem Understatement und verleiht klassischen Dance-Pop-Klängen eine leicht melancholische Note.

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