Schlagwort: Electro-Pop

Kelly Clarkson – Stronger

Gewinner internationaler Castingshows halten sich in der Regel länger als ihre deutschen Kollegen – und doch gibt es in den letzten Jahren selbst in UK und den USA Abnutzungserscheinungen, was den Erfolg hochstilisierter Superstars angeht. Glücklich kann sich dagegen die Siegerin der ersten „American Idol“-Staffel Kelly Clarkson schätzen: Die 29-Jährige konnte seit 2003 bisher über 30 Millionen Tonträger verkaufen, und nach einer kurzen Verschnaufpause veröffentlicht sie nun ihr bereits fünftes Studioalbum namens „Stronger“. Dass der Name hier Programm ist, dürfte nicht schwer zu erraten sein. Mit viel Gefühl beweist die Texanerin stimmliche Power und Eleganz in Einem, und liefert das berühmte Rundum-Sorglos-Paket ab.

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Rihanna feat. Calvin Harris – We Found Love

Bei einigen Menschen scheint der Tag aus mehr als 24 Stunden zu bestehen. Anders lässt es sich kaum erklären, dass die barbadische Pop- und Dance-Queen Rihanna seit 2009 jedes Jahr kontinuierlich gen Ende November ein neues Album rausschießt. Das nächste Baby des Workaholics hört auf den simplen Namen „Talk That Talk“; für die erste Singleauskopplung „We Found Love“ (bereits die fünfte in diesem Jahr) hat sie sich den schottischen Beatschmied Calvin Harris geangelt, der dem Track seine ganz eigene Note verleiht. Und trotz aller medialer Omnipräsenz: Auch mit diesem Song kann die 23-Jährige bei Fans und Kritikern gleichermaßen erneut punkten.

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M83 – Hurry Up, We’re Dreaming

Seit mittlerweile zehn Jahren verzaubert der Franzose Anthony Gonzalez als M83 mit seiner Electro- / Dream-Pop-Melange Musikfans und Musiker gleichermaßen. So betourte er sein letztes Album „Saturdays = Youth“ (2008) unter anderem im Vorprogramm der Killers, Kings Of Leon und Depeche Mode, dazu hat er sich einen Namen als Remixer für Daft Punk, Bloc Party und Placebo gemacht. Eine neue Dimension erreicht sein Arbeitseifer jedoch nun mit „Hurry Up, We’re Dreaming“, einem Doppelalbum, inspiriert durch ähnlich ausgelegte Werke wie das weiße Album der Beatles oder „Mellon Collie And The Infinite Sadness“ von den Smashing Pumpkins. Ob sich Gonzalez da nicht zu viel zugemutet hat?

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Fenech-Soler – Stop And Stare

Der massiven Unterstützung von Groove Armada, die Fenech-Soler mit auf Tour nahmen und Sänger Ben Duffy ihre Single „Paper Romance“ einsingen ließen, ist es unter anderem zu verdanken, dass sich das britische Quartett mittlerweile einen Namen machen konnte. Auch wenn man bislang nicht an den Erfolg von Kollegen wie The Naked And Famous oder Gypsy & The Cat anknüpfen konnte: Rein musikalisch gesehen macht ihr selbstbetiteltes Debütalbum immer noch verdammt viel Spaß. Die mittlerweile dritte Single „Stop And Stare“ übt sich in zartem Understatement und verleiht klassischen Dance-Pop-Klängen eine leicht melancholische Note.

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Frida Gold – Unsere Liebe ist aus Gold

Die Zeiten, in denen deutsche Bands wie Pilze aus dem Boden schossen, sind bereits ein gutes halbes Jahrzehnt vorbei. Und doch findet sich im mittlerweile wieder dem amerikanischen Musikmarkt zugewandten Geschäft noch das ein oder andere Juwel, das sich im Schleifprozess befindet. Frida Gold aus Hattingen im Ruhrgebiet ist eine solche Band, die es innerhalb kürzester Zeit zu bundesweiter Bekanntheit gebracht hat. Ihr erstes Album trägt folgerichtig den Namen „Juwel“, und besonders die zweite Single-Auskopplung „Wovon sollen wir träumen“ konnte dank ZDF-Unterstützung während der Frauen-Fußballweltmeisterschaft mit einer Top 20-Platzierung überzeugen. Mit dem neuen Song „Unsere Liebe ist aus Gold“ legen sie nun ihr bisher bestes Werk vor.

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Lady Gaga – Yoü And I

Ihr Name steht für schier grenzenlosen Erfolg, extravagante und exzentrische Auftritte sowie schrille Outfits: Die Marke Lady Gaga hat seit 2008 weltweit Hochkonjunktur. Doch wo Ruhm ist, da sind auch extrem hohe Erwartungen für das Folgematerial. Und so ein zweites Album soll ja bereits die ein oder andere Karriere zunichte gemacht haben. Im Falle Stefani Germanottas (so Frau Gaga bürgerlich) trifft dies keinesfalls zu: „Born This Way“ schoss erneut in nahezu allen Hitlisten auf Platz 1; einzig die zweite Single „Judas“ lief in Deutschland mit Platz 23 für ihre Verhältnisse überraschend schwach. Mit Single Nr. 4 namens „Yoü And I“ (nein, kein Rechtschreibfehler) geht sie nun ein wenig mehr Risiko ein. Die Chancen, dafür belohnt zu werden, stehen wieder überaus gut.

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Juli – Du lügst so schön

Es war in der Tat eine ‚perfekte Welle‘, die da 2004 über Deutschland schwappte und reihenweise neue, unverbrauchte Acts wie die Gießener Pop-Rock-Band Juli brachte. Ihr ist es unter anderem maßgeblich zu verdanken, dass handgemachte, deutsche Musik im 21. Jahrhundert wieder salonfähig wurde. Nach einem Nr. 2- und einem Nr. 1-Album folgte 2010 der dritte Longplayer namens „In Love“, auf dem es deutlich elektronischer zuging, der mit Platz 4 jedoch ebenfalls höchst erfolgreich war. Die vierte Single-Auskopplung „Du lügst so schön“ setzt dagegen wieder bei Julis Wurzeln an – und kann mit reifen Lyrics, einer Menge Emotionen und einer gewissen Fragilität punkten.

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ZyniC – My Personal Kryptonite

ZyniC gehören neben Hurts und den Mirrors zu den vielversprechendsten Newcomern im Bereich des 80er-geprägten Synthiepops. Wobei es statt ‚gehören‘ eigentlich ‚gehört‘ heißen müsste, denn hinter dem Namen verbirgt sich keine Band im klassischen Sinne, sondern der Solokünstler H.P. Siemandel, welcher sich nicht nur für den ansprechenden Gesang, sondern auch für die Synthesizerklänge verantwortlich zeigt. Leider konnte ZyniC den kommerziellen Durchbruch im Gegensatz zu genannten britischen Bands bisher nicht erzielen – trotz einer superben Download-Debütsingle namens „Dreams In Black And White“, die aktuell als limitierte EP neu aufgelegt wird, und einem ebenso genialen Album namens „Fire Walk With Me“.

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When Saints Go Machine – Kelly

Dänemark, Land des elektronischen Wahnsinns. Was hier an Electro-Pop-, Dance- und Alternative-Varietäten die Runde macht, beeindruckt. Neben Ginger Ninja versuchen aktuell auch When Saints Go Machine über das Feinschmecker-Label !K7 Fuß zu fassen. Auf ihrer Debüt-EP „Fail Forever“ – das dazugehörige Album „Ten Makes A Face“ ist hierzulande nur via Import erhältlich – hat das Quartett aus Kopenhagen bereits seine Klasse angedeutet, auf „Konkylie“ vor drei Monaten die Erwartungen bestätigt. Mit „Kelly“ haben die Dänen nun auch einen potentiellen Single-Hit am Start.

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Melanie C – The Sea

Während ihrer Spice-Girls-Zeit war sie die Sportliche, bekannt für ihre Flickflacks und sorgte nicht zuletzt mit ihren Outfits für einen recht maskulinen Touch innerhalb der erfolgreichsten Girlband unserer Zeit. Doch kaum einer hätte der toughen Melanie Chisholm trotz ihrer einzigartigen Röhre eine erfolgreiche Solo-Karriere zugetraut. Zehn Jahre und fünf Millionen verkaufte Platten später weiß man es besser: Mit vier Top-20-Alben, drei Top-20- und einem Nr.-1-Hit allein in Deutschland ist sie mit Abstand das fleißigste und ertragreichste Ex-Gewürzmädel. Nach ihrem letzten Album „This Time“ legt sie nun mit „The Sea“ nach und kombiniert sämtliche Stilrichtungen ihrer bisherigen Longplayer zu einer sympathischen Mischung.

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