Schlagwort: Electro-Pop

Eivør – Slør

Eivør ist 2015 besonders fleißig. Vor knapp acht Monaten erschien erst ihr englischsprachiges Album „Bridges“, nun macht sich die bezaubernde Sängerin von den Färöer Inseln ihre Landessprache musikalisch zu eigen. Was genau „Slør“ oder irgendeiner der Songtitel übersetzt genau heißt, ist im Prinzip unerheblich. Die Universalsprache ist Musik, und das in diesem Fall deutlich rauer, sich der Fernsucht hingebend.

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Hurts – Surrender

Quo Vadis, Hurts? Nachdem das britische Duo um Sänger Theo Hutchcraft und Multi-Instrumentalist Adam Anderson 2010 mit „Wonderful Life“ den 80er-Revival-Hit des Jahres ablieferten, überraschte ihr zweites Album „Exile“ mit düsteren Klängen und Elektro-Spielereien. Dem Erfolg tat das zwar nicht unbedingt Abbruch, das besondere Flair des ersten Albums vermissten aber viele Fans – nicht wenige erhofften sich von Album Nummer drei daher eine erneute Kurskorrektur. Dass diese Hoffnungen erfüllt werden könnten, ließ bereits die Vorab-Single „Some Kind Of Heaven“ erahnen, und tatsächlich bewegen sich Hurts auf „Surrender“ auf wieder anderen Pfaden – zwei Schritte vor und einer zurück lautet der neue Kurs!

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Silversun Pickups – Better Nature

Die Indie-Sonne leuchtet bei den Silversun Pickups nach wie vor strahlend hell. Mit ihrer Mischung aus Gitarren-Pop, Synthi-Teppichen und sommerlichen Klangschalen haben sich die US-Amerikaner ein beachtliches Publikum erspielt, waren in ihrer Heimat mit den letzten beiden Platten sogar in den Top 10. Eine Fortsetzung dieses Trends wäre nun wirklich keine Überraschung, denn „Better Nature“, das bereits vierte Studioalbum, knüpft nahtlos an die bisherigen Erfolgswerke an.

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New Order – Music Complete

Als Peter Hook 2007 seinen Ausstieg aus der britischen New Wave-Band New Order bekannt gab, deutete er damit auch das Ende der Band an. Sänger Bernard Sumner widersprach zwar schnell, doch eine Zukunft des britischen Quintetts ohne ihren legendären Bassisten Hook konnten und wollten sich viele Fans damals nicht vorstellen, hatte er in den 80ern den Sound der Band und auch die beiden größten Bandklassiker – die Elektro-Hymne „Blue Monday“ und den Synthiepop-Hit „True Faith“ – mit seinem unverwechselbaren Bassspiel doch entscheidend mitgeprägt. 2015 sieht die Welt nun aber wieder ganz anders aus und New Order haben in der Zwischenzeit mit Tom Chapman nicht nur einen neuen Bassisten gefunden, sondern auch ein neues Album namens „Music Complete“ in die Läden gebracht. Kann die Band damit an ihre Großtaten aus den 80ern anknüpfen?

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The Wild Wild – Into The Sea, Into The Stars

Benjamin Dunn war auf Reisen, trampte, machte Straßenmusik, lebte, liebte und verlor, fand zur Religion und wandte sich wieder davon ab. Seine gebündelte Lebenserfahrung veröffentlicht der US-Amerikaner nun unter dem Pseudonym The Wild Wild. Für sein Debütalbum „Into The Sea, Into The Stars“, ein Zweiteiler, ließ er sich ebenso von den „Chroniken von Narnia“, der griechischen Mythologie und den unendlichen Weiten des Weltraums inspirieren.

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Le Very – V

Le Very wollen nicht nur „larger than life“ sein, sie sind bereits auf dem besten Weg dazu. Drei Musiker und zwei Tänzerinnen konnten sich auf eine große Pop-Bandbreite einigen, die von Electro über RnB bis zu Jazz reicht. Cheesiness trifft auf Tiefgang und brachte dem deutschen Quintett unter anderem bereits eine gemeinsame Tour mit Zoot Woman ein. Nun erscheint das Debütalbum „V“ und versucht die komplexe wie eingängige Mischung aus Musik, Licht und Tanz auf Platte zu bannen.

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Disaster In The Universe – Coconut Message

Der Soundtrack zum Sommer kommt ausgerechnet aus dem kühlen Norwegen. Wenn der Fjord mit dem Sandstrand kollidiert, treten Disaster In The Universe auf den Plan. Für Songwriting und Produktion sind Christopher „Dosser“ Brandt und Jonas Rohde-Moe verantwortlich, live wird man zum Sextett. Längst sind die Herren Dauergäste im norwegischen Radio und auf Festivals, nun soll auch der Rest Europas am beschwingten, elektronisch befeuerten Odd-Pop der Herren zwischen Empire Of The Sun und Retro Stefson teilhaben. Hier ist „Coconut Message“.

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Emilie Nicolas – Like I’m A Warrior

Vor zwei Jahren verbrachte die Norwegerin Emilie Nicolas noch ein Leben im Schatten der Anonymität ihres Kunststudiums, heute gilt sie als neue große Pop-Hoffnung ihres Landes. Angefangen hatte alles mit einer auf Englisch übersetzten Coverversion eines Dumdum Boys-Song, der postwendend zum Airplay-Hit wurde. Nun erscheint ihr Debütalbum „Like I’m A Warrior“ mit Major-Unterstützung, großem Kritikerlob und einem musikalischen Korsett, das weit über die Grenzen von Electro-Pop hinausgeht.

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ROMN – MMXV

Drei Jungs Anfang 20 arbeiten sich mit internationalem Sound aus der Südpfalz hinaus. ROMN verstehen sich auf verführerische Indietronica und schnörkellosen Pop – Elektronik, Eingängigkeit und ein Hauch Alternative, wenn man es genau nimmt. Damit beackern Dominik, Yannis und Patrick ein breites Feld, das mit Provinz rein gar nichts zu tun hat und doch die Herausforderung in sich birgt, aufgrund der damit verbundenen Breite ein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Die erste EP „MMXV“ lässt sich von derlei Widrigkeiten nicht beeindrucken.

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Bang Gang – The Wolves Are Whispering

Nach sieben viel zu langen Jahren reaktiviert Barði Jóhannsson endlich wieder sein Soloprojekt Bang Gang, des Isländers Spielwiese für melodischen, melancholischen Pop mit elektronischem Unterbau. Untätig war Jóhansson in den letzten Jahren keineswegs, produzierte fleißig und widmete sich unter anderem diversen Soundtrack-Arbeiten. Das Comeback seiner One-Man-Gang geschieht nun in Form von „The Wolves Are Whispering“, einem düsteren Wunderwerk großer Handwerkskunst.

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